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Umland Burgdorf Nachrichten Mahnung für Müllgebühren kommt vor Bescheid
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05:01 06.11.2014
Haben etliche Bürger erlebt: Erst schickt aha die Mahnung, dann den Müllgebührenbescheid hinterher. Quelle: Joachim Dege
Burgdorf

Brigitte Böttcher aus Ramlingen ist irritiert. Wie mindestens weitere acht Anwohner der Straße Imhof und mehrere Ehlershäuser erhielt sie unlängst eine Mahnung des Zweckverbands Abfallwirtschaft Hannover (aha). Dabei sei ihr der vorausgehende Gebührenbescheid nie zugestellt worden, sagt sie: „Im Oktober 2013 hatte die aha die neuen Bescheide für Anfang 2014 angekündigt. Ich habe gewartet, mit Nachbarn gesprochen - nichts passierte. Ich habe nie einen erhalten“, beteuert Böttcher: „Dann kam plötzlich die Mahnung.“

Wie ihr erging es auch Karola Wöhler, ebenfalls aus Ramlingen. Sie will sogar im März bei aha nachgefragt haben, weil sie zu dem Zeitpunkt immer noch keinen Bescheid bekommen hatte: „Da wird nach Alphabet vorgegangen. Da sind Sie zum Schluss dran. Das kann noch etwas dauern“, habe die Antwort gelautet.

Auch bei ihr kam das Schriftstück nie an. Dafür jetzt eine Mahnung über die Gebühren für drei Quartale. „Warum fällt das denen nicht schon im zweiten Quartal auf, dass die Leute nicht bezahlt haben?“, ärgert sich Wöhler über den großen Betrag von 350 Euro, der jetzt auf einmal fällig ist.

Bei ihrem Sohn in Hänigsen habe es keine Probleme gegeben. In Ramlingen sei das Ärgernis flächendeckend und deshalb ein Thema bei jeder Feier, sagt Wöhler.

Die Mahnungen sorgen auch in anderen Ortsteilen für Wirbel: In Beinhorn ist die Ortvorsteherin Hannelore Rau betroffen. In Dachtmissen hat laut Ortsvorsteher Jörg Neitzel niemand Bescheide erhalten: „Das ganze Dorf hat Mahnungen bekommen.“ Weil er auch ein Grundstück in der Kernstadt besitze, wisse er zudem, dass es auch in der Kernstadt und in Hülptingsen Bürger gebe, die nie einen aktuellen Gebührenbescheid von aha erhalten haben.

Keiner kennt die Ursache der Panne

Was genau der Grund dafür ist, dass die Gebührenbescheide ihre Adressaten nicht erreichten, ist unklar. „In Burgdorf haben wir rund 9400 Gebührenbescheidempfänger erfasst. Davon sind 177 Bescheide in Form eines Rücklaufes bei uns wieder eingegangen“, sagt aha-Unternehmenssprecherin Helene Herich. In diesen Fällen seien neue Bescheide erstellt und versandt worden. Der bezifferte Anteil von weniger als zwei Prozent liege damit etwas unter der Rücklaufquote in der gesamten Region, in der Anfang des Jahres 140000 Bescheide verschickt worden seien.

aha, und nicht die von ihr mit der finanziellen Abwicklung beauftragten Stadtwerke Hannover, habe im Juni 2013 die Daten der Gebührenbescheidempfänger von der Stadt Burgdorf übernommen, sagt Stadtsprecherin Alexandra Veith: „Der übermittelte Datensatz wurde von aha zum Versand jenes Fragebogens genutzt, der sowohl Grundlage für die Ausgabe der Restmüllsackgutscheine als auch für die Gebührenberechnung ist. Eine Kommunikationspanne zwischen der Stadt Burgdorf und den Stadtwerken Hannover kann daher ausgeschlossen werden.“

Diese Adressen sind Herich zufolge „in unserem Programm eingepflegt und auch anhand der seinerzeit zugestellten Fragebögen korrigiert worden“. Aha gehe davon aus, dass jeder mit der Citipost versendete Gebührenbescheid nach drei Tagen als zugestellt gilt.

Bei der Zustellung sei nichts schiefgelaufen, versichert Citipost-Geschäftsführer Lars Rehmann: „Es liegen in unserem Reklamationssystem keine Beschwerden vor, weder von Empfängern noch von aha. Unsere Zusteller versichern, dass die Zustellung ordnungsgemäß gewährleistet ist. Unsere Stammzusteller sind integere Leute.“

Sollte ein Kunde keinen Bescheid erhalten haben, reicht laut aha ein Hinweis aus: Die kostenlose Gebührenhotline ist unter (0800) 9991020 erreichbar.

Von Sandra Köhler

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