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Burgwedel Nabu zeigt Vielfalt der Natur im Vogelschutzgehölz
Umland Burgwedel

Burgwedel Isernhagen: Nabu zeigt Vielfalt der Natur im Vogelschutzgehölz 

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07:07 11.06.2019
Bernd Riemeier vom Nabu Burgwedel Isernhagen beginnt den Tag der offenen Tür im Vogelschutzgehölz mit der ersten Führung. Quelle: Sandra Köhler
Großburgwedel

Ein wahres Kleinod ist das Vogelschutzgehölz. Auf dem 1,5 Hektar großen Gelände mit seinen Wald-, Feucht- und Teichflächen tobt das pralle Leben. In der Abgeschiedenheit des Waldgebietes an der Fuhrberger Straße brüten Kleiber und Meisen, tummeln sich Molche, sagen sich Füchse, Dachse und Marderhunde gute Nacht. Sogar die seltene und scheue Rohrweihe brütet dort häufig im Schilf. „Weil es so trocken ist, hat sie sich aber an den Würmsee verzogen“, berichtet Christian Dulce, Vorsitzender des Nabu Burgwedel und Isernhagen. Das gab dem Verein als Eigentümer des Areals die Gelegenheit, am Pfingstmontag das Tor für Besucher zu öffnen. „Wenn die Rohrweihe hier gebrütet hätte, wäre das nicht gegangen. Wenn man sie stört, ist sie weg.“

Nur einmal im Jahr öffnet der Nabu Burgwedel und Isernhagen sein Vogelschutzgehölz für die Öffentlichkeit. Die Besucher erleben ein wahres Kleinod unter der Pflege des Nabu.

Seit 1973 hat der Verein, der auch noch weitere Flächen betreut, die ehemalige Sandgrube vom Realverband Großburgwedel gepachtet. „Früher haben die Bauern hier Sand geholt. Das sieht man auch noch an den Hängen“, erklärt Bernd Riemeier den ersten Besuchern, die sich die seltene Gelegenheit auf einem Blick ins Vogelschutzgehölz nicht entgehen lassen wollten. Seither hat sich das Gelände stark verändert. In den angelegten Teichen leben Amphibien, an den Bäumen hängen zahlreiche Nistkästen. „Das ist der Pirol, den haben wir in diesem Jahr das erste Mal hier gehört“, reagiert er prompt auf ein munteres Gezwitscher. Der Baumläufer brütet in diesem Jahr nicht – Kasten zwei ist leer. Zusatzinformationen zur Unterscheidung vom Kleiber hat Riemeier auch auf Lager: „Der Baumläufer kann den Baum nur hinauflaufen und fliegt dann zum nächsten.“ Der Kleiber hingegen könne den Stamm auch hinunterlaufen.

Schleiereule brütet im Schlauchturm

Im Schlauchturm im Zentrum des Vogelschutzgehölzes brütet gerade eine Schleiereule. Sieben Junge hat sie. „So viele Jungtiere sind ein Zeichen für ein gutes Mäusejahr“, sagt Riemeier. Und es gibt die Nager auch zu sehen. Als Riemeier eine Platte hochhebt, huschen die possierlichen Tierchen zur Seite. „Fünf, nein, sechs“, zählt ein kleines Mädchen erstaunt mit. Am großen, mit Seerosen bewachsenen und von Schilf umgebenen Teich leben sogar die stark bedrohten Sumpfschildkröten – und vermehren sich: „Im letzen Jahr habe ich das erste Mal vier gesehen und auch ein Jungtier“, sagt das Nabu-Mitglied.

Nelken blühen auf der Streuobstwiese

Auf der Streuobstwiese tun sich die Obstbäume eher schwer. „Der Boden ist zu trocken“, sagt Riemeier. Doch was des einen Leid, ist des anderen Freud: Heide- und Karthäusernelken lieben den Standort. Das kommt den Wildbienen zugute, die das Insektenhotel umschwirren. Für sie ist der Tisch reich gedeckt. Wie gut sie selbst für ihren Nachwuchs sorgen, bestimmt übrigens, ob dieser weiblich oder männlich wird: In jede Brutröhre werden vier bis fünf Eier gelegt. Und zwar in separate Kammern hintereinander. In die hinteren Kammern kommt mehr und bessere Nahrung – das werden Weibchen, die dann auch später schlüpfen als die Männchen vorn. „Auch im Tierreich ist es ja häufig so, dass die Männchen schlechter wegkommen“, sagt Riemeier augenzwinkernd.

Von Sandra Köhler

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