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Burgwedel 500 iPads für Schüler und Lehrer
Umland Burgwedel 500 iPads für Schüler und Lehrer
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15:11 08.04.2019
Plant die digitale Zukunft von Burgwedels Schulen: der städtische EDV-Experte Steffen Plapper hat den Medienentwicklungsplan für Burgwedel mitentwickelt. Quelle: Thomas Oberdorfer
Burgwedel

 Auf diese Entscheidung haben die Burgwedeler Schulleiter und der städtische EDV-Experte Steffen Plapper lange hingearbeitet: Der Schulausschuss verabschiedete jetzt den Medienentwicklungsplan für die sieben Burgwedeler Schulen – und das einstimmig. Damit ist der Weg zum Einsatz von iPads an den Schulen (fast) frei. Es fehlen noch die Zustimmungen aus dem Verwaltungsausschuss und dem Rat. In beiden Gremien steht das Thema jeweils in der kommenden Sitzung auf der Tagesordnung.

Schulleiter und EDV-Experte erstellen Medienentwicklungsplan

Vor gut drei Jahren haben sich die Burgwedeler Schulleiter und EDV-Experte Plapper erstmals getroffen, um über die Ausstattung der Schulen zu sprechen. Herausgekommen ist nach vielen Sitzungen ein detaillierter Plan, wie die neuen Medien sowohl am Gymnasium, als auch an der IGS und den Grundschulen in den Unterricht integriert werden sollen. „Diese Technik gibt uns ganz neue Möglichkeiten“, sagt Robert Baberske, Rektor des Großburgwedeler Gymnasiums „Und zwar in fast allen Fächern.“

500 iPads für Lehrer und Schüler

Bis es soweit ist, wird es aber noch einige Zeit dauern. Ende nächsten Jahres soll der Medienentwicklungsplan umgesetzt sein, geplant ist das in fünf Schritten. Die erste Phase wird noch in den Osterferien abgeschlossen sein. Dann werden alle sieben Burgwedeler Schulen über ein professionelles WLAN-Netz verfügen. Im nächsten Schritt wird an den Grundschulen die Schulorganisationssoftware „iServ“ eingeführt. Die ersten iPads werden im dritten Schritt angeschafft. Ende diesen oder zu Beginn des kommenden Jahres erhalten alle Lehrer einen der kleinen Tablet-Computer. In der vierten Phase ist die Ausstattung der Klassenräume mit digitalen, beziehungsweise interaktiven Tafeln geplant. Für die Grundschulen sollen mobile Beamer angeschafft werden. Im letzten Schritt werden dann für die Schulen mehrere iPad-Klassensätze angeschafft. Rechnet man die iPads von Lehrern und Schülern zusammen, dann plant die Stadt die Anschaffung von rund 500 dieser Geräte. Dazu kommen noch 40 Notebooks, 30 Dokumentenkameras, 20 interaktive und 20 digitale Tafeln sowie ein Server je Schule.

Aber auch das muss dann noch nicht das Ende der Entwicklung sein. „Am besten wäre es natürlich, wenn wir für jeden Schüler ein eigenes iPad hätten“, sagt Plapper, ergänzt aber sogleich, das ist „wirtschaftlich gesehen derzeit noch utopisch.“ Sein Nahziel: „Wir wollen jetzt erst einmal mit dem Einsatz der Geräte beginnen und Erfahrungen sammeln.“

650.000 Euro für das Projekt veranschlagt

Dass die Umsetzung des Medienentwicklungsplanes am Ende nun doch etwas länger dauert als ursprünglich geplant, hat zumindest für die Burgwedeler Stadtkasse einen durchaus positiven Nebeneffekt. Zwischenzeitlich hat der Bund seinen „DigitalPakt Schule“ verabschiedet. Je Bildungseinrichtung kann die Stadt nun auf einen Zuschuss von 30.000 Euro hoffen. Macht unterm Strich eine Förderung von zusammen 210.000 Euro. Bei einer geplanten Investitionssumme von rund 650.000 Euro für die kommenden Jahre eine durchaus spürbare Unterstützung aus dem Bundeshaushalt.

Stadt soll 1,5 zusätzliche Stellen erhalten

Und noch eine richtungsweisende Empfehlung gab der Schulausschuss: Für die Einführung und spätere Betreuung der neuen digitalen Geräte soll die Stadtverwaltung 1,5 zusätzliche Stellen bekommen.

Von Thomas Oberdorfer

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