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Nachrichten Anzeigetafel verwirrt die Autofahrer
Umland Burgdorf Nachrichten Anzeigetafel verwirrt die Autofahrer
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00:16 17.11.2016
Von Stefan Heinze
Am Ortseingang kann es selbst beim Begegnungsverkehr mit Personenwagen eng werden. Quelle: Stefan Heinze
Ehlershausen

"Schutzstreifen nicht befahren", signalisiert die Anzeigetafel in großen, orangefarbenen Lettern. Dann folgen Piktogramme, die nahelegen, dass Personenwagen problemlos nebeneinander auf der Straße fahren können, ohne auf den Schutzstreifen für die Radfahrer auszuweichen.  Die Folge: Große Personenwagen kommen sich im Begegnungsverkehr ungewohnt nahe.

Die nächste Anzeige "Ausnahme Begegnung" mit Piktogrammen eines Busses und eines Lastwagens nehmen manche Autofahrer beim Wort. Sie trauen sich nicht, den Schutzstreifen zu benutzen, drängen lieber den Gegenverkehr an den äußersten, rechten Fahrbahnrand oder machen es wie gestern ein Paketwagen-Fahrer: Er blieb abrupt auf offener Straße stehen, um den Gegenverkehr passieren zu lassen und auf keinen Fall den Schutzstreifen zu benutzen.

Dieses Verhalten legt auch die Auslegung der Straßenverkehrsordnung (StVO) durch die Region nahe. Regionssprecherin Christina Kreutz hatte kürzlich erklärt, die Streifen dürften laut StVO nur überfahren werden, wenn Autofahrer einem Bus oder Lastwagen begegnen. "Wer das nicht weiß, dem kann ich nicht helfen", sagte gestern auch Regionssprecher Klaus Abelmann.

Doch der Kontaktbeamte der Polizeiinspektion Burgdorf, Jörg Windfuhr, widerspricht: "Bei Gegenverkehr darf der Streifen kurzzeitig überfahren werden." Er macht das ausdrücklich nicht vom Typ der Fahrzeuge, sondern von der jeweiligen Situation und Fahrzeugbreite abhängig. Die gestrichelte Linie am Rand des Schutzstreifens mache deutlich, dass sie überfahren werden darf. Voraussetzung sei aber, dass der Streifen nicht gerade von einem Radfahrer benutzt wird.

Vielleicht spielt auch der zeitliche Abstand der Anzeige "Schutzstreifen nicht befahren" und "Ausnahme Begegnung" eine Rolle: Es vergehen circa sieben Sekunden. Das ist zwar in etwa die Zeit, die ein Auto vom Ortseingang bis zur Anzeigetafel braucht. Doch gleichzeitig muss der Autofahrer auf die an dieser Stelle verschwenkte Fahrbahn und die Fußgängerampel achten. Erfahrungswerte darüber, wie die Information auf der Tafel von den Autofahrern aufgenommen und umgesetzt wird, hat die Region nicht.

Denn das mobile Anzeigesystem setzt die Region zum ersten Mal ein. Eine zweite Tafel soll am anderen Ortseingang Ehlershausens aufgestellt werden. Sie war aber am Montag noch defekt. Ziel der Aktion ist es, dass der Schutzstreifen nicht mehr als Teil des allgemeinen Straßenraums wahrgenommen wird und so unnötiger Lärm durch das Überfahren der weißen, erhabenen Radfahrer-Zeichen auf dem Schutzstreifen vermieden wird.

Fotostrecke Burgdorf: Anzeigetafel verwirrt die Autofahrer

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