Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Burgwedel Nur Stadt-Mitarbeiter nutzen das Carsharing regelmäßig
Umland Burgwedel

Burgwedel: Carsharing wird nur von wenig Großburgwedelern genutzt

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
17:25 29.01.2020
Seit Mai 2019 gibt es das Carsharing-Projekt in Großburgwedel. DB-Regionalleiter Björn Czyborra-Rätsch (von links), Regionspräsident Hauke Jagau und Bürgermeister Axel Düker hatten den Startschuss gegeben. Quelle: Thomas Oberdorfer (Archiv)
Anzeige
Großburgwedel

Ein Ford Transit Courier und zwei Ford Fiesta stehen seit Mai vergangenen Jahres vor dem Rathaus in Großburgwedel. Doch selten sind alle drei Fahrzeuge gleichzeitig dort zu finden. Denn sie gehören zum Carsharing-Projekt der Bahn-Tochter Flinkster, der Region Hannover und der Stadt Burgwedel, wodurch sowohl die Mitarbeiter der Stadtverwaltung als auch die Bürger die Autos nutzen können. „Die Autos sind fast immer im Einsatz“, sagt Malte Schubert, Umweltkoordinator der Stadt Burgwedel, und meint damit dienstliche Fahrten der Verwaltungsmitarbeiter. „Alle, die sie nutzen, sind damit sehr zufrieden“, sagt Schubert. Auch er selbst nutze die Autos sehr gern, die Fahrzeuge ließen sich gut fahren.

August war bester Monat beim Carsharing

Während die beiden Fiesta häufig genutzt werden und schon 5000 beziehungsweise 6000 Kilometer auf dem Tacho haben, sieht es bei dem Transit Courier etwas anders aus. „Der wird meistens nur genommen, wenn die anderen beiden Wagen nicht da sind – oder für Großtransporte“, sagt Schubert. Besonders häufig haben die Burgwedeler die Fahrzeuge im August genutzt. „21 Prozent des Monats waren die Autos im Einsatz“, erläutert Schubert. „Eine 100-prozentige Nutzung kann es aber eigentlich nie geben. Dafür müssten die Autos rund um die Uhr im gesamten Monat im Einsatz sein“, betont der Umweltkoordinator.

Mit dem Ergebnis aus dem August ist Schubert aber schon zufrieden, doch Luft nach oben gebe es immer. Dazu müsste aber die private Nutzung steigen. Diese sollte vor allem in den Abendstunden, in der Nacht sowie an den Wochenenden liegen. Denn einer der Fiesta sowie der Transit Courier stehen montags bis donnerstags von 7 bis 15 Uhr sowie freitags von 7 bis 13 Uhr nur den Mitarbeitern der Stadtverwaltung zur Verfügung – und sonst den Bürgern. Dies war die Idee hinter dem Konzept, welches die Region, Flinkster, die Stadt Burgwedel sowie die drei weiteren Kommunen Springe, Neustadt und Gehrden – die ebenfalls an dem Projekt teilnehmen – ausgearbeitet haben. Der zweite Fiesta steht den Burgwedelern sogar rund um die Uhr zur Verfügung, für diesen hat die Stadtverwaltung kein Vorrecht.

Schubert: Mehr Bürger sollten Carsharing nutzen

Doch bislang hielt sich das Bürgerinteresse im engen Rahmen. Nur ein kleiner Kreis von Burgwedelern hat sich eines der Autos ausgeliehen. „Im ländlichen Raum ist das auch nicht so einfach“, meint Schubert. Und er ergänzt: „Man kann eben nicht einfach mit dem Auto beispielsweise nach Fuhrberg fahren, es dort abstellen und hoffen, dass wer anders damit zurückfährt.“ Jeder, der sich einen der Wagen leiht, muss diesen nach der Nutzung wieder am Rathaus abstellen.

Nutzen kann das Angebot dabei jeder, der volljährig ist und einen Führerschein besitzt. „Es ist einfach eine schöne Sache“, meint Schubert. Doch er weiß auch: „Die wenigsten wissen, dass es das Angebot gibt.“ Aus diesem Grund plant die Stadt Burgwedel noch eine Werbekampagne, um auf das Projekt aufmerksam zu machen. „Wir wollen möglichst viele Privatpersonen haben, die das Carsharing nutzen“, sagt Schubert. Kapazitäten sind in jedem Fall noch gegeben.

Die beiden Fiesta kosten tagsüber je Stunde 5 Euro, zwischen 22 und 8 Uhr liegt der Stundenpreis bei 1,50 Euro. Für den Kleintransporter zahlen die Bürger am Tag 8 Euro pro Stunde sowie nachts 1,90 Euro als Stundenpreis. Zum Mietpreis hinzu kommen noch die Kilometerpauschalen von 18 beziehungsweise 20 Cent. Zudem gibt es für alle drei Fahrzeuge Ein- und Mehrtagespauschalen. Buchen können die Burgwedeler die Autos entweder im Internet auf www.flinkster.de oder auf der Flinkster-App.

Lesen Sie auch

Von Lisa Otto

Die Parkplatzsuche soll ein Ende haben: Die Region will per Machbarkeitsstudie ermitteln, wie sich die Zahl der Stellplätze an der Stadtbahn im Isernhagener Ortsteil vergrößern lässt. Unterdessen diskutiert der Ortsrat Altwarmbüchen noch über das Für und Wider.

29.01.2020

Erst nachdem ein Mann aus der Wedemark eingeräumt hat, einen Auffahrunfall auf der A 7 verursacht zu haben, hat das Amtsgericht Burgwedel das Verfahren eingestellt. Das Gericht ordnete eine Geldbuße für eine gemeinnützige Organisation an.

29.01.2020

Unfallflucht in Burgwedel: Ein bislang unbekannter Fahrer hat in Wettmar einen Zaunpfosten beschädigt. Die Polizei nimmt Zeugenhinweise entgegen.

29.01.2020