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Nachrichten Verteidigungsministerin erzählt von ihrer Mutter
Umland Burgdorf Nachrichten Verteidigungsministerin erzählt von ihrer Mutter
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00:32 11.04.2018
Verteidigungsministerin von der Leyen berichtet aus dem Leben ihrer Mutter und unterhält sich mit Besuchern der Ausstellung Burgdorfer Köpfe. Quelle: Anette Wulf-Dettmer
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Burgdorf

 „Meine Mutter ist eine leidenschaftliche Mutter gewesen.“ Ein Zeichen dafür sei auch gewesen, dass „unser Haus gefüllt war mit kleinen Stühlen“. Ursula von der Leyen, die mit ihrem Mann in die Ausstellung kam, gab einen sehr persönlichen Einblick in das Leben ihrer Mutter, die seit 1976 bis zu ihrem Tod im Jahr 2002 in Beinhorn lebte. 

Einen Platz in der Ausstellung „Burgdorfer Köpfe“ hat die einstige Landesmutter an der Seite von Ministerpräsident Ernst Albrechtvon der Leyen: „Meine Mutter war eine sehr, sehr glückliche Landesmutter“ – vor allem wegen ihres ehrenamtlichen Engagements bekommen. Zeitweise hatte sie mehr als 20 Schirmherrschaften im sozialen Bereich übernommen, unter anderem für die Lebenshilfe. Jahrelang arbeitete Heidi Adele Albrecht in der St.-Pankratius-Gemeinde und der Landessynode mit.  „St. Pankratius war für sie von großer Bedeutung“, erinnert sich von der Leyen. Wie Burgdorf überhaupt „für meine Eltern zu einer sehr wichtigen Heimat wurde. Es war deshalb sehr schön für meine Mutter, bis zuletzt in dieser Geborgenheit leben zu können.“

Die Tochter, die ebenso wie ihre Mutter und Großmutter sieben Kinder hat, berichtete von Heidi Adele Albrechts Leidenschaft für das Theaterspielen, vorzugsweise mit ihren zahlreichen Enkeln. Sie habe ihr als einzige Tochter aber auch eingestanden, dass sie sich nicht nur als Familienmutter verstehe. Umso ernster hat die promovierte Geisteswissenschaftlerin – sie studierte Germanistik und Kunstgeschichte – ihre Aufgaben als Landesmutter genommen. „Die Ausstellung hat dazu geführt, dass ich in alten Familienunterlagen geblättert und mich intensiv mit meiner Mutter beschäftigt habe“, sagte von der Leyen, die an diesem Nachmittag nicht nur von ihrer Mutter berichtete, sondern bei einem Rundgang durch die Dokumentation auch Zeit für Gespräche mit den Ausstellungsbesuchern hatte. Stets gut bewacht von ihren Sicherheitsbegleiterinnen, die am Eingang der KulturWerkStadt standen. 

Die siebenwöchige Ausstellung ist am Sonntag mit dem Angehörigen-Tag zu Ende gegangen. Denn nicht nur von der Leyen, sondern auch Verwandte der anderen zehn Persönlichkeiten, denen die Präsentation gewidmet war, kamen an diesem Tag zu Wort. „Bei den Angehörigen ist es gut angekommen, dass ihre Verstorbenen auf diese Weise noch einmal gewürdigt werden“, berichtete Marion Brunnecker vom Ausstellungsteam. Brunnecker hat den umfangreichen Bericht über Heidi Adele Albrechts Leben für das Begleitheft zur Ausstellung recherchiert und geschrieben. Gekommen waren Angehörige des Tierarztes Dr. Robert Schüler, der Gründerin der Schauburg Elisabeth Hahne, Heinrich Hoppes, Arthur Schapers, Herbert Meyers und Helfried Wurstmachers. Besonders viele Besucher verzeichneten die Ausstellungsmacher laut Brunnecker an den Osterfeiertagen und „bei der Eröffnung war es voll“.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen erzählt sehr warmherzig von ihrer Mutter Heidi Adele Albrecht, die in der  Ausstellung „Burgdorfer Köpfe“ würdigt wird.

Von Anette Wulf-Dettmer