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Burgdorf Sozialverband berät knapp 8000 Mitglieder
Umland Burgdorf Sozialverband berät knapp 8000 Mitglieder
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16:55 28.01.2019
Matthias Muik leitet seit Oktober die Geschäftsstelle des Sozialverbandes an der Wilhelmstraße. Quelle: Antje Bismark
Burgdorf/Lehrte/Sehnde/Uetze

Gut 7600 Mitglieder in 13 Ortsverband zählt der Sozialverband in seinem Kreis, zu dem neben Burgdorf auch Lehrte, Sehnde und Uetze gehören. Um ihre Belange kümmert sich die Geschäftsstelle an der Wilhelmstraße – seit Oktober 2018 mit Matthias Muik als Geschäftsführer. Er und seine drei Kolleginnen bearbeiten gut 1000 Antrags- und Widerspruchsverfahren, hinzu kommen mehr als 800 Beratungen. Tendenz steigend, weiß Muik aus seiner beruflichen Erfahrung.

Pflegegrad, Schwerbehinderung, Erwerbsminderung sind die Themen

Der Jurist mit dem Schwerpunkt Arbeitsrecht hatte bereits vor etwa zwei Jahren in Burgdorf gearbeitet, ehe er für den Sozialverband die Ratsuchenden in Northeim betreute. Dort wie hier wachse der Bedarf von Betroffenen, sich beraten zu lassen, wenn Behörden den Antrag auf Schwerbehinderung nicht genehmigen oder eine Rehabilitation ablehnen. Beide Themen, hat Muik festgestellt, nehmen einen großen Raum bei den Beratungen ein. Gefragt sei die professionelle Hilfe aber auch bei Fragen zur Erwerbsminderungsrente oder bei Angehörigen und Menschen, die aufgrund einer Erkrankung einen höheren Pflegegrad einfordern als diagnostiziert wurde. „Die Probleme sind vielschichtig, und eigentlich ist jeder Fall ein Einzelfall“, sagt der Geschäftsführer, der seit seinem Amtsantritt an einem Netzwerk in den vier Kommunen arbeitet.

Dazu zählt er nicht nur die Vorträge bei den Ortsverbänden zu bestimmten Themen wie er Mütterrente. Dazu zählt er vielmehr auch die Gespräche mit dem Senioren- und Pflegestützpunkt oder anderen Institutionen. „Ich kann weder eine Haushaltshilfe oder ein Pflegeheim empfehlen, aber ich kenne jemanden, der genau dafür die richtige Beratung bietet“, beschreibt er seine Arbeit in dem Netzwerk. Das sei auch aus einem anderen Grund wichtig für ihn und seine Kolleginnen: „Unsere Beratungen bringen uns mitunter an die Grenzen.“

Wartezeit auf erstes Gespräch beträgt vier Wochen

Das gelte für körperliche Erkrankungen ebenso wie für seelische. „Die Zahl der Betroffenen steigt rasant, vor allem wegen der Dauerbelastung und weil sie sich trauen, darüber zu sprechen“, sagt Muik. Er beobachtet zudem insbesondere bei älteren Menschen und jenen mit einem sehr geringen Einkommen, dass sie zunehmend vereinsamen. „Sie halten höchste Disziplin bei ihren Ausgaben und gehen nicht mehr raus“, sagt er und sieht die Lösung dieses Konflikts als eine wesentliche Aufgabe der Sozialverbände, der Politik und der Kommunen in den nächsten Jahren.

Etwa vier Wochen beträgt die Wartezeit auf einen Gesprächstermin, den auch Nicht-Mitglieder wahrnehmen können. Das gelingt nur, weil der Landesverband längst die digitale Infrastruktur der Terminvergabe übernommen hat. „Damit können wir uns komplett auf die Beratung konzentrieren, ohne von Telefonaten unterbrochen zu werden“, sagt der Geschäftsführer – der in den nächsten Jahren mit einem weiteren Anstieg der Widerspruchsverfahren und Klagen rechnet.

Von Antje Bismark

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