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Umland Burgdorf Nachrichten Stadt wird Bauplätze verlosen
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19:27 25.03.2014
Von Anette Wulf-Dettmer
Dieses Haus im Helma-Musterpark in Aligse ist nach Passivhausstandard gebaut. Quelle: HELMA Eigenheimbau AG
Burgdorf

Mehr als 300 Bauplatzinteressenten haben sich laut Wirtschaftsförderer André Scholz bei der Stadt vormerken lassen. „Erfahrungsgemäß melden sich 50 Prozent nicht wieder, und vom Rest haben zwei Drittel ein ernsthaftes Interesse“, sagte Scholz. 50 Prozent der Bauplätze werden unter Familien und Lebensgemeinschaften mit minderjährigen Kindern vergeben, die andere Hälfte wird frei verlost. Zudem werden erstmals solche Interessenten nicht berücksichtigt, die in den vergangenen acht Jahren bereits ein Baugrundstück in der Stadt erworben haben.

Das Bauland inklusive Erschließung kostet 175 Euro pro Quadratmeter. Dieser Preis entspricht laut Stadt dem aktuellen vom Katasteramt Hannover festgestellten Bodenrichtwert für Wohnbauland.

Mit dem Kaufvertrag verpflichten sich die Bauherren zugleich, ihr Haus nach dem Passivhausstandard errichten zu lassen. Nach der Fertigstellung ist der Nachweis zu erbringen, dass alle Grenzwerte - zum Beispiel ein Heizwärmebedarf von weniger als 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr - eingehalten werden. Ein Bauherr, der diese Pflicht nicht erfüllt, soll eine Vertragsstrafe von 10.000 Euro an die Stadt zahlen.

Eine Vertragsstrafe von 5000 Euro wird fällig, wenn der Bauherr gegen die Verpflichtung verstößt, das Haus mindestens zwei Jahre selbst zu bewohnen. Ausnahmen sollen nur bei berufsbedingtem Ortswechsel, Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Trennung möglich sein.

Die Stadt will die Entstehung der ersten Passivhaussiedlung in Burgdorf mit einer Informationsveranstaltung für die Bauherren begleiten. Dort werden Fachleute alle Fragen - und sei es auch nur die, ob in einem Passivhaus die Fenster geöffnet werden dürfen - beantworten, kündigte Scholz an. Bislang gibt es in der Region Hannover sieben Passivhaussiedlungen. Mit Burgdorf werden es dann acht sein.

Das letzte Wort zu den Vergabekriterien und Verkaufsbedingungen für das Neubaugebiet Nördlich Zilleweg hat der nicht öffentlich tagende Verwaltungsausschuss (VA) der Stadt am 1. April. Allerdings ist das Votum im Finanzausschuss einstimmig ausgefallen, sodass die Abstimmung im VA eine Formsache sein wird.

Klimaschutzauflagen niedriger als für Eigenheime?

Neben den 28 Bauplätzen für Einfamilien- und Doppelhäuser ist im Baugebiet Nördlich Zilleweg auch ein circa 2800 Quadratmeter großes Grundstück für ein Mehrfamilienhaus vorgesehen. Dieses soll nach den Vorstellungen der Stadtverwaltung allerdings nicht im Passivhausstandard errichtet werden. Ein Passivhaus verbraucht 60 Prozent weniger Primärenergie als ein Haus, das nach der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV) gebaut ist. Für das Mehrfamilienhaus in dem Neubaugebiet ist hingegen ein Energieverbrauch vorgesehen, der 45 Prozent unter der EnEV liegt. Dieser Wert wird auch unter dem ab dem Jahr 2016 für Neubauten gültigen EnEV-Standard 2014 liegen“, heißt es in der Vorlage für die Beratung im Bauausschuss des Rates am 31. März. Ob die Ratspolitiker diesen Vorschlag mittragen, ist allerdings nicht sicher. In der Sitzung des Finanzausschusses am Montag wollte Kurt-Ulrich Schulz (WGS) wissen, warum mit zweierlei Maß gemessen werde: „Ein Baugebiet sollte man nach einheitlichen Kriterien bebauen“, forderte er.

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