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Umland Burgdorf Nachrichten Stadt sperrt Park nach Sturm Zeljko
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00:18 02.08.2015
Der Stadtpark in Burgdorf ist gesperrt. Quelle: Bismark
Burgdorf

Eine etwa 150 Jahre alte Eiche hat dem Sturm ebenso wenig stand gehalten wie eine gut 80-jährige Esche. „Die Windböen haben regelrechte Schneisen in den Park geschlagen“, sagt Hans-Heinrich Overmann, Leiter des Gärtnerbauhofs, und fügt hinzu, gut zehn große Bäume, jeder mehr als 20 Meter hoch, hätten seine Kollegen fällen müssen. Hinzu kommen um die 100 kleinere Bäume, die ebenfalls nicht mehr sicher seien und beseitigt werden müssten. Allein auf einer weniger Quadratmeter großen Fläche mussten Ingo Damköhler und seine Kollegen am Donnerstag sieben große Bäume absägen.

Seit Sonnabend sind die Beschäftigten der Stadt im Dauereinsatz. „Wir haben gleich am Sonnabend gegen 17 Uhr mit der Baumkontrolle begonnen“, sagt Overmann. Am Sonntag setzten er und seine Kollegen die Arbeit von 8 bis 16 Uhr fort, seitdem sind sie täglich im Stadtpark unterwegs. Bis nächsten Freitag, schätzt Overmann, dauerten die Arbeiten. Und bis dahin bleibe die Grünanlage auch gesperrt. Nachdem die Burgdorfer die Absperrungen zunächst ignoriert hatten, versah die Verwaltung die Zugänge mit zusätzlichen Schildern und dem Hinweis, dass Lebensgefahr bestehe.

Noch bis nächsten Freitag sperrt die Verwaltung den Stadtpark: Nach dem Sturm Zeljko drohen immer noch Äste auf die Wege zu stürzen.

Die Gefahr lauere in den Kronen, sagt Overmann. Abgesplitterte Äste hätten sich teilweise in anderen Bäumen verfangen, bei jeder Böe aber könnten sie sich lösen und Passanten verletzen, beschreibt er das Risiko. Deshalb setze der Gärtnerbauhof jetzt auch einen Steiger ein, um die Bäume samt Kronen zu kontrollieren, lose Äste zu beseitigen und schließlich auch abzutransportieren. „Erst wenn wir alle Bereiche zum Abschluss noch einmal genau überprüft haben, geben wir die Wege wieder frei“, kündigt Overmann an und bittet alle Spaziergänger und Radfahrer, das Verbot auch zu akzeptieren. „Zur eigenen Sicherheit“, wie er betont.

Die Gärtner müssen indes nicht nur auf die Kronen achten, sondern auch auf die Wurzelteller. Unweit der Bahn hat der Sturm einen Baum so verschoben, dass sich die Wurzeln anhoben und der Stamm damit die Standfestigkeit verloren hat. „Noch lehnt er gegen einen anderen Baum, doch bis zur Freigabe werden wir ihn fällen müssen“, sagt der Fachmann. Seinen Angaben zufolge nutzt die Stadt die Stämme der alten Bäume für Spielplätze, wo sie unter anderem als Abgrenzungen oder Balancierbalken verwendet werden. Die kleineren Zweige und Äste werden geschreddert und zu Hackschnitzeln verarbeitet.

Von Antje Bismark

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