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Burgwedel Besatzung eines Hubschraubers entdeckt großen Waldbrand
Umland Burgwedel

Burgdorf: Hubschrauberbesatzung entdeckt Waldbrand

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13:57 26.07.2019
Die Besatzung vom Rettungshubschrauber Christoph 4 hat am Donnerstagabend einen Waldbrand entdeckt. Quelle: Archiv
Ramlingen-Ehlershausen/Engensen

Einen großen Waldbrand hat am Donnerstagabend die aufmerksame Besatzung vom Rettungshubschrauber Christoph 4 verhindert: Die Retter überflogen gegen 17 Uhr den Wald zwischen Ramlingen-Ehlershausen und entdeckten eine Rauchsäule. Sie alarmierten sofort die Rettungsleitstelle, die wiederum die Ortsfeuerwehr – deren Einsatzkräfte rückten nicht nur am Donnerstag, sondern auch am Freitag aus. „Einige Glutnester sind wieder aufgeflammt“, sagt Stadtbrandmeister Dennis Frederic Heuer.

Der Hubschrauber flog offenbar gerade Richtung Hannover. Dabei bemerkten die Insassen den Rauch und lösten die Alarmkette aus. Nach Aussage Heuers fuhren die Ortsfeuerwehren Ramlingen und Ehlershausen sowie Otze zu dem beschrieben Brandort. „Bei der Anfahrt konnten wir noch die Rauchsäule sehen, doch am Wald selbst konnten wir den Brand nicht mehr lokalisieren.“ Lediglich deutlichen Brandgeruch nahmen die Feuerwehrleute wahr – ganz ähnlich dem von Holzkohle oder Osterfeuer, wie Heuer sagt.

Suche nach Brandherd dauert eine Stunde

Seinen Angaben zufolge suchten die Retter systematisch das Waldgebiet ab, unterstützt von Feuerwehrleuten aus Engensen und Wettmar. Etwa eine Stunde dauerte die Suche, dann entdeckten die Brandbekämpfer das Feuer, das sich auf etwa 400 Quadratmeter erstreckte, rund 100 Meter entfernt vom alten Postweg im Wald. Er verbindet in der Verlängerung die Alte Heerstraße in Ehlershausen mit dem Lahberg in Engensen.

„Wenn die Hubschrauberbesatzung die Rauchsäule nicht gesehen und gemeldet hätten, hätten wir Probleme mit einem größeren Waldbrand bekommen können“, sagt Heuer mit Blick auf die Abgeschiedenheit. Denn der Boden und die Pflanzen seien total ausgetrocknet, zudem stünden dort vor allem Nadelbäume, die wegen des Harzes schnell Feuer fingen. Um die Suche zu verkürzen, habe die Feuerwehr auch Kontakt zu dem Segelfliegern in Ehlershausen aufgenommen. „Die konnten wegen der fehlenden Thermik aber nicht aufsteigen“, sagt Heuer.

Feuer flammt am Freitag wieder auf

Besonders die Hitze machte den Einsatzkräften zu schaffen: Sie mussten mit schweren Stiefeln und dicken Hosen das Gebiet erkunden, wie Heuer sagt. Lediglich die Jacken konnten sie ausziehen. Unmittelbar nach der Lokalisierung des Feuers fuhren einige Ramlinger zurück zur Wache und holten Getränke für die Brandbekämpfer. Bis 19.30 Uhr dauerte der Einsatz zunächst am Donnerstag, etwa 1000 Quadratmeter Wald fielen den Flammen zum Opfer. An den Löscharbeiten waren 58 Feuerwehrleute mit elf Fahrzeugen beteiligt. Noch am Abend untersuchten Brandermittler das Gebiet, die Brandursache steht bislang ebenso wenig fest wie die Schadenshöhe.

Noch am Donnerstag mussten die Brandbekämpfer immer wieder nachlöschen, weil Glutnester sich entzündeten. Bei einer Kontrolle am Freitag gegen 10 Uhr entdeckte ein Feuerwehrmann, dass der Brand erneut aufgeflammt war. Deshalb rückten die Einsatzkräfte aus Ramlingen und Ehlershausen ein weiteres Mal aus – es ist nicht das letzte an diesem Freitag, wie Heuer sagt. „Wir müssen wässern, weil der Boden so trocken ist, allerdings nimmt die Erde die Feuchtigkeit wegen der Trockenheit kaum auf.“

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