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Nachrichten Vampierroman-Lesung ohne jedes Gruseln
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19:56 15.05.2016
Von Joachim Dege
Petra Teske liest in der Magdalenenkapelle auf dem historischen Friedhof neben der Hochbrücke aus ihrem Vampirroman "Blut um Mitternacht". Quelle: Joachim Dege
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Burgdorf

Teske (39), in Burgdorf aufgewachsen, verheiratet, Mutter von vier Kindern, ausgebildete Bibliotheksassistentin, schreibt seit ihrer Kindheit. Dies und das. So sagt sie. Vor sieben Jahren fasste sie sich ein Herz, wagte sich an ihren Debütroman. 2014 schließlich - die Erziehung der Kinder zwangen sie immer wieder zu Schreibpausen - war "Blut um Mitternacht" fertig. Es folgte die Veröffentlichung als e-Book in der Kindle-Edition bei Amazon, wo das Buch allem Anschein nach den Geschmack der Fantasy-Gemeinde traf. "Ich war vom Erfolg überwätigt", verriet Teske ihrem Publikum dann auch bei ihrer ersten Lesung überhaupt in der kleinen Kapelle auf dem historischen Friedhof neben der Hochbrücke, wo der Kulturverein Scena aktuell eine Kunstausstellungen mit Bildern von Ernst Thom zeigt.

Die Scena-Kulturmacher waren es dann auch, die die Teskes Premieren-Lesung möglich machten und organisierten. Zumal der Roman an Schauplätzen in Burgdorf spielt - in der alten Villa an der Landstraße nach Otze, auf dem historischen Friedhof und in der Magdalenenkapelle. Womit sich erklärt, weshalb die mit 40 Zuhörern gut besuchte Lesung - mehr hätten gar nicht in die Kapelle hineingepasst - ohne Gruseln auskam, dafür umso mehr auf den Herz-Schmerz-Faktor der Liebesgeschichte von Claire und Julien setzte. Herzflattern, ja! Aber ein Vampir-Biss? Oder ein Tropfen Blut? Weit gefehlt! Nicht die schaurigen Momente, vielmehr die Orte der bisweilen doch etwas kitschig anmutenden Handlung standen im Mittelpunkt dieser Lesung.

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Teske ist es allem Anschein nach gelungen, sich mit diesem und weiteren Vampir-Liebesromanen in die Herzen der Fans dieses Literaturgenres zu schreiben. Zweifellos hat sie auch in Burgdorf eine Anhängerschaft. Das Vorlesen allerdings ist eine Disziplin, die ihr nicht gegeben ist. Zu schnell, zu gleichtönig, zu wenig akzentuiert kamen ihr die selbst geschriebenen Sätze über die Lippen. Dieser Umstand und  manche sprachliche Ungenauigkeit trübten den Literaturgenuss.

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