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Nachrichten Grüne wollen Dialog über Y-Trasse
Umland Burgdorf Nachrichten Grüne wollen Dialog über Y-Trasse
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07:51 12.10.2012
Von Anette Wulf-Dettmer
Foto: Noch liegen alle Feinheiten möglicher Trassenvarianten für den Güterverkehr der Y-Trasse nicht fest. Tatsache ist aber, dass die zusätzlichen Schienenstrecken die bisher geplante Y-Trasse, die von Norden parallel zur A 7 hereinkommt, mit dem Güterumschlag in Lehrte verbinden sollen.
Noch liegen alle Feinheiten möglicher Trassenvarianten für den Güterverkehr der Y-Trasse nicht fest. Tatsache ist aber, dass die zusätzlichen Schienenstrecken die bisher geplante Y-Trasse, die von Norden parallel zur A 7 hereinkommt, mit dem Güterumschlag in Lehrte verbinden sollen. Quelle: Erdbrink
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Burgdorf

Die Bahn sucht derzeit eine Trasse für den Güterverkehr nach Lehrte, wo im Jahr 2016 der Megahub - der Umschlagplatz für Container von der Schiene auf die Straße und umgekehrt - in Betrieb gehen soll.

Nach wie vor hat sich die Bahn AG nicht entschieden, ob die Südostumfahrung Hannovers auf einer neuen Trasse geführt wird oder bestehende Strecken ausgebaut werden. In beiden Fällen, befürchten die Ratspolitiker und die Stadtverwaltung, könnte die Belastung für Burgdorf enorm steigen. Erste Ergebnisse kündigte Bahnchef Rüdiger Grube vor einigen Monaten für das erste Quartal 2013 an.

„Wir haben das Gefühl, dass die Stadt von der Bahn nicht ausreichend informiert wird“, sagt die Vorsitzende des Umwelt- und Verkehrsausschusses Maria Leykum (Grüne). „Wir vermissen den offenen Dialog, den die Bahn versprochen hat.“ Deshalb stellt sie für die Ratssitzung am Donnerstag, 18. Oktober, den Antrag, eine Resolution zur Y-Trasse zu beschließen.

Der Resolutionsentwurf stellt zwei Forderungen auf:
• Die Untersuchung der Streckenvarianten soll mit einer solch planerischen Tiefe durchgeführt werden, dass ein sachgerechter Vergleich möglich wird.
• Bürger, Stadt und Gebietskörperschaften sollen frühzeitig und vollständig informiert werden.

Das Versprechen, Burgdorf frühzeitig zu informieren, hat Bahnchef Grube der Stadt bereits schriftlich gegeben. „Er hat uns zugesagt, die Stadt zu informieren, bevor überhaupt das Raumordnungsverfahren beginnt“, sagt Bürgermeister Alfred Baxmann. Er hatte nach einem Bericht zur Y-Trasse in der Hannoverschen Allgemeinen am 1. August sofort an Grube geschrieben. Dieser habe ihn zehn Tage später bestätigt, dass die Planung noch offen sei. Für Burgdorf sei die Entscheidung so wichtig, weil der Bau der Y-Trasse einen schwerwiegenden Eingriff bedeutet. Die gesamte Kernstadt und Otze seien betroffen, betont Baxmann.

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