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Burgwedel Heudamm-Verlängerung – beliebte Abkürzung, aber illegal
Umland Burgwedel Heudamm-Verlängerung – beliebte Abkürzung, aber illegal
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11:27 11.04.2019
Eigentlich eindeutig: Keine Durchfahrt für Unbefugte. Doch das missachten einige Autofahrer, zumeist jene, die aus dem Kreis Celle kommen und den Wirtschaftsweg als Abkürzung nutzen. Quelle: Sandra Köhler
Fuhrberg

Durchfahrt verboten gilt auf der Verlängerung des Heudamm. Doch das stört nur wenige. Der Wirtschaftsweg, der sich in Besitz des Realverbandes befindet, ist eine beliebte Abkürzung zur Autobahn. Dementsprechend gut frequentiert ist er auch. Trotz absoluten Durchfahrtsverbotes, das zahlreiche Schilder auch verkünden.

Falschfahrer häufig mit CE-Kennzeichen unterwegs

„Das sind keine H-Kennzeichen, sondern CE“, hat Julia Rohwer, CDU-Ortsratsmitglied schon häufig beobachtet. Der Schleichverkehr, der sich dann in die Schlesischen Straße ergieße, erhöhe zudem die Gefahr für die Kinder, die die Grundschule am Heudamm nutzen, sind Anwohnerinnen höchst besorgt. Sie mutmaßen zudem, dass genau jener eigentlich illegale Verkehrsfluss ausschlaggeben gewesen sei für geplante Ausweisung von Sachsenring, Mecklenburger Straße und Brandenburger Straße. „Es kann doch nicht sein, dass man jeden auch noch Vorfahrt gewährt“, sagen Nicole Zeising und Tina Platz.

Straße ist nicht für Durchgangsverkehr ausgelegt

„Das Problem ist bekannt“, weiß Ortsbürgermeister Heinrich Neddermeyer (CDU): Es handelt sich um eine alte Kreisstraße, der Weg hat somit Tradition.“ Zusätzlich erschwerend sei, dass eben jene Strecke von Celler Seite aus ausgebaut sei und durchaus eine Strecke weit befahren werden dürfe. Auch dem zweiten Vorsitzende des Realverband Fuhrberg sind die Abkürzungswilligen ein Dorn im Auge. „Wir müssen viel Geld bezahlen, um die Straße in Stand zu setzen.“ Denn die Deckschicht sei mitnichten für Durchgangsverkehr ausgelegt. Die früher existierende Sperre in Form eines Schlagbaumes könne nicht wieder aufgestellt werden. „Das haben wir rechtlich prüfen lassen, das geht nicht.“ Denn an jener Stelle sei einmal ein Motorradfahrer zu Tode gekommen, deshalb habe der gesamte Vorstand vor Gericht gestanden.

Anwohner fordern mehr Polizeikontrollen

Auf Anregung der Anwohner will er erst einmal dafür sorgen, dass die vorhandenen Schilder, die zum Teil von Unbekannten zur Seite gedreht wurden, wieder richtig ausgerichtet werden. Zu stark verblichene Schilder „müssen wir dann wohl einmal ersetzen“, kündigte Neddermeyer an. Auch vermehrte Polizeikontrollen in diesem Bereich könnten eventuell etwas bewirken, regten Anwohner an.

Von Sandra Köhler

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