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Umland Burgdorf Nachrichten Kein Platz für neue Kitagruppe
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08:37 02.10.2014
Von Norbert Korte
Vor der Sitzung besichtigt der Jugendhilfeausschuss die neue Krippe in der Weststadt, die von der Vorsitzenden Christiane Gersemann als Schmuckstück bezeichnet wird. Die Ausschussmitglieder schlüpfen für den Rundgang in Filzpantoffel, um den Fußboden zu schonen. Quelle: Norbert Korte
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Burgdorf

Bislang war vorgesehen, dass einem rechnerischen Fehlen von Kindergartenplätzen in der Kernstadt (mit Beinhorn, Heeßel und Hülptingsen) durch zwei Änderungen in den Kitas Schillerslage und Gartenstraße begegnet werden sollte. Die Ausweitung der Kapazitäten in Schillerslage durch Umwandlung einer Kleingruppe in eine normale Regelgruppe ist nach Worten von Nicole Raue von der Stadtverwaltung inzwischen auch in Vorbereitung und soll zum Jahreswechsel greifen. Vorerst zerschlagen habe sich dagegen der Plan, eine Ganztagskindergartengruppe mit 18 zusätzlichen Plätzen in der Kita Gartenstraße einzurichten.

Voraussetzung dafür wäre gewesen, dass die beiden Hortgruppen der Kita in zwei Räume der Grundschule nebenan umziehen können. Das ist nach Raues Worten angesichts der Anmeldezahlen der Schule in diesem Jahr aber noch nicht möglich. Jetzt wird auf eine Umsetzung zum Schuljahr 2015/16 hingearbeitet.

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Alternativ ist nunmehr ins Auge gefasst, das Betreuungsangebot in der Kita Sorgensen auszuweiten. Dort soll die Kleingruppe mit zehn Kindern in eine normale Regelgruppe mit 25 Plätzen umgewandelt werden. Weil zudem mehr Bedarf an Ganztagsplätzen besteht, soll die Betreuungszeit zunächst für bis zu zehn Kinder von 12.30 auf 15 Uhr verlängert werden.

Für diese Pläne sind nach Angaben der Verwaltung noch weitere Abstimmungsgespräche notwendig. Der Jugendhilfeausschuss hat dem aber schon mal einmütig genauso zugestimmt wie der Überlegung, die Betreuungszeit in der Kita Gartenstraße bei Bedarf für bis zu zehn Plätze von 13 auf 15 Uhr zu verlängern.

Stichtag und Onlineanmeldung sollen helfen

Die Stadtverwaltung und die freien Träger von Kindertagesstätten bereiten Neuerungen vor, um mehr Planungssicherheit bei der Belegung von Krippen- und Kindergartenplätzen zu erhalten. Ein zentrales Online-?anmeldeverfahren und ein fester Stichtag, zu dem die Kinder angemeldet sein müssen, gehören dazu. Anlass für die Überlegungen war ein Antrag der SPD-Ratsfraktion aus dem Frühjahr, wonach die Verwaltung ein Konzept für die Übergangsphase von Krippe zu Kindergarten erarbeiten sollte. Ein nahtloser Übergang ist aber nicht so einfach zu realisieren, wie die Verwaltung in einer Informationsdrucksache schreibt. Zum einen, weil nicht jede Kita eine Krippe hat.

Zum anderen, weil es rechtlich nicht zulässig sei, Plätze in Kindergartengruppen übergangsweise für Krippenkinder freizuhalten, wenn – wie üblich – mehr Kinder angemeldet als Plätze vorhanden sind. Die Verwaltung sieht aber bessere Steuerungsmöglichkeiten als derzeit, da kaum Planungssicherheit bestehe, weil Kita-Anmeldungen jederzeit und auch mehrfach möglich sind und die Wartelisten laufend mit den freien Trägern abgeglichen werden müssen. Geplant ist deshalb nicht nur die Einführung eines Anmeldestichtags jeweils bis 31. Januar eines Jahres für das im Sommer beginnende neue Kindergartenjahr. Zur Vermeidung von Mehrfachanmeldungen und des aufwendigen Wartelistenabgleichs soll auch ein zentrales Onlineanmeldeverfahren eingeführt werden, wobei sich die Eltern dafür auch weiter bei der jeweiligen Kita melden können. Die vom Jugendhilfeausschuss des Rates zustimmend zur Kenntnis genommenen Pläne sollen auch die Personalplanung erleichtern.

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