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Burgwedel Erstmals fehlen Krippenplätze in Burgwedel
Umland Burgwedel Erstmals fehlen Krippenplätze in Burgwedel
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00:18 29.04.2019
Erstmals reichen die Krippenplätze in Burgwedel nicht aus: Zehn Kinder gehen nach dem aktuellen Stadt der Planung leer aus. Quelle: Symbolbild (dpa)
Burgwedel

Zum ersten Mal in der Geschichte der Stadt wird es nach aktuellem Stand zehn Kinder geben, die keinen Krippenplatz bekommen, obwohl deren Eltern sich das wünschen. Dabei handelt es sich um Mädchen und Jungen im Alter zwischen ein und drei Jahren, von denen mindestens ein Elternteil aktuell nicht berufstätig ist, teilte die Erste Stadträtin Christiane Concilio in der Jugendausschuss-Sitzung am Donnerstagabend mit.

Es gibt einen Rechtsanspruch auf Krippen- und Kindergartenplätze. Ob die zehn Kinder tatsächlich keinen Krippenplatz erhalten werden, stehe aber noch nicht fest, sagt Concilio. „Es kann immer noch Bewegungen bei den Betreuungsplätzen geben.“ Demnächst werden Eltern in Burgwedel die Zusagen für die Plätze erhalten. „Dann haben sie noch eine Weile Zeit, den Platz anzunehmen oder abzulehnen. Dabei kann es immer noch dazu kommen, dass Plätze frei werden und Kinder nachrutschen“, erklärt Concilio.

Dass Eltern einen Betreuungsplatz ausschlagen, kann verschiedene Gründe haben: Manchmal regeln Eltern die Betreuung doch über andere Familienangehörige oder ziehen aus dem Stadtgebiet weg. Auch, wenn sich erneut Nachwuchs ankündigt, könne das Eltern dazu bewegen, doch länger zu Hause zu bleiben als ursprünglich geplant, so Concilio.

Alleinerziehende und berufstätige Eltern haben Vorrang

Die Erste Stadträtin betont, dass die Stadt in engem Austausch mit den von einer Ablehnung betroffenen Eltern stehe und sich bemüht habe, „möglichst wenig Notstände auszulösen“. Alleinerziehende und Eltern, die beide berufstätig sind, hätten bei der Platzvergabe Vorrang erhalten. „Außerdem sind unter den Kindern, die keinen Platz erhalten, einige, die erst im nächsten Jahr im April oder Mai in die Krippe kommen sollen“, sagt Concilio. „Bis dahin können noch Plätze frei werden.“

Veränderte Elternwünsche

240 Betreuungsplätze gibt es aktuell für Kinder unter drei Jahren, davon 179 Krippenplätze und 61 Plätze bei Tagesmüttern, die ebenfalls den Rechtsanspruch erfüllen. Dass die Planung nicht ganz der Realität standgehalten hat und aktuelle noch zehn Plätze fehlen, führt Concilio auf ein veränderte Bedürfnisse zurück: Viel mehr Eltern als früher würden ihr Kind unter drei Jahren in einer Krippe anmelden.

Alle Kinder erhalten Kindergartenplatz

Alle Drei- bis Sechsjährigen im Stadtgebiet werden derweil mit einem Kindergartenplatz versorgt. Insgesamt hält die Stadt 665 Kindergartenplätze vor: Jeweils 50 Plätze gibt es in Engensen und Thönse, jeweils 75 in Fuhrberg und Kleinburgwedel, 116 in Wettmar und 299 in Großburgwedel. 46 Prozent aller Eltern entscheiden sich für eine Betreuungszeit bis 15 Uhr. Die Kindergartenzeit bis 13 Uhr sei „ein Auslaufmodell“, sagte Erwin Fette (Grüne) im Ausschuss. Dieser Einschätzung schloss sich Concilio an.

Hortplätze reichen aus

Insgesamt 200 Hortplätze für die Nachmittagsbetreuung der Grundschulkinder bietet die Stadt an –und auch diese reichen aus, um den Bedarf für das neue Betreuungsjahr zu decken. Je 30 Plätze gibt es in den Horten in Fuhrberg und Wettmar, je 40 in Kleinburgwedel und Thönse sowie 60 Hortplätze in Großburgwedel. Hortplätze gibt es in Burgwedel nur noch für die Randzeitenbetreuung nach der offenen Ganztagsschule sowie freitagnachmittags und in den Ferien. Aktuell nutzen 496 Kinder das offene Ganztagsangebot, das es inzwischen an allen Grundschulen im Stadtgebiet gibt.

Trotz der aktuell fehlenden Krippenplätze, zeigte sich Concilio im Ausschuss mit der Kinderbetreuung in Burgwedel zufrieden. „Bundesweit sind wir sehr gut aufgestellt. Burgwedel belegt bei der Versorgung einen der vorderen Plätze“, sagte sie. Auch auf die Qualität der Kinderbetreuung achte die Stadt sehr: Mit Hilfe regelmäßiger Befragungen der Eltern und Kinder würde deren Zufriedenheit ermittelt.

Von Gabriele Gerner

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