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Burgwedel Feuerwehr zieht an die Bissendorfer Straße – entgegen Gutachten
Umland Burgwedel

Burgwedel: Feuerwehr zieht an die Bissendorfer Straße

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18:10 08.11.2019
Hier soll gebaut werden: Ein 9000 Quadratmeter großes Grundstück an der Bissendorfer Straße ist als neuer Standort für das neue Feuerwehrhaus in Großburgwedel vorgesehen. Quelle: Thomas Oberdorfer
Großburgwedel

Die Feuerwehr Großburgwedel wird vom Mühlenbruchdamm in der Großburgwedeler Innenstadt hinaus an die Bissendorfer Straße ziehen. Dort soll die Stadt ein neues Gerätehaus bauen. Diese Entscheidung traf in dieser Woche der Feuerschutzausschuss einstimmig. Nach diesem Votum dürften die noch anstehenden Abstimmungen in den anderen Gremien lediglich Formsache sein. Eine früheren Version dieses Artikels enthielt falsche Angaben zu Planung und Baubeginn, die sind jetzt korrigiert.

Drehleiter und Küchenwagen müssen untergebracht werden

Mit der Standortwahl an der Bissendorfer Straße setzte sich die Feuerwehr mit ihren Wünschen durch. Sie hatte sich vehement für einen Neubau auf dem 9000 Quadratmeter großen Grundstück eingesetzt. Jetzt sind die Architekten an der Reihe. Sie müssen einen Plan für das neue Haus entwickeln. Klar ist, dass es deutlich größer werden wird als das derzeitige. Zusätzlich zu den bisherigen Fahrzeugen der Feuerwehr Großburgwedel müssen in dem Neubau zwei weitere Einsatzwagen untergebracht werden: Die im kommenden Jahr anzuschaffende Drehleiter und der große Küchenwagen der Region. Der ist derzeit noch auf dem Bauhof am Pappelweg geparkt.

Geld im Haushalt eingeplant

Wann das neue Feuerwehrhaus gebaut werden kann steht noch nicht fest. Im kommenden Jahr wird erst ein Arbeitskreis eingerichtet, der die Bedürfnisse für das neue Gebäude auslotet. „Dafür fallen sicher Beraterkosten in einem niedrigen fünfstelligen Bereich an“, sagt Stadtkämmerer Christian Möhring gegenüber dieser Zeitung.

Dass der neue Standort im Nordwesten Großburgwedels nicht ideal ist, machte vor der Abstimmung Andreas Pokorny von Forplan klar. Die Forschungs- und Planungsgesellschaft für Rettungswesen aus Bonn hatte im Auftrag der Stadt eine Standortanalyse für die Großburgwedeler Feuerwehr durchgeführt. Die Kritikpunkte des Experten: Die Feuerwehrleute bräuchten nach einer Alarmierung im Vergleich zum bisherigen Standort länger, um das Gerätehaus zu erreichen. Außerdem dauert die Fahrt zu Einsätzen – sollten sie im Osten Großburgwedels sein – länger als vom Mühlenbruchdamm aus.

Aber der neue Standort hat auch Vorteile. Die Einsatzschwerpunkte im Gewerbegebiet und auf der Autobahn könnten schneller erreicht werden. Das alte Feuerwehrhaus am Mühlenbruchdamm sollte umgebaut und erweitert werden, bilanzierte der Experte. „Das stellt die bestmögliche Option für die Ortsfeuerwehr Großburgwedel dar“, schrieb Pokorny in seiner Analyse, die er im Ausschuss präsentierte. Eine Idee, die unter anderem bei Ortsbrandmeister Carsten Rüdiger überhaupt nicht gut ankam: „Der Platz dort reicht niemals aus, schon gar nicht, wenn jetzt auch noch die Drehleiter untergebracht werden muss.“

Feuerwehr aus Kleinburgwedel soll unterstützen

Aber Pokorny hatte auch noch einen Lösungsvorschlag parat: Zu Einsätzen im östlichen Teil Großburgwedels, sollte die Freiwillige Feuerwehr aus Kleinburgwedel ausrücken. „Die wäre einfach schneller da.“

Mit einem Augenzwinkern stellte der Experte in der Sitzung auch noch den idealen Standort für ein Feuerwehrhaus in Großburgwedel vor. Der wäre Im Mitteldorf. Einziges Problem – auf der Fläche stehen die St.-Petri-Kirche und die Grundschule.

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Von Thomas Oberdorfer

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