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Umland Burgdorf Nachrichten Matthias Paul kandidiert als Bürgermeister
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14:41 12.03.2019
Von Stefan Heinze
Matthias Paul will Bürgermeister der Stadt Burgdorf werden. Quelle: Stefan Heinze
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Burgdorf

Der SPD-Ortsverein hat am Mittwochabend den Pastor der Paulus-Kirchengemeinde sowie stellvertretenden Bürgermeister Matthias Paul einstimmig zu seinem Bürgermeisterkandidaten für die Wahl im Jahr 2019 bestimmt.

Das Ergebnis konnte eindeutiger nicht sein: 52 von rund 230 Mitgliedern des Ortsvereins nahmen an der Nominierung teil, und alle 52 gaben dem 53-Jährigen, gerade einmal drei Jahre der SPD angehörenden, Kandidaten ihre Stimme. "Ich freue mich über den großen Rückhalt", sagte Paul am Donnerstag in einem Pressegespräch. Das Bürgermeisteramt sei eine Herausforderung, der er sich gerne stelle. Der Amtsinhaber Alfred Baxmann hinterlässt aus Pauls Sicht aber "große Fußstapfen". Den vom Amtsinhaber vorgegebenen Leitlinien sieht sich Paul verpflichtet. Im Falle einer Wahl möchte er Akzente setzen, "die nachhaltig sind und die Stadt voranbringen".

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Beim Thema "Schulentwicklung" bekannte sich Paul klar zu einer IGS mit Oberstufe, "wenn es die Schülerzahlen hergeben". Er geht davon aus, dass das der Fall sein wird und plädiert daher für ein Schulgebäude mit Erweiterungsmöglichkeit. Wenn man am Ende zwei Oberstufen habe, die nicht lebensfähig seien, sei niemandem geholfen, votierte der Kandidat aber für eine Schulpolitik mit Augenmaß. "Jedes Kind ist gleich viel wert", sagte Paul, auch im Blick auf Menschen aus Einwandererfamilien. Daher müsse jedes Kind optimal gefördert werden, sowohl am Gymnasium, als auch an der IGS.

In einer attraktiven Schullandschaft sieht der stellvertretende Bürgermeister einen wichtigen Standortfaktor für die Stadt neben Faktoren wie einem attraktiven Einkaufsstandort und Ansiedlungsmöglichkeiten für Unternehmen. Die in diesen Bereichen von Baxmann gesetzten Aktzente "müssen immer wieder aktualisiert werden", beschrieb Paul die Herausforderung.

Für seine Eignung als Bürgermeister führt der Kandidat seinen 20-jährigen Vorsitz des Kirchenvorstandes der Paulus-Gemeinde und die damit einhergehende Verwaltungserfahrung sowie Personalverantwortung und Erfahrung in Baumaßnahmen ins Feld. Außerdem bringt Paul nachgewiesene und erprobte Kompetenzen aus der Gemeindeberatung und Organisationsentwicklung mit. Dass er mit viel Geld umgehen könne, habe er in seiner langjährigen Verantwortung als Geschäftsführer des Oicocredit-Förderkreises Niedersachsen-Bremen, Teil einer Genossenschaft zur Förderung von Entwicklung in Schwellenländern, unter Beweis gestellt, sagte der Theologe.   

Schon seit 2004 arbeitet Paul im Jugendhilfeausschuss mit. Von 2006 bis 2016 war er Vorsitzender der Lenkungsgruppe des Präventionsrates. So entstand über die Jahre die Motivation, mehr politische Verantwortung zu übernehmen, sich bei der letzten Kommunalwahl in den Rat wählen und nun für als Bürgermeisterkandidat aufstellen zu lassen.

Im Falle einer Wahl versprach der Kandidat, "Bürgermeister von ganz Burgdorf" sein zu wollen. Er sei dann auch "nicht Lobbyist der Kirche", stellte Paul unmissverständlich klar. In der heißen Phase des Wahlkampfes, also die zwei Monate vor der Wahl, werde er von seiner Landeskirche von seiner Pastorenaufgabe freigestellt und im Falle einer Wahl von seinem Pastorenamt beurlaubt, erklärte Paul. Aller Voraussicht nach wird die Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019, dem Termin der Europawahl, stattfinden.

Die CDU will am Freitag in einer Mitgliederversammlung entscheiden, wann sie ihren Kandidaten für das Bürgermeisteramt bestimmt. Aller Voraussicht nach wird das im April oder Mai geschehen. Der CDU-Stadtverband hat als Kandidaten im Juni bereits den Verbandsvorsitzenden Armin Pollehn empfohlen.