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Nachrichten Beamtin als Nazi-Schlampe beschimpft
Umland Burgdorf Nachrichten Beamtin als Nazi-Schlampe beschimpft
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00:26 14.05.2018
Immer mehr Bürger vergreifen sich gegenüber Mitarbeitern der Stadtverwaltung im Ton. Die Rathausspitze will sich das nicht länger bieten lassen.. Quelle: Dege
Burgdorf

 Mitarbeiter der Stadt sehen sich zunehmend verbaler Attacken und sogar Bedrohungen von Bürgern ausgesetzt. Mit dem Problem hat sich in dieser Woche der Verwaltungsausschuss der Stadt beschäftigt.

Kommunalpolitiker und Verwaltungsspitze seien sich im zweithöchten Entscheidungsorgan der Stadt einig gewesen, dass dringend gegengesteuert werden müsse, berichtete Bürgermeister Alfred Baxmann aus der jüngsten Sitzung. Dabei sei keineswegs Burgdorf allein betroffen. Nach Baxmanns Darstellung hätten die Nachbarkommunen ganz ähnliche Probleme. Dies hätten ihm die Hauptverwaltungsbeamten aus Uetze, Lehrte und Sehnde bei einem Treffen bestätigt.

Silke Vierke, Leiterin des Hauptamts im Rathaus, berichtete im Verwaltungausschuss von einer Zunahme von kritischen Vorfällen. Vertreter der Stadtverwaltungen hätten bereits an einer Informationsveranstaltung des Präventionsteams der Polizei teilgenommen, um zu erfahren, wie sich das Rathauspersonal vor den Übergriffen schützen kann. Ein erstes Ergebnis sei, dass die Stadt als Dienstherr in künftigen Fällen von Beleidigungen und Bedrohungen Strafanzeige stellen werde. In Vorbereitung sei zudem ein Notfallordner mit Handlungsanweisungen für alle Mitarbeiter. Im Kreise der Abteilungsleiter sei man sich überdies einig, dass die Installation von Notfallknöpfen in allen Dienststellen der Stadtverwaltung wünschenswert sei.

Baxmann bestätigte, dass die Stadtverwaltung für den nächsten Haushaltsplan Geldmittel beantragen werde, um sicherheitstechnisch aufrüsten zu können. Besonders häufig betroffen von verbalen Angriffen seien die angestellten Erzieherinnen in den Kindertagesstätten und Krippen. Er wisse aber auch von einer Beamtin, die während ihres Dienstes von Bürgern lautstark als „Nazischlampe“ beschimpft worden sei, weil sie deren Begehren aus formalen Gründen nicht habe stattgeben können. Auch habe es schon bedrohliche Situationen gegeben, in denen es zu körperlichen Übergriffen gekommen sei. Solche Entgleisungen von Bürgern würden künftig über die jeweiligen Abteilungsleiter dem Justiziar der Stadt gemeldet und konsequent bei der Polizei angezeigt, kündigte Baxmann an.

Von Joachim Dege

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