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Burgwedel Die persönliche Energiewende der Familie Dirks
Umland Burgwedel

Burgwedel: Die persönliche Energiewende der Familie Dirks

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16:14 17.09.2019
Strom vom Dach: Leon Dvoracsek (von links), Mitarbeiter der Zimmerei Lemke, Helmut Dirks, Zimmereimeister Stefan Lemke, Henrik Reinelt, Mitarbeiter der Zimmerei Lemke, und Planer Siegfried Lemke. Quelle: Lisa Otto
Wettmar

Solar statt Kohle, Gas oder Atom: Der Wettmarer Helmut Dirks setzt bei der Stromerzeugung jetzt auf eine Fotovoltaikanlage mit Speichertechnik. Seit Kurzem liefert eine Anlage Strom vom Dach seines Hauses. „Ich bin extrem unzufrieden mit der Berliner Energiepolitik. Vor allem das Festhalten an der Kohle ärgert mich. Daher wollte ich meinen eigenen Weg gehen, raus aus dem öffentlichen Stromnetz. Darum habe ich mir eine Solaranlage mit einem großen Stromspeicher installieren lassen“, erläutert er. Und weiter: „Ich will selbst etwas tun und nicht einfach ausharren und auf die Energiewende warten.“

Fotovoltaikanlage auch im Schatten möglich

Und die neue Fotovoltaikanlage bringt Vorteile: Sie erzeugt so viel Energie, dass Dirks und seine Familie fast den ganzen Tag über mit Strom versorgt sind. An durchschnittlichen Sonnentagen fehlen ihm lediglich rund 5  Prozent zur kompletten Unabhängigkeit. Die bezieht er aus dem normalen Netz. Erreicht wird dieser hohe Wert vor allem durch eine neue Speichertechnik. Zehn Kilowattstunden Energie können in Akkus gelagert und zu einem späteren Zeitpunkt abgerufen werden.

Eine weitere Besonderheit seiner Anlage ist der Einsatz von speziellen Solarmodulen. Sie sind nicht nur klassisch nach Süden ausgerichtet, sondern befinden sich auch auf dem Ost- und dem Westteil des Daches. Dadurch kann jeden Tag länger Energie produziert werden. Diese Module sind recht neu auf dem Markt und stammen von einer israelischen Firma. Der Vorteil: Auch in Schattenlage können von den Bauteilen höhere Leistungen abgerufen werden.

Auf die Idee, solch eine Fotovoltaikanlage zu bauen, ist Dirks durch Siegfried Lemke, Initiator der Initiative SolarLokal-Kirchhorst, gebracht worden. „Wir kennen uns aus dem ADFC und haben über eine solche Anlage öfter gesprochen“, sagt er. „Mir war es daher wichtig, dass er sich um den Aufbau der Anlage kümmerte. Und es funktioniert super, ich bin total begeistert“, sagt Dirks. Den Aufbau der Fotovoltaikanlage erledigte Lemke gemeinsam mit seiner Familie. Er selbst plante, sein Sohn Stefan und sein Enkel Leon – beide sind Zimmerermeister – errichteten anschließend die Anlage.

„Ökologischen Fußabdruck gering halten“

Für Helmut Dirks – er ist auch stellvertretende Sprecher der Ortsgruppe Burgwedel des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs (ADFC) – ist die eigene Stromerzeugung durch eine Fotovoltaikanlage aber nur ein Aspekt des Klimaschutzes. Er tut noch mehr. Gerade im Bereich der Mobilität setzt Dirks auf eine Kombination von Fahrrad, Bus und Bahn. „Ich fahre nur zwei Tage die Woche zur Arbeit und habe zwei Tage Homeoffice. Ich möchte meinen ökologischen Fußabdruck so gering wie möglich halten.“ Oft nutzt er deshalb sein Liegefahrrad.

Doch mit seiner persönlichen Energiewende ist Dirks noch lange nicht fertig. Als nächstes will er sich um die Heizungsanlage seines Hauses kümmern. „Das Thema konnte ich bis jetzt noch nicht angehen“, sagt er. „Im Moment heizen wir noch mit Gas und teilweise auch schon mit Holz. Da kümmern wir uns jetzt drum.“

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