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Burgwedel Auf Pokémon-Jagd im Amtspark
Umland Burgwedel

Burgwedel: Auf Pokémon-Jagd im Amtspark Großburgwedel

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00:17 23.05.2019
Erwischt: David freut sich zusammen mit Mutter Sonja über ein „Shiny“-Flemmli. Quelle: Thomas Oberdorfer
Großburgwedel

 „Ja, ja, ja.“ Aufgeregt springt der siebenjährige David auf und präsentiert voller Stolz Mama Sonja seinen neuesten Fang – das Pokémon Flemmli und noch dazu in der schillernden „Shiny“-Version. Zusammen mit anderen Spielern sind die beiden am Sonntagnachmittag im Großburgwedeler Amtspark unterwegs, zeitgleich mit Millionen Pokémon-Go-Spielern rund um den Erdball. Und alle zusammen sind sie mit ihren Mobiltelefonen auf der Jagd nach diesem kleinen virtuellen Monster.

Seit drei Jahren auf der Jagd nach Pokémons

Vor knapp drei Jahren hat das ehemalige Konsolen- beziehungsweise Kartenspiel den Sprung auf moderne Handys geschafft. So auch in Großburgwedel. Anfangs gab es auch dort einen Hype um das neue Spiel. Der schwächte sich im Laufe der Jahre ein wenig ab – doch mittlerweile sind mehr Spieler denn je unterwegs auf der Jagd nach den kleinen Monstern. Einer von ihnen ist Benny. Er gehört zu den Pokémon-Spielern der ersten Stunde in Großburgwedel. „Ich bin seit 2016 dabei“, erzählt er.

Benny freut sich über ein „Shiny“-Flemmli. Quelle: Thomas Oberdorfer

Benny ist jeden Tag unterwegs – rund um Von-Alten-Straße und Amtspark, denn dort gibt es viele Pokémons zu fangen. Außerdem stehen in der Innenstadt die meisten Arenen – in ihnen kann man gegen die Pokémons von anderen Spielern antreten oder gegen ganz besondere Monster kämpfen und diese dann anschließend fangen. Und: Auch die Dichte der Pokéstops ist in der City besonders hoch. „Die braucht man, um sich mit wichtigen Gegenständen für das Spiel neu auszurüsten“, erklärt er.

Zum Community-Day extra nach Großburgwedel gekommen

Benny ist nicht allein unterwegs, vier weitere Spieler begleiten den 34-Jährigen – auch das ist ein Merkmal des Spiels. Kaum einer ist allein auf der Jagd. Zu zweit, zu dritt oder in noch größeren Gruppen streifen sie durch die Von-Alten-Straße. Den Blick dabei zumeist auf die kleinen Handys gerichtet, schließlich wollen sie keine Pokémons verpassen. „Da müssen wir uns dann manchmal schon ein paar Kommentare von Spaziergängern anhören“, erzählt Mike, der aus einem kleinen Dorf extra zum Community-Day nach Großburgwedel gekommen ist. „Bei uns gibt es nur eine Arena und ein paar Pokéstops. Zu wenig für solch einen Tag“, erzählt er.

Ein Klick, und die Umgebung wird sichtbar

Pokémons sind überall: Ein Flemmli vor der St.-Petri-Kirche Quelle: Thomas Oberdorfer

Die Idee hinter dem Spiel: Eine Handy-App lässt die kleinen virtuellen Monster sichtbar werden, zumindest auf den Monitoren der Mobiltelefone. Mit einem Klick kann sogar die Umgebung eingeblendet werden. Dann läuft Flemmli zum Beispiel den Weg zur St.-Petri-Kirche hinauf. Das Spiel selbst kann kostenlos heruntergeladen werden, der Hersteller verdient an Verkäufen im Spiel. Für ein paar Euro können diverse Dinge erstanden werden, die das Spiel einfacher machen und für ein schnelleres Fortkommen sorgen. Aber: Es geht auch, ohne je einen Cent für das Spiel auszugeben.

Mehr als 100 Flemmlis gefangen

Nach drei Stunden ist am Sonntag erst einmal Schluss mit der wilden Jagd nach Flemmli. Genauso schnell, wie es gekommen war, verschwindet es wieder im virtuellen Nichts. Ganz eifrige Spieler haben in der kurzen Zeit weit mehr als 100 der kleinen orangefarbenen Küken mit dem gelben Federschopf gefangen.

Mehr zum Thema:

Handy-Spielehersteller Niantic lädt zum monatlichen Community-Day ein.

Von Thomas Oberdorfer

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