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Burgwedel Deutsche Glasfaser startet Netzausbau im Gewerbegebiet
Umland Burgwedel Deutsche Glasfaser startet Netzausbau im Gewerbegebiet
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00:18 14.04.2019
Nun kommt das Kabel: Wirtschaftsförderin Anja Hansch (von links), Bürgermeister Axel Düker und Max Buckermann von der Deutschen Glasfaser beim symbolischen ersten Spatenstich für das Netz. Quelle: Thomas Oberdrofer
Großburgwedel

 Das erste Kabel der Deutschen Glasfaser liegt in Burgwedeler Erde. Anja Hansch, die neue Wirtschaftsförderin der Stadt, Bürgermeister Axel Düker und Deutsche Glasfaser-Manager Max Buckermann haben mit einem symbolischen Spatenstich den Startschuss für den Aufbau des Hochgeschwindigkeitnetzes gegeben und die ersten Meter der schnellen Internetleitung verlegt. Vorerst wird das Netz allerdings nur in dem eng begrenzten Gewerbegebiet im Westen Großburgwedels aufgebaut und ist lediglich für Geschäftskunden gedacht. Damit ist noch keine Entscheidung getroffen, ob es das Turbo-Internet des Anbieters auch in den fünf Burgwedeler Ortsteilen geben wird, in denen derzeit die Nachfragebündelung läuft.

Die Spaten haben Pause: Ein Mini-Bagger hebt den rund 30 Zentimeter breiten Schacht für das Glasfaserkabel aus. Quelle: Thomas Oberdorfer

Für Gewerbegebiet reichen 25 Prozent Abschlüsse

Dem jetzigen Aufbau ist ein ähnliches Verfahren vorausgegangen, wie es derzeit für die Haushalte in Engensen, Fuhrberg, Kleinburgwedel, Thönse und Wettmar gilt. Nur wenn ausreichend Interessenten einen Vertrag unterschreiben, wird das Netz errichtet und werden die Lichtleiter bis in die Häuser verlegt. Einen entscheidenden Unterschied gab es aber dennoch. Für das Gewerbegebiet reicht dem Anbieter eine Quote von 25 Prozent. Bei den fünf Ortschaften müssen 40 Prozent der Haushalte mitmachen. „Das liegt zum einen an dem begrenztem Gebiet und zum anderen an den unterschiedlichen Konditionen, die für Gewerbe- und Privatkunden gelten“, erklärt Max Buckermann, Account Manager Business bei der Deutschen Glasfaser. Die Geschäftsanschlüsse sind teurer, bieten aber auch mehr Möglichkeiten. „So können den Kunden beispielsweise feste IP-Adressen zugewiesen werden“, sagt Stephan Luerweg, einer der mit dem Projekt befassten Manager des Unternehmens.

Bauarbeiten beginnen in de Straße Ehlbeek

Diese 25 Prozent-Grenze erreichten die Verkäufer des Internetanbieter übrigens sehr schnell. „Es hat kaum vier Wochen gedauert, dann hatten wir eine entsprechende Anzahl von Verträgen zusammen“, sagt Buckermann. Nun wird das Kabel verlegt, zumindest erst einmal die Leerrohre, in die dann später die Lichtleiter eingeblasen werden. Los geht es in der Straße Ehlbeek. Ans Glasfasernetz anschließen lassen können sich Betriebe, die im Bereich der Kokenhorst- oder der Berkhopstraße ansässig sind. Dabei wird nun eine Glasfaserleitung bei jedem Anschluss bis in die Häuser der Kunden verlegt. Das ist das Neue bei dem Angebot des Unternehmens.

In sechs Wochen sollen die Erdarbeiten abgeschlossen sein

So sieht ein Glasfaserkabel aus: Deutsche Glasfaser Manager Stephan Luerweg mit einem Anschlusskabel. Quelle: Thomas Oberdorfer

Mit dem Netzanschluss der Geschäftskunden soll es nun sehr schnell gehen. Bis Ende Mai will der Internet-Konzern alle Rohre verlegt haben. „Dann könnten bereits im August die ersten Kunden über uns ins Netz gehen“, sagt Projektleiter Bernhard Krafft. Ob es später einmal eine Ausweitung des Glasfasernetzes auf den gesamten Ort Großburgwedel geben wird, ist offen. „Geplant ist das derzeit nicht“, sagt Buckermann und dämpft Erwartungen, die einige Großburgwedeler haben.

Doch nicht nur der Anschluss des Gewerbegebietes in Großburgwedel, sondern auch die Nachfragebündelung für Privat- und Geschäftskunden in den fünf Ortschaften kommt voran. „Mittlerweile sind mehr als die Hälfte der benötigten Verträge unterzeichnet“, sagt Projektleiter Thomas Breer.

Stadt ordert selbst 29 Anschlüsse

Für einen ordentlichen Nachfrageschub sorgte übrigens in dieser Woche die Stadt Burgwedel. Für Grundschulen, Kindergärten und die Feuerwehren schloss sie mit der Deutschen Glasfaser einen Vertrag über insgesamt 29 Anschlüsse ab. „Und die zählen mit für die benötigten 40 Prozent“, erklärt Bürgermeister Axel Düker. Noch bis zum 25. Mai haben nun die Haushalte in Engensen, Fuhrberg, Kleinburgwedel, Thönse und Wettmar Zeit, diese Hürde zu knacken.

Das neue Turbo-Internet: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Wie schnell wird das neue Internet? Wann ist es verfügbar? Und was wird es kosten? Hier finden Sie alle Antworten auf die wichtigsten Fragen zum neuen Glasfaser-Kabel-Internet in Burgwedel.

Von Thomas Oberdorfer

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