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Umland Burgdorf Nachrichten Stadt will Lernförderschule in IGS integrieren
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14:36 07.02.2018
Die Prinzhorn-Förderschule Lernen soll nach dem Willen der Stadt auslaufen. Förderschüler mit besonders hohem Förderbedarf sollen an der IGS ein auf sie zugeschnittenes sonderpägagogisches Angebot erhalten.  Quelle: Joachim Dege
Burgdorf

 Die Stadt will die Prinzhornschule, zuständig für aktuell noch 49 Kinder und Jugendliche mit Lerndefiziten, wie vorgesehen auslaufen lassen. Die Förderschule neben einem Inklusionsangebot in den weiterführenden Schulen beizubehalten, wie dies ein von der SPD/CDU-Landesregierung eingebrachter Schulgesetzentwurf ermöglicht, will die Stadt auf keinen Fall. Das hat Bürgermeister Alfred Baxmann unlängst im Schulausschuss des Rates unmissverständlich klargestellt.

Die Diskussion über einen möglichen Fortbestand angestoßen hatten die CDU/FDP-Ratsgruppe mit einem entsprechenden Antrag sowie die Schule selbst mit einem Schreiben an den Schulträger, die Stadt. Die CDU und FDP hatten im Januar angeregt, die Stadt möge die vom Land eröffnete Option ziehen, die Förderschule bis zum Jahr 2028 für die Klassenstufen fünf bis zehn fortzuführen und den Eltern die Wahl lassen, ob sie ihr Kind im Schutzraum der Prinzhornschule oder lieber inklusiv in der IGS beschulen lassen wollen. Das Förderschulangebot sei im Sinne der Kinder. Das Inklusionsangebot weise große Defizite auf, argumentierte Gruppensprecher Mirco Zschoch: „Nicht nur ein Weg führt zum Glück. Wir wollen Eltern die Wahlmöglichkeit geben.“

Auch die Prinzhornschule hatte sich für ihren Fortbestand ausgesprochen, „da viele Schüler mit Unterstützungsbedarf mit einem großen System wie einer IGS .../... überfordert sind“. Im Schreiben des kommissarischen Schulleiters Thomas Stopper an die Stadt heißt es: „Die Erfahrungen mit der Einführung der Inklusion seit 2013 haben gezeigt, dass besonders die schwachen Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf im Förderschwerpunkt Lernen unter den gegebenen Bedingungen in der Inklusion nicht ausreichend gefördert und unterstützt werden können.“

Bürgermeister Alfred Baxmann (SPD) widersprach entschieden: Es sei der falsche Weg, teure Doppelstukturen aufrecht zu erhalten. Es seien doch gerade die Sonderpädagogen gewesen, welche die Inklusion gefordert hätten, um eine Chancengerechtigkeit zu erreichen. Das Geld, das es brauchte, um die Förderschule fortzuführen, sei besser angelegt, um die Inklusion sicherzustellen. „Das können wir durch entsprechende Angebote in der IGS erreichen“, sagte der Verwaltungschef, der ein „System im System“ ins Gespräch brachte. Gemeint ist damit ein gesondertes Förderangebot innerhalb der IGS für Kinder mit einem erhöhten Förderbedarf. Das hielt auf Nachfrage dieser Zeitung auch der Sonderpädagoge Stopper für einen gangbaren Weg, der andernorts schon erfolgreich praktiziert werde.

Die IGS-Schulleitung stützte Baxmann Sicht: „Wir glauben fest an die Inklusion“, sagte die Didaktische Leiterin Saskia Waveren-Matschke. Kinder bis zur vierten Klasse inklusiv und erst von der fünften Klasse an in einer Förderschule Lernen zu unterrichten, wie es der CDU vorschwebt, werde auf keinen Fall funktionieren, sagte die Pädagogin voraus. In einem Schreiben an den Bürgermeister und an den Schulausschussvorsitzenden Hartmut Braun (Grüne) warnte IGS-Schulleiter Rudolf Alker zudem: „Eine Aufrechterhaltung der Förderschule Lernen würde zwangsläufig einen weiteren Abzug der wenigen Förderschullehrkräfte aus der IGS zur Folge haben und die Inklusionsbemühungen sowie den Inklusionsgedanken überhaupt konterkarieren.“

Von Joachim Dege

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