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Burgwedel Heimatverein zeigt Mühle in Wettmar zum Mühlentag
Umland Burgwedel

Burgwedel: Heimatverein zeigt Mühle Wettmar beim Mühlentag

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17:56 10.06.2019
Die Bockwindmühle in Wettmar zieht beim Mühlentag am Pfingstmontag Hunderte von Besuchern an. Quelle: Sandra Köhler
Wettmar

Wenn der Wind zu Pfingsten noch ein wenig kräftiger geblasen hätte, wäre er perfekt gewesen: der Mühlentag, bei dem der Heimatverein für das Kirchspiel Engensen-Thönse-Wettmar zum Mühlenfest rund um die Bockwindmühle auf dem Brammerberg in Wettmar eingeladen hatte. „Dann würden sich jetzt die Flügel drehen, und wir hätten am Sonnabend gemahlen“, sagte Mühlensprecher Welf-Thure von Lueder am Montagmittag.

Der Deutsche Mühlentag ist für den Arbeitskreis Bockwindmühle im Heimatverein für das Kirchspiel Engensen-Thönse-Wettmar die größte Veranstaltung im Jahr. Regelmäßig kommen mehr als 1000 Besucher.

Doch auch so war die 1585 erbaute Bockwindmühle Anziehungspunkt für groß und klein. Denn wo sonst erfährt man etwas über das alte Handwerk des Müllers, die dahinter steckende Technik und kann sie sogar selbst ausprobieren? Direkt unter dem Mühlenkörper konnten Kinder sich an Mahlsteinen und Handmühlen nach römischem Vorbild versuchen. „Schon früh sind die Menschen darauf gekommen, dass es nicht schön ist, auf Körnern rumzukauen. Sie haben sie gemahlen“, erklärte der Mühlensprecher ihnen. „Das Schöne ist, dass es sich um die gleiche Technik handelt wie die in der Mühle. Nur das die mit Wind angetrieben wird.“

Bockwindmühle muss immer im Wind stehen

Bei Führungen in der Mühle, die 2010/2011 vom Mühlen- auf den Brammerberg versetzt, dort wieder aufgebaut und in einen funktionsfähigen Zustand versetzt wurde, erfuhren Interessierte mehr über genau jene Technik. Erstmals gab von Lueder, Maschinenbauer am Institut für Turbomaschinen und Fluid-Dynamik der Leibniz Universität Hannover, zudem eine Einführung in das Äußere der Mühle. „Die muss immer in den Wind gedreht werden, auch wenn sie nicht in Betrieb ist“, sagte er. Dazu habe die Arbeitsgruppe des Heimatvereins eigens eine Sturmwache eingerichtet. Drei Männer sind nötig, um die 50 Tonnen schwere Mühle mithilfe des Sterz, einer Art schräg abfallendem Ruderbalken, um die eigene Achse zu drehen.

Mühlenflügel mit Tuch und Jalousien

Die Feinabstimmung je nach Windintensität erfolgt über die Flügel. Zwei sind mit Segeltuch bespannt, zwei mit Jalousien versehen. „Segeltuch ist die ältere Technik und auch vom Wirkungsgrad höher“, sagte der Mühlensprecher. Dafür müsse die Mühle angehalten und das Segel gerefft werden, wenn der Wind zu stark blase. Jalousien ließen sich dagegen auch im Betrieb verstellen, erklärte er und zeigte auch wie. Die Liebe zur Wettmarer Mühle, die sowohl den Dreißigjährigen Krieg als auch das Mühlensterben in den Fünfzigerjahren überstanden hat – letzteres als Wochenendhaus – hat von Lueder bereits von Kindesbeinen an gepackt: „Ich habe sie vom Fenster aus sehen können.“

Von Sandra Köhler

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