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Burgwedel Wolf stirbt bei Unfall auf der L 310
Umland Burgwedel Wolf stirbt bei Unfall auf der L 310
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16:53 23.12.2018
Diese Wölfin überlebte den Unfall auf der L310 nahe Fuhrberg nicht. Quelle: Marcus Polaschegg
Fuhrberg

Ein Wolf ist am Freitagabend auf der Landesstraße 310 zwischen Burgwedel-Fuhrberg und Celle mit einem Auto kollidiert. Das laut Polizei weibliche Tier (Fähe) verendete an der Unfallstelle nur wenige Hundert Meter vom Ortsausgang Fuhrberg entfernt. Der Wolfsbeauftragte für diese Region stellte den Kadaver sicher und übergab ihn dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz.

Die Autofahrerin war gegen 19 Uhr im dichten Verkehr in Richtung Celle unterwegs gewesen, als ihr plötzlich ein Tier vor den Wagen lief – wie sich herausstellte, eine offenbar noch junge Wölfin. Das Auto rammte das Tier frontal. Die alarmierte Polizei sicherte die Unfallstelle ab und zog den toten Wolf von der Fahrbahn. Mehrere örtliche Jäger, darunter auch Burgwedels Hegeringleiter Marcus Polaschegg, boten an, den Kadaver in einem Kühlraum unterzubringen. Aus rechtlichen Gründen musste jedoch auf den örtlichen Wolfsbeauftragten gewartet werden.

Erwartungsgemäß wird der Kadaver nun in das Institut für Zoo- und Wildtierforschung nach Berlin transportiert. Dort versuchen die Fachleute dann, Erkenntnisse über das Alter, den Gesundheitszustand und sonstige Merkmale zu gewinnen. Per Genprobe werden sie zudem versuchen, die Herkunft des Wolfes zu klären.

Hegeringleiter Marcus Polaschegg geht davon aus, dass das Tier aus dem in Wietze-Wieckenberg (Landkreis Celle) seit längerer Zeit bestätigten und sehr aktiven Rudel stammt. Dieses hatte Anfang August nachgewiesen werden können. Eine Fotofalle hatte mindestens sieben Welpen abgelichtet. Wieckenberg liegt nur rund 6,5 Kilometer Luftlinie von der Unfallstelle entfernt, für einen Wolf ist das keine große Entfernung.

„Ich vermute, dass sich die streifenden Jungwölfe neue Reviere suchen“, sagt Polaschegg. Er erinnert daran, dass es erst am 7. Dezember auf der L298 bei Gut Rixförde zu einem Verkehrsunfall mit einem Wolf gekommen war – mitten im waldreichen Gebiet zwischen Fuhrberg, Wietze und Hambühren. Dabei war ein junger männlicher Wolf getötet worden, der insgesamt 51. tot aufgefundene Wolf in Niedersachsen. Zudem habe ein Wolf am westlichen Ortsrand Fuhrbergs Reiter ein Stück weit begleitet.

Dass sich auch in den Fuhrberger Wäldern Wölfe tummeln, hatten Videoaufnahmen eines Wolfspaares schon im Jahr 2014 bestätigt. Bei Treibjagden vor einigen Jahren hatten Jäger Jungwölfe beobachtet. Zuletzt hatte es jedoch Zweifel gegeben, ob das Wolfspaar noch bei Fuhrberg lebt.

Hinweise auf Wölfe bei Fuhrberg gab es laut des Hegeringleiters aber auch vermehrt in jüngster Zeit. Die Pächter der Jagdreviere berichteten von einer zunehmenden Zahl gerissener Wildtiere und auffälligen Verhaltensweisen gerade bei Rothirschen und Rehen. So habe man teils 100 Rothirsche gemeinsam beobachten können, was sonst nicht üblich sei. „Das Wild rudelt sich stärker zusammen, es sucht den Schwarmschutz“, erläutert Polaschegg. Auch komme das Wild zunehmend erst nachts aus der Deckung. Der Grund dafür sei die Bedrohung durch die Wölfe.

Von Frank Walter

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