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Umland Burgdorf Nachrichten Wie die Technik einst Burgdorf veränderte
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00:18 30.05.2018
Stadtführerin Brigitte Janssen erläutert die Veränderungen, die die einziehende Technisierung für Burgdorf mit sich brachte. Quelle: Dieter Heun
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Burgdorf

Eine Reise in die Anfänge des industriellen Zeitalters erwartet Teilnehmer einer Stadtführung zum Thema „Als die Technik in Burgdorf einzog“. Zu dieser lädt das Stadtmarketing Burgdorf (SMB) für Sonntag, 3. Juni, ein. Treffen ist um 14 Uhr am Wicken-Thies-Brunnen auf dem Spittaplatz.

Wie sich Burgdorf zur modernen Kleinstadt mauserte, darüber weiß Stadtführerin Brigitte Janssen eine Menge zu erzählen. Nach dem großen Brand im Jahre 1823 war der Weg frei für eine Erweiterung. In der heutigen Kernstadt siedelten sich zahlreiche Industriebetriebe mit fortschrittlichen Maschinen an. Dazu gehörten unter anderem die Silberwarenfabrik Otto Kropp, die Nudelfabrik der Gebrüder Hansmann, die von 1890 bis 1955 existierte und die 1892 gegründete Burgdorfer Konservenfabrik, die den Burgdorfer Spargel europaweit vermarktete und bekannt machte.

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Das Elektrizitätswerk im Jahre 1895: Das erste und einzige, das es in Burgdorf je gab. Quelle: privat

Um den Nachwuchs für die neuen Zeiten gut vorzubereiten, wurde 1873 in der Hannoverschen Neustadt 1873 die erste städtische Bürgerschule gebaut. Auch der erste Zeitungsverlag, das spätere „Burgdorfer Kreisblatt”, siedelte sich dort mit der Druckerei Rumpeltin an. Mit der Erfindung des Automobils kamen zwei Autowerkstätten hinzu. Quasi nebenan, in der Schmiedestraße, stand von 1895 bis 1923 das erste und einzige Elektrizitätswerk Burgdorfs.

Straßenpflasterung und Bürgersteige, Straßenbeleuchtung, Kanalisation und Wasserversorgung waren gegen Ende des 19. Jahrhunderts wichtige Themen. Und natürlich wurde kräftig gebaut: 1894 entstanden das Kaiserliche Postamt und die Genossenschaftsmolkerei, 1896 die Landwirtschaftliche Absatzgenossenschaft. Als am 25. Dezember 1931 das Schauburg-Kino seine Pforten öffnete, hielt auch die Tonfilm-Ära in Burgdorf Einzug.

Karten für die Stadtführung gibt es zum Preis von 3 Euro für Erwachsene in der VVV-Geschäftsstelle an der Braunschweiger Straße 2, Telefon (0 51 36) 18 62. Jugendliche bis 18 Jahren zahlen 2 Euro.

Von Sandra Köhler