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Burgdorf Für Fische wird das Wasser knapp
Umland Burgdorf Für Fische wird das Wasser knapp
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13:09 09.07.2018
Im sandigen Flussbett der Fuhse - wie hier in der Herrschaft - versickert Wasser. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Uetze/Burgdorf

Droht ein Fischsterben in Fuhse und Erse? Damit die Fische in den Flüssen überleben können, muss es länger regnen, damit der Wasserstand wieder steigt. Am Pegel bei Wathlingen (Landkreis Celle) hat der Wasserstand der Fuhse fast einen historischen Tiefstwert erreicht. Am Montag um 11 Uhr betrug der Pegelstand 28 Zentimeter. „Der niedrigste je gemessene Wasserstand lag da bei 25 Zentimetern“, sagt Steffen Hipp, Verbandsingenieur des Unterhaltungsverbands Fuhse-Aue-Erse.

Obwohl die Kläranlagen bereits Wasser in die Fuhse einleiteten, nehme der Wasserstand des Flusses zwischen Peine und Wathlingen ab. Im sandigen Flussbett versickere wegen des niedrigen Grundwasserstands Fuhsewasser. „Im Bereich Uetze haben wir größtenteils Sandböden“, gibt Hipp zu bedenken. Bei weiter sinkendem Pegelstand bestehe dort die Gefahr, dass die Fische sterben. Im Oberlauf sei der Wasserverlust wegen der dortigen ton- und lehmhaltigen Untergrunds geringer.

Die Erse führt führt bei Eltze wenig Wasser. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Wenig Wasser führt auch die Erse in der Gemeinde Uetze. Hipp schätzt, dass der Wasserstand der Erse in Eltze bei nur noch zehn Zentimetern liegt. Keine Sorge hat der Verbandsingenieur wegen des Wassers in der Burgdorfer Aue. Das Kraftwerk Mehrung leitet Kühlwasser ein. Außerdem wird dem Mittellandkanal Wasser entnommen, damit die Einleitungsparameter eingehalten werden. Hingegen sind der Hechtgraben zwischen Otze und der Neuen Aue sowie der Seebeck fast gänzlich ausgetrocknet.

Der Seebeck ist bereits ausgetrocknet. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

„Der Wald ist trocken“, stellt Revierförster Thomas Behling fest. Aber die Situation sei im Burgdorfer Holz und im Beerbusch bezüglich der Kulturflächen noch nicht dramatisch. Im Frühjahr hat Behling auf acht Hektar Buchen und Douglasien gepflanzt. „Einzelne junge Buchen lassen Blätter hängen“, hat der Förster beobachtet. Douglasien seien nicht so witterungsanfällig wie Buchen und kämen besser mit der Trockenheit zurecht.

Bei anhaltendem Wassermangel würden die Borkenkäfer im Burgdorfer Holz und im Beerbusch zum Problem, sagt Behling. Sie fänden nach dem Windwurf der Stürme Xavier und Herwart im Herbst und bei der jetzigen Dürre gute Bedingungen. Claudia Wolff, Pressesprecherin der Niedersächsischen Landesforsten, wünscht sich auch wegen der derzeitig hohen Waldbrandgefahr Regen. Sie befürchtet, dass der Regen nicht ausreichen wird, um die Waldbrandgefahr wesentlich zu verringern, und dass es nicht flächendeckend regnet.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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