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Burgdorf Stadtsparkasse verdient nach wie vor Geld
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Stadtsparkasse Burgdorf verdient nach wie vor Geld

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06:00 12.08.2019
Die Stadtsparkasse Burgdorf im Schatten der St.-Pankratius-Kirche glaubt an ihre Zukunftsfähigkeit auch in Zeiten der Digitalisierung und historisch niedriger Zinsen. Quelle: Joachim Dege
Burgdorf

Dass der Vorstand der Stadtsparkasse Burgdorf trotz anhaltend niedriger Zinsen und der Herausforderungen im Zuge der Digitalisierung von Geldgeschäften an die eigene Zukunft glaubt, zeigt nicht nur die im vergangenen Jahr auf Hochglanz polierte Fachwerkfassade des kleinen Bankhauses an der Marktstraße. Das auf Burgdorf und seine Ortsteile fokussierte Kreditinstitut, dessen Träger die Stadt ist, weist in ihrem jetzt vorliegenden Abschluss für das Geschäftsjahr 2018 erneut einen Bilanzgewinn von 400.000 Euro aus.

Stadtsparkasse Burgdorf zahlt mehr als 1 Million Euro Steuern

Der tatsächlich erwirtschaftete Gewinn freilich liegt höher. Er betrug im zurückliegenden Jahr 1,546 Millionen Euro. Darauf zahlte die Bank 1,012 Millionen Euro Steuern an das Finanzamt. Weitere 105.000 Euro legte der Vorstand auf die hohe Kante, womit sich die Sicherheitsrücklage nunmehr auf 27,1 Millionen Euro summiert. Damit erreichte die Stadtsparkasse exakt den Bilanzgewinn des Vorjahres.

Kredite sind das Hauptgeschäft der Bank

Die Kunden des mittlerweile 65 Jahre alten Bankhauses mit seinen zuletzt 83 Mitarbeitern im Haupthaus und fünf Selbstbedienungsgeschäftsstellen an der Norderneystraße, der Weserstraße, in Ehlershausen, am Rubensplatz und an der Uetzer Straße sind Privatpersonen sowie kleine und mittlere Unternehmen, die meisten davon aus Burgdorf, einige auch aus Lehrte und Burgwedel.

Den größten Brocken am Geschäftsvolumen von 418 Millionen Euro machten im vergangenen Jahr einmal mehr die Kundenkredite aus. Die beliefen sich vergangenes Jahr auf 260,1 Millionen Euro, was einer Steigerung um fast 15 Prozent entspricht. Gewerbliche Kunden liehen sich 124,3 Millionen Euro, Privatpersonen 123,7 Millionen Euro.

Rückläufig war das Geschäft mit Wertpapierverkäufen. Dort kam die Stadtsparkasse zuletzt nur noch auf einen Umsatz von 14,5 Millionen Euro nach 16,2 Millionen Euro im Jahr zuvor. Deutlich sanken auch Käufe von Investmentfonds auf zuletzt 7,8 Millionen Euro nach 11,8 Millionen Euro im Vorjahr. Und auch beim Absatz von Sach- und Lebensversicherungen ging der Umsatz zurück. Demgegenüber stiegen die Kundeneinlagen kräftig an. Als sogenannte Verbindlichkeiten gegenüber den Kunden standen Ende 2018 308,6 Millionen Euro in den Büchern und somit fast 10 Prozent mehr als 2017. Allein die Sparer legten bei der Stadtsparkasse 101,8 Millionen Euro an.

Der Verwaltungsrat, an dessen Spitze Bürgermeister Alfred Baxmann steht, hat dem Vorstand des Instituts bereits Mitte Juni Entlastung erteilt. Nun muss auch noch der Rat der Stadt grünes Licht geben für den Jahresabschluss. Dies soll am 12. September geschehen. 50.000 Euro will die Stadtsparkasse mit Zustimmung des Verwaltungsrats ausschütten – als Sponsor für soziale Zwecke und Kulturaktivitäten in der Stadt.

Der Vorstand mit Heiko Nebel an der Spitze und Thomas Lüer an seiner Seite sieht optimistisch in die Zukunft. Zwar werde ein lang anhaltendes Niedrigzinsumfeld tendenziell zu Ertragsrückgängen führen, so glauben beide. Dem begegne die Stadtsparkasse aber mit der Aufnahme neuer Geschäftsfelder und Ausweitung des Provisionsertrags. „Aus diesem Grund ist der Bestand unserer Stadtsparkasse nicht gefährdet“, heißt es im Jahresabschluss.

Erträge aus Dienstleistungsgeschäft sollen deutlich wachsen

Mit Blick auf die Wirtschaftsentwicklung in der Region erwartet der Vorstand für das nächste Jahr ein Kreditwachstum von 5,4 Prozent. Dafür sollen in erster Linie private und gewerbliche Immobilienfinanzierungen sorgen. Außerdem rechnet die Bank mit deutlich steigenden Erträgen aus dem Dienstleistungsgeschäft, also Provisionen aus dem Verkauf von Versicherungen, Immobilien, Bausparverträgen und neuen Produkten im sogenannten Giroverkehr (bargeldloses Bezahlen). Für das laufende Geschäftsjahr 2019 geht das Tandem Nebel/Lüer deshalb von „einem Jahresabschluss deutlich über dem Vorjahresniveau“ aus.

Die Zukunftsfestigkeit sichern soll obendrein eine Neuausrichtung der Vertriebsstruktur. Die Zauberformel besteht aus den drei Buchstaben DBC. Diese stehen für ein Digitales Beratungscenter, das die Stadtsparkasse aufbaut: „Hiermit begegnen wir den Herausforderungen aus der Digitalisierung des Bankgeschäfts, um die Kunden langfristig an uns zu binden“, so Nebel und Lüer.

Von Joachim Dege

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