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Burgwedel Ausprobiert: So leicht lässt sich das Kartenspiel Bridge lernen
Umland Burgwedel

Burgwedel: Anfängerkurs für Bridge in der Seniorenbegegnungsstätte gestartet

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17:23 18.10.2019
Während der Bridge-Partie muss Laura Beigel viel Konzentration aufbringen. Quelle: privat
Burgwedel

Maumau, Doppelkopf, Skat oder Rommé – diese und andere Kartenspiel-Klassiker haben nie großes Interesse bei mir geweckt. Unter anderem weil sie mir immer ziemlich kompliziert erschienen, wenn ich die seitenlangen Spielanleitungen durchblätterte. Umso skeptischer bin ich, als ich erfahre, dass ich den Bridge-Anfängerkurs in der Seniorenbegegnungsstätte an der Gartenstraße in Großburgwedel ausprobieren soll. Aber einen Versuch ist es wert. Also her mit den Karten.

Bridge ist „ein Partnerschaftsspiel“

Mit zwölf weiteren Teilnehmern soll ich in zwei Stunden erste Grundlagen des englischen Kartenspiels erlernen. „Bridge ist ein Spiel für alle, die gerne logisch denken“, sagt mir unsere Kursleiterin Barbara Wübbels. Seit 28 Jahren spielt sie Bridge und hat 1995/96 ihre Ausbildung zur Bridge-Lehrerin absolviert. Inzwischen ist sie zudem die Vorsitzende des Bridge-Treffs in Großburgwedel, der mehr als 100 Mitglieder hat.

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„Bridge ist ein Partnerschaftsspiel“, zeigt Wübbels gleich zu Beginn des Kurses auf. Damit fühle ich mich schon ein wenig sicherer und weiß, dass ich zumindest nicht ganz auf mich alleine gestellt zu den Karten greifen muss. Dann fallen auf einmal Fachbegriffe wie Stiche oder Trümpfe. Um sicherzugehen, dass alle ihren Ausführungen folgen können, fragt Wübbels: „Sind Sie alle mit den Wörtern vertraut? Haben Sie alle schon Erfahrungen mit Kartenspielen?“ Um mich herum nicken zwölf Köpfe stumm. Schneller als gedacht ist, meine Sicherheit wieder verschwunden und klar, dass ich die Einzige bin, die mit Spielkarten bisher nur Türme gebaut hat.

Zuerst werden Figur- und Längenpunkte gezählt

Zum Glück sind Barbara Wübbels Erklärungen sehr gut nachvollziehbar, sodass ich mich nicht als Laie zu erkennen geben muss – obwohl sie es mir wahrscheinlich durchaus anmerkt. Nachdem Wübbels erste Grundlagen an einer Tafel mit XL-Spielkarten vermittelt hat, heißt es dann: „Jetzt sind Sie dran!“ An jedem der vier Tische verteilt sie ein Kartendeck, das für Einsteiger konzipiert ist. Die Karten sind also schon so gemischt, dass einfache Spielkonstellationen möglich sind.

An einer Tafel und mit XL-Karten vermittelt Barbara Wübbels die Grundlagen des Kartenspiels. Quelle: Laura Beigel

Ich spiele zusammen mit Ditta Fricke, Sigrid Meldau und Sibylle Mahlstede. Letztere wird meine Teamkollegin und verteilt die Karten. Zwei Asse, zwei Könige, eine Dame, einen Buben, der Rest sind Zahlenkarten, die ich in der Hand halte. Kein schlechtes Blatt, das mir der Zufall beschert hat, denke ich. Als Erstes zähle ich die Figuren- und Längenpunkte meiner Karten zusammen. Das Ergebnis: 17 Punkte. Prüfend schaut Barbara Wübbels uns über die Schultern, zählt ebenfalls die Punkte nach und kommt glücklicherweise auf das gleiche Ergebnis wie ich.

Schnell setzt der Spaß am Bridge-Spiel ein

„Das heißt, Sie eröffnen jetzt die Partie, Frau Beigel“, sagt Wübbels. Ich blicke auf die Karten in meiner Hand. Irgendwie sieht jetzt alles ganz anders aus als auf der Tafel. Wahllos lege ich das Pik-Ass in die Mitte, ohne genau zu wissen, ob das ein geschickter Spielzug ist. Erleichtert bemerke ich, dass sich auch meine Mitspielerinnen erst einmal mit Bridge vertraut machen müssen.

Das Hauptelement von Bridge: 52 Spielkarten mit unterschiedlichen Farben. Quelle: Laura Beigel

Am Ende siegen Sibylle Mahlstede und ich nur knapp mit sieben zu sechs Stichen. Wübbels gibt uns noch einige Ratschläge, dann folgt die zweite Partie. Allmählich fühle ich mich sicherer und bekomme Spaß am Bridge. Auch in der zweiten Runde gewinnen wir mit sieben zu sechs. Beim dritten Spiel machen Mahlstede und ich sogar elf Stiche.

Strategisches Denken ist die größte Schwierigkeit

Trotzdem merke ich, dass es zum Bridgespielen viel Übung und Konzentration braucht. Schließlich muss ein Spieler nicht nur sein eigenes Deck richtig einschätzen und spielen können, sondern auch berücksichtigen, welche Karten das gegnerische Team noch besitzt. Sich in die anderen Spieler hineinzuversetzen und strategisch zu denken, das sind die größte Schwierigkeit beim Bridge. Und: Wir kennen noch nicht das ganze Spiel. Das Reizen fehlt noch komplett, wie ich später erfahre. Nicht ohne Grund lautet deshalb die Devise von Kursleiterin Barbara Wübbels: „Bridge lernt man sein Leben lang.“ Mal schauen, wann ich wieder zu den Karten greife.

Der Bridge-Treff Großburgwedel spielt jeweils montags ab 18 Uhr im Wohnpark an der Fuhrberger Straße 2, mittwochs ab 14.30 Uhr in der Seniorenbegegnungsstätte an der Gartenstraße 8 sowie donnerstags ab 14.30 Uhr im Restaurant am Springhorstsee. Interessenten sind willkommen.

Von Laura Beigel

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