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Burgwedel Auszeichnung für Ole Deele und Gasthaus Lege
Umland Burgwedel Auszeichnung für Ole Deele und Gasthaus Lege
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00:19 14.11.2018
Benjamin Gallein ist der Kopf des ausgezeichneten Ole-Deele-Küchenteams. Quelle: Frank Walter
Großburgwedel/Thönse

Zu den Spitzenrestaurants in Niedersachsen zählen auch zwei Häuser in Burgwedel: Der bekannte Feinschmecker-Führer Gault & Millau hat 18 von 20 möglichen Punkten an die Ole Deele in Großburgwedel vergeben – einen mehr als bislang. Nach dem Aqua in Wolfsburg (19,5 Punkte) gilt das Haus damit als zweitbestes Restaurant in Niedersachsen. 16 Punkte gehen zudem an das Gasthaus Lege in Thönse, was ebenfalls eine Steigerung bedeutet.

18 Punkte für die Ole Deele, 16 für das Gasthaus Lege: Gault & Millau hat zwei Burgwedeler Restaurants noch besser bewertet als im vergangenen Jahr.

Große Freude in der Olen Deele

„Wahnsinn!“: Ole-Deele-Küchenchef Benjamin Gallein konnte es erst gar nicht glauben, als er von der Auszeichnung erfuhr. „Damit hätte ich nie gerechnet.“ Immerhin steht das Restaurant an der Heinrich-Wöhler-Straße mit seinen nun 18 Punkten in einer Reihe auch mit Spitzenhäusern, die der Guide Michelin mit drei Sternen bewertet – bei der Olen Deele ist es immerhin einer. „Unglaublich, in solche Häuser fahren wir selbst zum Essen.“ Auf die Schnelle wurde mit der Küchencrew mit Kaffee angestoßen.

„Für uns sind 18 Punkte das Höchste. Das ist wie die Champions League für Hannover 96“, sagt der 32-jährige Gallein. Andere Häuser dieser Kategorie würden von Hotels subventioniert, das Küchenteam umfasse teilweise ein Dutzend Köpfe. „Bei uns muss es sich rechnen. Und wir sind nur zu fünft in der Küche, davon ein Lehrling“, sagt Gallein. Mehr passten gar nicht in die kleine Küche, die sich im denkmalgeschützen Haus auch nicht erweitern lasse. Hinzu kommen in der Olen Deele zwei Mitarbeiter im Service. „Das Essen steht klar im Fokus der Bewertung. Aber es muss auch gut präsentiert sein, und der Sommelier muss den richtigen Wein empfehlen“, erläutert Gallein. Eine solche Auszeichnung sei ohne eine entsprechende Leistung des gesamten Teams nicht zu erreichen.

Seit Andreas Tuffentsammer 2011 den ersten Michelin-Stern für die Ole Deele errungen hatte, zählt das Haus zur Spitzengastronomie. Auf Tuffentsammer folgte Tony Hohlfeld, auf diesen im Juni 2015 mit Gallein ein weiterer junger Koch. Der mittlerweile in der Wedemark wohnende Gallein hatte zuvor als Souschef im Schlosshotel Münchhausen in Aerzen gearbeitet.

Mit ihrer Wahl, Gallein nach Burgwedel zu holen, hat die Ole-Deele-Inhaberin Elfrun Kühn augenscheinlich richtig gelegen. „Ich sehe jeden Tag, was das Team leistet.“ Auf die Höherstufung sei sie „super stolz“. Ihr Küchenchef, der sich privat auch mal eine Tiefkühlpizza in den Ofen schiebt, empfindet die Auszeichnung als Bestätigung und Ansporn zugleich: „Wir wollen die Leistung ja auch bestätigen und nicht zurückfallen.“

Gasthaus Lege legt ebenfalls zu

Ebenso wie die Ole Deele setzt auch das Gasthaus Lege in Thönse auf regionale und saisonale Küche – was Gault & Millau diesmal 16 Punkte wert war. Für die Betreiber Claudia und Hinrich Schulze, die den Betrieb mit einem Lehrling in der Küche, einer Festangestellten im Service sowie Aushilfskräften am Laufen halten, eine Premiere: Die vergangenen 18 Jahre war der traditionsreiche Betrieb stets mit 15 Punkten bewertet worden. „Das freut uns riesig. Jeder Punkt mehr ist eine Aufwertung“, sagt Claudia Schulze – nach oben werde die Luft dünn. Ihr Mann Hinrich bezeichnet Burgwedel auch mit Blick auf die Ole Deele gar als „kulinarischen Hotspot“.

Die Nachricht über die Aufwertung des eigenen Restaurants hatte das Ehepaar dabei ganz unromantisch erreicht – der neue Restaurantführer kam am Sonnabend per Post. Claudia Schulze konnte sich dabei nicht nur über den Pluspunkt freuen, sondern auch über eine kleine Fliege als Zeichen für einen besonders aufmerksamen Service. „Da sind wir die einzigen in der weiten Umgebung“, sagt sie stolz.

Ihrem Mann Hinrich ist es am wichtigsten, dass es den Gästen gefällt, von denen die meisten durch Mund-Propaganda nach Thönse kommen. Zu rund 80 Prozent handelt es sich dabei um Stammgäste, die sogar Fahrten aus Braunschweig oder dem Harz auf sich nehmen, um im Gasthaus Lege zu speisen. Hinrich Schulze freut sich aber auch, dass viele Thönser regelmäßig vorbeischauen: „Es ist uns wichtig, dass sich jeder hertraut.“ Druck verspüre er durch die Höherstufung nicht. Und seine Maxime ändere sich auch nach nunmehr 24 Jahren Selbstständigkeit nicht: „Man muss sich immer wieder hinterfragen. Sonst wird man schlechter.“

Von Frank Walter

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