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Burgwedel Bei Wolkenbrüchen wird der Schützenplatz geflutet
Umland Burgwedel Bei Wolkenbrüchen wird der Schützenplatz geflutet
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00:17 06.04.2019
Der zweite Regenwasserkanal soll unter der Wallstraße verlegt werden. Kommt zu viel Wasser, dann soll es auf den Schützenplatz abgeleitet werden. Quelle: Thomas Oberdorfer
Kleinburgwedel

 Die Kleinburgwedeler kennen die Situation. Regnet es kräftig, dann verwandelt sich die Wallstraße schnell mal in einen See. Zumindest im Bereich der Unterführung. Dafür reicht schon ein kleiner Wolkenbruch. Denn: Die alte Regenwasserkanalisation schafft es nicht, die Wassermassen aus dem Ort hinauszuleiten. Das soll sich bald ändern und der Schützenplatz spielt in den Plänen der Verwaltung eine zentrale Rolle. Wie das funktionieren soll, stellte die Stadt kürzlich im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss vor.

So sieht es in Kleinburgwedel aus, wenn heute ein Wolkenbruch niedergeht. Die Unterführung in der Wallstraße wird regelmäßig überflutet. Quelle: Dieter Siedersleben

Schützenplatz als Regenrückhaltebecken

Burgwedels Bauamtsleiter Oliver Götze. Quelle: Thomas Oberdorfer

Und so sieht der Plan aus: Geht ein Wolkenbruch über dem Ort nieder, dann soll es künftig möglich, Wasser von der Wallstraße auf den Schützenplatz umzuleiten. „Der Platz wird in dieser Situation zu einer Art Regenrückhaltebecken“, sagt Bauamtsleiter Oliver Götze. Aber: Das Überfluten des Schützenplatzes soll die absolute Ausnahme bleiben. „Damit das passiert, muss es schon sehr, sehr stark regnen“, erläutert Götze. „Wir gehen davon aus, dass solch ein kräftiger Regen statistisch nur alle fünf Jahre einmal vorkommt.“ Und auch dann ist das Fluten des Platzes kein Automatismus. Die Rohre, die das Wasser auf den Platz leiten, können mit Schiebern verschlossen werden. „Wird der Schützenplatz gerade genutzt, dann drehen wir sie zu“, sagt der Bauamtsleiter und ergänzt: „Selbst wenn der Platz geflutet wird, soll das Wasser maximal knöcheltief dort stehen.“

Damit der Schützenplatz nicht häufiger geflutet werden muss, soll vor allem das Kanalsystem modernisiert werden. Bislang gibt es nur einen Regenwasserkanal in Kleinburgwedel. Er verläuft im Bereich des nördlichen Bürgersteigs entlang der Wallstraße und nimmt nahezu das gesamte Oberflächenwasser des Ortes auf. Kleine Kanäle leiten es aus den Seitenstraßen zu. In den vergangenen Jahren wurde im Ort immer mal wieder gebaut und dadurch Bodenflächen versiegelt. Die Folge: Regnet es, wird immer mehr Wasser zum Kanal geleitet. Das alte Rohr kann dies bei Starkregen nicht mehr aufnehmen. Am niedrigsten Punkt in dem System wird es dann nach oben gedrückt – und das ist die Unterführung am Ortsausgang in Richtung Würmseekreuzung.

Hier fließt das Kleinburgwedeler Regenwasser ab: der Graben am Hornweg. Quelle: Thomas Oberdorfer

Zweites Kanalrohr bringt Entlastung

Entlastung soll nun ein zweites Kanalrohr bringen. Dies soll unter der Wallstraße zwischen der Einmündung der Großburgwedeler Straße und der Einleitung des Kanals in den Graben am Hornweg verlegt werden. Von dort wird das Regenwasser schon heute in Richtung der Gräben an der L381 geleitet. Das neue Kanalrohr in Kleinburgwedel wird dann das Oberflächenwasser aus dem südlichen Teil des Ortes aufnehmen. Über das alte Rohr müsste zukünftig nur noch das Regenwasser entsorgt werden, das im nördlichen Teil anfällt. „Das würde das System entlasten und die Zahl der Überflutungen deutlich reduzieren“, sagt Götze.

Baubeginn im kommenden Jahr möglich

Wann dieser Plan umgesetzt werden kann, steht noch nicht fest. „Wir wollen die Arbeiten gemeinsam mit dem geplanten Sanierung der Ortsdurchfahrt entlang der Wallstraße durchführen“, erläutert der Bauamtsleiter. Das soll im kommenden Jahr passieren. Allerdings: Die Finanzierung für dieses Projekt steht noch nicht. Die Region bewirbt sich derzeit um Fördergelder aus der Landeskasse. „Sind die bewilligt, kann gebaut werden“, sagt Götze, „schließlich wollen wir die Straße nicht zweimal aufreißen.“ Die Änderungen am Kanalsystem muss übrigens die Stadt Burgwedel aus der eigenen Kasse bezahlen.

Von Thomas Oberdorfer

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