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Burgdorf Naturschutzbund ruft zum Insektenzählen auf
Umland Burgdorf

Uetze-Burgdorf-Lehrte: Naturschutzbund ruft zum Insektenzählen auf

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00:17 10.06.2019
Tagpfauenauge auf Futtersuche in einer Silberdistel. Quelle: Bernd Moßmann
Uetze/Burgdorf/Lehrte

Der Naturschutzbund (Nabu) lässt bundesweit von den Bürgern nicht nur die Gartenvögel im Winter und Frühling zählen, sondern bittet auch zur Zählaktion für Insekten. „Anders als bei der Stunde der Gartenvögel darf beim Insektensommer nicht nur im Siedlungsraum, sondern überall in der Natur nach Insekten Ausschau gehalten werden“, erklärt Margret Schäfer vom örtlichen Nabu. Gezählt werden die Insekten einmal im späten Frühjahr und einmal im Spätsommer. Das Frühlingszählen läuft bereits und endet am Pfingstsonntag, 9. Juni. Das zweite Mal sollen die Insekten in der Zeit vom 2. bis 11. August erfasst werden. „Ziel der Aktion ist es, ein deutschlandweit möglichst genaues Bild von der Welt der Insekten in den Städten und ländlichen Regionen zu bekommen“, sagt Schäfer.

Tagpfauenauge, Admiral und Steinhummel im Fokus

Ein Steinhummel labt sich am Nektar der Rotkleeblüte. Quelle: Nabu (Helge May)

Gemeldet werden sollen laut Schäfer alle Insekten, die innerhalb einer Stunde in einem begrenzten Beobachtungsplatz gesehen werden. Da die Insektenwelt sehr vielfältig sei, gebe es für die beiden Zählzeiträume acht sogenannte Kernarten. „Nach diesen soll auf jeden Fall Ausschau gehalten werden“, erklärt Schäfer. Jetzt im Juni sind das unter anderem die beiden Schmetterlingsarten Tagpfauenauge und Admiral, die Steinhummel, Asiatischer Marienkäfer, Hainschwebfliege, Lederwanze, Blutzikade und Gemeine Florfliege. Im August stehen im Fokus: Schwalbenschwanz, Kleiner Fuchs, Ackerhummel, Blaue Holzbiene, Siebenpunkt-Marienkäfer, Streifenwanze, Blaugrüne Mosaiklibelle und Grünes Heupferd.

Mit Becherlupe auf Erkundungstour

An der Auswahl der Kernarten ist zu erkennen, dass nicht nur die fliegenden Insekten von Interesse sind. Denn auch die Krabbler sind wichtig für eine intakte Natur. Weil diese Tierchen nicht leicht zu entdecken, geschweige denn zu bestimmen sind, hat der Nabu Tipps für die Freizeitforscher: „Nehmen Sie ruhig eine Lupe zur Hand und gehen Sie auf Erkundungstour, so sind die kleinen Krabbeltiere einfacher zu entdecken. Auch Becherlupen sind gut geeignet.“ Wichtig sei nur, dass die Insekten nach der Bestimmung wieder unversehrt in die Freiheit entlassen werden – an dem Ort, wo sie gefunden wurden.

Ein Admiral auf einem Wasserdoststrauch. Quelle: Bernd Moßmann

Besonders gut zählt es sich an einem windstillen Sonnentag

Der optimale Tag, um viele Insekten zu sehen, sei ein sonniger, warmer, trockener und windstiller Tag, erklärt der Nabu und rät: „Schauen Sie deshalb ruhig einmal in die Blumentöpfe, an Bäumen oder unter Steinen nach. Insekten leben und lieben ihren Mikrokosmos, auch wenn Fluginsekten weite Strecken zurücklegen können.“

Wer mitzählen will, findet die Details der Aktion sowie die Meldeformulare unter www.nabu.de/Insektensommer im Internet.

Von Anette Wulf-Dettmer

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