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Burgwedel Fuhrberger begleiten ihre Vikarin in die erste Stelle als Pastorin
Umland Burgwedel

Burgwedel: Ehemalige Fuhrbergerin wird Pastorin

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17:23 08.06.2019
Julia Krohmer ist die neue Pastorin in Groß Munzel und Landringhausen. Quelle: Stephan Hartung
Groß Munzel

Die Kirchengemeinde Munzel-Landringhausen hat eine neue Pastorin. Landessuperintendentin Petra Bahr setzte Julia Krohmer in einem Ordinationsgottesdienst in der St.-Michaelis-Kirche in Groß Munzel in ihr Amt ein. Krohmer tritt damit ihre erste Pastorenstelle an. Zuletzt war sie Vikarin in der Ludwig-Harms-Kirchengemeinde in Fuhrberg.

Der Abschied von Fuhrberg fiel schwer

Und an diese Zeit denkt sie gern zurück. „Ich hätte nicht gedacht, dass sich in diesen knapp über zwei Jahren solch enge Bindungen ergeben können“, sagt sie und spricht von „grandiosen Kontakten und Freundschaften, entsprechend schwer fiel mir der Abschied“. Noch wohnt sie in Fuhrberg, in Kürze soll aber mit ihrem Freund ein Umzug nach Barrigsen, ein Nachbarort von Groß Munzel, über die Bühne gehen. Dass die Fuhrberger ihre ehemalige Vikarin nicht vergessen haben, wurde beim Ordinationsgottesdienst deutlich. Etwa 30 Personen erhoben sich bei der Frage, wo denn die Fuhrberger seien, von ihren Plätzen und sorgten für ein Raunen in der Kirche.

Nun geht für die Pastorin aber der Blick nach vorn. „Ich freue mich auf diese Tätigkeit. Es war ein langer Weg“, sagt Krohmer rückblickend auf die intensive Zeit, die hinter ihr liegt: 14 Semester Theologie-Studium, erstes Examen, Vikariat und danach das zweite Examen. Umso größer war ihre Freude, als sie Ende März die Nachricht von der Landeskirche erhielt, die Stelle in Munzel-Landringhausen übernehmen zu können – für drei Jahre auf Probe, das ist so üblich.

Undercover recherchiert und die Orte erkundet

Krohmer gibt zu, dass sie „erstmal bei Google Maps gucken musste, wo das genau liegt“. Danach befasste sie sich eingehend und direkt vor Ort mit ihrem neuen Wirkungskreis. „Ich bin mit meinem Freund noch am selben Tag in beide Ortschaften gefahren. Wir sind durch die Straßen und Gänge geschlichen“, berichtet die 32-Jährige und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: „Das war eine echte Sozialraumerkundung.“ Zu diesem Zeitpunkt musste sie ihr künftiges Tätigkeitsfeld noch geheim halten. Denn erst mit Bestehen des zweiten Examens (Thema: Kirchliche Trauung) durfte sie als Pastorin arbeiten und über ihre künftige Stelle sprechen. „Daher haben wir uns einen Spaß daraus gemacht und alles inkognito und mit dunklen Sonnenbrillen erkundet“, erzählt sie.

Über Krasnodar, Walsrode und Virginia nach Göttingen

Ungewöhnlich ist die Vita von Julia Krohmer. Ein Jahr nach ihrer Geburt im russischen Krasnodar war sie mit ihren Eltern nach Deutschland umgesiedelt, als Russlanddeutsche war die Familie dazu berechtigt. Zunächst lebte sie in Garbsen, ihr Abitur legte sie in Walsrode ab. An ihre Au-Pair-Zeit im amerikanischen Bundesstaat Virginia schloss sich ein Religionsstudium an. 2008 ging sie für das Theologiestudium nach Göttingen. 2009 und 2010 erhielt sie den Studienpreis des Klosters Loccum für hervorragende Studienleistungen.  

Von Stephan Hartung

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