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Nachrichten Südlink: Lob für mehr Erdkabel
Umland Burgdorf Nachrichten Südlink: Lob für mehr Erdkabel
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07:31 04.07.2015
Von Antje Bismark
Das Erdkabel kommt den Kommunen in dicht besiedelten Gebieten aus stadtplanerischer Sicht entgegen - doch was ist mit der Umwelt, beispielsweise in Mooren?
Das Erdkabel kommt den Kommunen in dicht besiedelten Gebieten aus stadtplanerischer Sicht entgegen - doch was ist mit der Umwelt, beispielsweise in Mooren? Quelle: Symbolbild
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„Wir nehmen die Entscheidung mit Freude zur Kenntnis“, sagt Sehndes Bürgermeister Carl-Jürgen Lehrke und schiebt ein Aber hinterher: „Noch haben wir keinen Gesetzesentwurf und erst recht kein Gesetz.“ Deshalb sei es wichtig, die neu aufzustellende Planung für Erd- und Überlandkabel genau im Blick zu behalten. Auf der einen Seite komme das Erdkabel den Kommunen in dicht besiedelten Gebieten wie der Region Hannover aus stadtplanerischer Sicht entgegen. „Auf der anderen Seite spielen ökologische Aspekte eine Rolle, wenn das Erdkabel beispielsweise durchs Altwarmbüchener Moor verlegt wird“, gibt Lehrke zu bedenken. Sein Plädoyer lautet deshalb: Die Akteure auf Bundesebene sollten mit Tennet auch die Trassenführung in weniger dicht besiedelten Gebieten weiterhin prüfen.

„Burgdorf unterstützt die Energiewende und erachtet deshalb auch einen adäquaten Ausbau der Infrastruktur für erforderlich“, sagt Stadtsprecherin Eva-Maria Dobriloff und verweist auf die Hamelner Erklärung. Zugleich betont sie, dass die Stadt seit langem den verstärkten Einsatz von Erdkabeln gefordert habe. Den Paradigmenwechsel in Berlin bezeichnet Dobriloff als Meilenstein im Verfahren, den Burgdorf ausdrücklich begrüße. Gleichzeitig fordere die Stadt weiterhin eine frühzeitige Information der Bürger und der Kommunen, denn: „Auch die voraussichtlich 30 Meter breiten Kabelgräben werden weitere Konflikte aufwerfen und nicht ohne erhebliche Umweltauswirkungen sein“, erklärt Dobriloff.

Erst am Donnerstagabend hatte sich der Burgdorfer SPD-Ratsherr Hans-Dieter Morich im Umweltausschuss für mehr Erdkabel ausgesprochen - und auch in Lehrte hatten Verwaltung und Politik dieses Verfahren immer wieder gefordert, sagt Stadtsprecherin Fabian Nolting und verweist auf den jüngsten Ratsbeschluss vom 17. Juni. Darin hatte der Rat unter anderem eine Erweiterung der Erdverkabelung ausgesprochen. „Vor diesem Hintergrund ist das Ergebnis des Energiegipfels zu begrüßen“, teilt Nolting mit. Auch wenn Uetze bislang nicht betroffen ist, sagt Bürgermeister Werner Backeberg: „Wir begrüßen den Vorschlag, weil er dem politischen Frieden dient.“ Zudem seien Erdkabel weniger störanfällig.

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Antje Bismark 02.07.2015