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Burgdorf Neue Spielzeit bietet Musicals, Dramen und Komödien
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Neue Spielzeit bietet Musicals, Dramen und Komödien

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18:13 29.08.2019
Alle auf einen: In der Musicalkomödie „Elternabend“, mit der die Spielzeit am 27. September eröffnet wird, gehen die Eltern den neuen Erzieher (links) ihrer Kinder hart an. Quelle: Falk von Traubenberg
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Burgdorf

Sein komplettes Gastspiel-Repertoire wird das Theater für Niedersachsen (TfN) in der Spielzeit 2019/2020, die am 27. September beginnt, in Burgdorf aufführen. Erstmals können die Theaterbesucher mit Anton Tschechows „Der Kirschgarten“ sogar eine vorgezogene Premiere für die Saison 2020/21 erleben.

Aula und Foyer werden für einen Abend zum Theater

Für die Gastspiele des TfN gestalten Mitglieder des Verkehrs- und Verschönerungs-Vereins (VVV) die Aula und das Foyer des Gymnasiums Burgdorf am Berliner Ring so, dass Theaterflair entsteht. Zudem packen sie beim Aufbau der Kulissen kräftig mit an. Das alles geschieht ehrenamtlich. „Der Aufbau der Bühne für die Adams Family mit 16 Darstellern und Liveband haben sie zwei Tage gebraucht“, berichtet VVV-Geschäftsführer Gerhard Bleich. Belohnt wird dieser Einsatz mit steigenden Abonnentenzahlen. „Wir verkaufen 350 bis 400 Abos pro Spielzeit“, sagt Bleich. Als der VVV 2006 die Trägerschaft für die Theateraufführungen von der Stadt übernahm, waren es rund 200.

Der Erfolg beflügelt die ehrenamtlichen Helfer

„Das ist eine gute Entwicklung“, sagt Bleich. „Die Leute erkennen, dass sie in Burgdorf hochwertiges Theater bekommen.“ So sitzen laut Bleich in den Zuschauerreihen seit Jahren nicht nur Burgdorfer, sondern Theaterfreunde aus Uetze, Burgwedel, Lehrte, Isernhagen und der Wedemark. „Dieser Erfolg beflügelt auch die Ehrenamtlichen.“

Zu diesem Erfolg trägt gewiss auch der Spielort bei, die Aula des Gymnasiums. Bühne, Beleuchtung und Akustik hat die Stadt in den vergangenen Jahren saniert. „Jetzt arbeiten wird noch an neuen Stühlen“, sagt Bleich.

Für den VVV-Geschäftsführer steht fest, dass „das TfN wieder ein tolles Angebot macht, auch wenn keine Stars dabei sind“. Neun Stücke werden in Burgdorf zu sehen sein. Der Vorhang öffnet sich jeweils um 20 Uhr. Ab 19.30 Uhr bietet das TfN eine kostenlose Einführung in die jeweilige Aufführungen an.

Das ist die Spielzeit 2019/20

Musical „Elternabend“ am 27. September: Die Zuschauer können live miterleben, wie sich aus einem anfangs harmlosen Treffen, in dem sich der neue Erzieher für die Nachmittagsbetreuung der lieben Kleinen vorstellen will, ein heftiger Streit entwickelt und die Eltern alle Regeln eines zivilisierten Miteinanders vergessen. „Schonungslos, ehrlich und unheimlich komisch“, lautet das Urteil von Kritikern über das Stück von Thomas Zaufke (Musik) und Peter Lund (Text).

Schauspiel „Michael Kohlhaas“ am 22. November: Das Stück basiert auf Heinrich von Kleists gleichnamiger Novelle. Der Klassiker erzählt den Weg des Pferdehändlers Michael Kohlhaas von einem gesetzestreuen Bürger zu einem Rebellen, der bis zur Selbstaufgabe um Gerechtigkeit und gegen die Allmacht der Obrigkeit kämpft.

Musical „Company“ am 20. Dezember: Stephen Sondheims Stück hat sechs Tony-Awards – die Oscars der Musikszene – eingeheimst. Das Musical verbindet vor Witz sprühende Dialoge mit fantastischen Songs und dem typischen Sondheim-Sound, der vielen aus „Ab in den Wald“ bekannt sein dürfte.

Drama „Jugend ohne Gott“ am 24. Januar: Kann ein Mensch in einem totalitären Staatssystem seinem Gewissen folgen, ohne dass er sein eigenes Leben gefährdet. Das ist die zentrale Frage des Stücks von Alice Asper, das auf dem gleichnamigen Roman des ungarischen Schriftstellers Ödön von Horváth aus dem Jahr 1937 basiert. Im Mittelpunkt steht ein Gymnasiallehrer, der unter Verleugnung seiner humanistischen Ideale seine Schüler „moralisch zum Krieg“ erziehen muss. Nach dem Mord an einem Schüler muss er sich entscheiden, ob er weiterhin schweigt und sich anpasst, oder die Wahrheit sagt und damit sich selbst in Gefahr bringt.

Schauspiel „Pera Palas“: Eine der drei Geschichten dreht sich um eine Schriftstellerin, die in den 1930er-Jahren in dem Grandhotel absteigt. Quelle: Theater für Niedersachsen

Schauspiel „Pera Palas“ am 21. Februar: Das Pera Palas ist ein berühmtes historisches Grandhotel in Istanbul. Der türkische Schriftsteller Sinan Ünel wählt es für sein gleichnamiges Stück als Schauplatz für drei geschickt ineinander verwobene Geschichten um eine britische Schriftstellerin, einen junge amerikanische Lehrerin und einen homosexuellen Türken.

„Die Waisen“: Kann Helen (links) ihrem vorbestraften Bruder Liam glauben? Quelle: Theater für Niedersachsen

Schauspiel „Waisen“ am 24. April: Dennis Keller hat für sein spannendes und mit rasanten Dialogen aufwartenden Stücks etliche Preise bekommen. Die Zuschauer dürfen sich auf ein wie ein Krimi ablaufendes Bühnenspektakel freuen. Eigentlich wollen sich Helen und Danny einen romantischen Abend machen, als plötzlich Helens Bruder Liam blutüberströmt ins Zimmer stürzt. Der vorbestrafte Liam versichert, dass er einem gerade niedergestochenen Jungen geholfen haben. Trotz der zunehmend widersprüchlichen Äußerungen Liams lässt Danny sich Helen zu Liebe überreden, seinen Schwager zu schützen – und verstrickt sich in ein Geflecht aus Halbwahrheiten, Lügen und Liebe.

Komödie „Ich habe Bryan Adams geschreddert“ am 8. Mai: In Oliver Bukowskis Stück, das er selbst als Mittelstandskomödie bezeichnet, geht es um eine Firma, in der betriebsbedingte Kündigungen anstehen und sich alle Mitarbeiter um ihre Zukunft sorgen. In dieser angespannten Situation lädt der Chef zu einer Grillparty in seinen Garten ein. Die Situation eskaliert, als ein gerade geschasster Mitarbeiter vor der Tür steht.

„Ich habe Bryan Adams geschreddert“: Die bitterböse Komödie um eine Party, die der Chef für seine von Entlassung bedrohten Mitarbeiter gibt, könnte ein böses Ende haben. Quelle: Theater für Niedersachsen

Tragikomödie „Der Kirschgarten“ am 12. Juni. Das 1904 uraufgeführte Stück des russischen Dramatikers Anton Tschechow erzählt vom drohenden Verlust eines mit Erinnerungen und Emotionen aufgeladenen Sehnsuchtsorts. Die Gutsbesitzerin Ranjewskaja steht vor dem Ruin, nur der Verkauf des Gartens könnte sie retten. Doch empört weist sie das Kaufangebot des Sohnes eines ehemaligen Leibeigenen der Familie zurück. Sie ignoriert den beginnenden gesellschaftlichen Umbruch und hält an ihrem alten Lebensstil fest – bis es zu spät ist.

Theaterbesuch: Zur Auswahl stehen vier Abo-Kategorien

Für die Aufführungen des TfN im Theater am Berliner Ring können Karten im Vorverkauf erworben werden. Der VVV bietet in seiner Geschäftsstelle an der Braunschweiger Straße 2, Telefon (05136) 1862, neben Karten für einzelne Vorstellungen auch Abonnements an. Zur Auswahl stehen vier Kategorien:

Das Abo Marathon umfasst alle acht Vorstellungen, es kostet 95 bis 128 Euro. Der Preis ist abhängig vom jeweiligen Sitzplatz.

Beim Wahl-Abo können die Theaterfreunde sich fünf Vorstellungen aussuchen; Preis: 73,70 bis 90 Euro.

Das Abo Classico bietet vier Vorstellungen von klassischen Stücken; Preis 47.50 bis 64 Euro.

Das Abo Light Action ist für Theaterbesucher gedacht, die Bühnenstücke der leichten Muse bevorzugen, beispielsweise Musicals. Es kostet 47,50 bis 64 Euro.

Von Anette Wulf-Dettmer

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