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Burgwedel Engensen hat jetzt ein eigenes Kochbuch
Umland Burgwedel

Burgwedel: Engensen hat jetzt ein eigenes Kochbuch

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00:20 24.05.2019
Jana Lindemann-Homeyer kocht gern und viel und hat natürlich auch schon viele Rezepte aus dem Engenser Kochbuch ausprobiert. Quelle: Sandra Köhler
Engensen

Engensen hat ein Kochbuch. „Eine Prise Rezepte aus Engensen“ heißt es. Und es enthält 143 Rezepte von der Rotkohltarte über das Engenser Zungenragout bis hin zum Apfelmus-Joghurt-Dessert. Sie stammen von Frauen und Männern aus dem Dorf und auch darüber hinaus. Gesammelt und zusammengestellt haben sie Heidrun Lindemann und Jana Lindemann-Homeyer, die Inhaberinnen des Hofladen Nr. 1. Dort ist das Kochbuch auch für 12,50 Euro erhältlich.

Die Tafel am Hofladen verkündet es: Das Engenser Kochbuch ist da. Quelle: Sandra Köhler

„Meine Mutter und ich kochen beide leidenschaftlich gerne. Da kam die Idee zu einem Kochbuch auf“, erzählt Jana Lindemann-Homeyer. Aber ein Kochbuch ganz allein zu bestücken? Das trauten sich die beiden dann doch nicht zu. Und dann kam die Idee: Jeder hat doch ein Lieblingsrezept, eines, das an die Kindheit erinnert, eines, das von Mama oder Oma stammt. Warum nicht die Dörfler nach solchen Lieblingsrezepten fragen? Und daraus das erste Engenser Kochbuch machen? Denn ein solches existierte bisher nicht. „Es gab früher einmal einen Versuch der Landfrauen dazu. Doch das hat aus irgendwelchen Gründen nicht funktioniert“, sagt Lindemann-Homeyer.

Engenser machen mit

Der Versuch der Hofladen-Betreiberinnen aber gelang. Persönlich auf handgeschriebenen Bögen, per E-Mail und via Facebook-Messenger trudelten die Rezepte ein. Die Mehrzahl kam dann aber doch von älteren Damen, solchen, die seit ihrer Jugend den Haushalt führen und das Kochen richtig gelernt haben. „Das hat uns schon gewundert, wir hätten gedacht, Jüngere beteiligen sich über die elektronischen Medien. Aber so viel kam da nicht.“ Beim Ortsrat, sagt Lindemann-Homeyer, seien sie auch abgeblitzt: „Die Politiker haben alle gesagt, sie kochen nicht nach Rezept, sondern frei Schnauze.“

Kochbuch-Rezepte kommen handschriftlich

Ein Rezept – welches wird nicht verraten – ist allerdings ein echter Exot. Oder vielleicht auch doch nicht ganz. Es stammt nämlich von einer Freundin ihrer Tante, die es mittlerweile nach Uruguay verschlagen hat. „Sie wollte sich unbedingt beteiligen und hat uns das Rezept auch zugeschickt“, wie Lindemann-Homeyer sagt. Wichtig war der 39-Jährigen und ihrer Mutter, dass die persönliche Note der Rezepte erhalten blieb. „Was wir handschriftlich bekommen haben, ist auch handschriftlich geblieben und so abgedruckt worden. Manch einer hat seinen Namen druntergeschrieben, aber das war ja kein Muss.“

Lust auf einen Ebbelränzjer? Im Engenser Kochbuchg findet sich auch diese Süßigkeit nach einem Rezept von 1789. Quelle: Sandra Köhler

Rezepte aus eigener Küche

Natürlich haben Lindemann-Homeyer und ihre Mutter selbst auch Rezepte beigesteuert. Wie die Crostini à la Romana beispielsweise. Und sie haben selbst auch schon viele ausprobiert. „Die sind alle so lecker“, sagt Lindemann-Homeyer. Am Herd tüfteln, das tut sie beispielsweise auch für die Eintöpfe, die sie im Hofladen verkauft. Ihren Sohn hat sie mit ihrer Kochleidenschaft auch schon angesteckt. Der ist fleißig mit dabei und hat seinen Spaß daran. „Ich habe Glück, meine Familie isst gern und alles“, sagt die Hofladeninhaberin lachend.

Omas Nussecken sind auch im Kochbuch

Wie wohl alle, die sich an dem Kochbuch beteiligt haben, hat auch Jana Lindemann-Homeyer ein Rezept, das mit der Familie und auch mit ganz vielen Erinnerungen verknüpft ist: Omas Nussecken. „Die gab es auf jeder Familienfeier“, erzählt die Engenserin. „Und keiner bekam sie so hin wie sie. Mittlerweile hat mein Vater die Nachfolge angetreten, er kann sie fast so gut wie Oma.“

Appetit auf Engensen? Drei von 143 Rezepten zum Ausprobieren

„Lise Omas“ Kartoffelklöße von Dora Lindemann

Zubereitung: Kartoffeln einen Tag vorher kochen und gleich abpellen, damit die Feuchtigkeit rauszieht. Kartoffeln reiben, Salz und Muskatnuss darüber streuen. 3 Eigelb, (das Eiweiß zu Schnee schlagen), etwas Grieß und etwas Paniermehl dazutun und alles verkneten. Geröstetes Weißbrot dazutun, zuletzt den Eischnee. Mit bemehlten Händen formen und in reichlich Salzwasser kurz aufwallen und 15 Minuten kochen. Mit zerlassener Butter und Backobst oder Pflaumen essen.

Frühlingssuppe mit Spargel (für vier Personen)

Sie benötigen: 200 Gramm Suppenspargel, 150 Gramm Erbsen (frisch oder tiefgefroren), 1 kleinen Kohlrabi, 1 kleine Zucchini, 1 kleine Karotte, 1 Zwiebel, 1 EL Öl, 750 Milliliter Gemüsebrühe, 50 Gramm Parmesan, 1 EL Bärlauchpesto, frisches Basilikum, Salz, Pfeffer

Zubereitung: Spargel schälen und in zwei Zentimeter lange Stücke schneiden. Zucchini und alle drei Gemüse in ein Zentimeter große Würfel schneiden, die Erbsen dazugeben. Die Zwiebel fein schneiden und glasig braten. Das Gemüse dazugeben und fünf Minuten braten. Die Brühe dazugeben und die Suppe 15 Minuten köcheln lassen. Die Suppe mit Salz, Pfeffer, Pesto abschmecken und mit geriebenem Käse und gehackten Basilikumblättern bestreut servieren.

Yogurette-Erdbeer-Kuchen von Birgit Jansch

Zubereitung: 3 Eigelb, 3 EL Zucker, 3 EL Mehl, ein halbes Paket Backpulver verrühren. 3 Eiweiß steif schlagen und unterheben. Alles in einer Springform 15 Minuten bei 175 Grad backen.

Ca. 1 kg Erdbeeren klein schneiden, 2 Tafeln Yogurette Erdbeerriegel zerschneiden, dann beides mit 2 Becher Schmand und einem Becher Magerquark sowie 1 Becher steif geschlagener Sahne verrühren. Auf den abgekühlten Kuchenboden verteilen und kalt stellen.

Von Sandra Köhler

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