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Burgwedel Stadt erprobt Koordinatorstelle statt stellvertretender Leitung in einer Kita
Umland Burgwedel

Burgwedel: Kitas: Stadt erprobt Koordinatorstelle statt stellvertretender Leitung

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17:52 10.10.2019
Koordinator statt stellvertretender Leitung: Burgwedel will dies als Modellprojekt erproben. Quelle: dpa (Symbolbild)
Großburgwedel/Wettmar

Die Stadt Burgwedel will ein Pilotprojekt im Bereich der Kindertagesstätten starten. Die Leiterin der größten städtischen Kita in Wettmar soll stundenweise Unterstützung von einer pädagogischen Koordinatorin bekommen. Diese springt auch ein, wenn die Leiterin erkrankt ausfällt und soll zudem mit sechs Stunden in der Woche die Aufgaben einer sogenannten Facherzieherin übernehmen. Sollte sich dieses Konstrukt in der einjährigen Probephase bewähren, könnten vergleichbare Stellen in allen städtischen Kindertagesstätten geschaffen werden.

Für Koordinatorin wird keine zusätzliche Stelle geschaffen

Für die Eltern bedeutet das Vorhaben vor allem eins: mehr Konstanz in den Gruppen. Da es in Burgwedel keine Stellen für stellvertretende Leitungen mit entsprechender Freistellung gibt, werden bisher konkrete Bereiche auf einzelne Kolleginnen übertragen, wenn die Leiterin abwesend ist. Das aber heißt auch: In der Zeit, in der die Gruppenkraft diesen Tätigkeiten nachgeht, fehlt sie in der Gruppe. Damit wäre mit der Einstellung einer pädagogischen Koordinatorin zumindest in Wettmar erst einmal Schluss. Laut der Ersten Stadträtin Claudia Concilio handelt es sich dabei nicht um eine zusätzliche Stelle. „Dafür sind die Stunden zu gering. Es wird in der Praxis so aussehen, dass eine Mitarbeiterin aus der Einrichtung aufstocken wird.“

Stadt veranschlagt 23.200 Euro jährlich

Vorgesehen sind zehn Stunden wöchentlich für die Unterstützung und Vertretung der Leitung sowie weitere sechs Stunden für die Tätigkeiten einer Facherzieherin. Dafür veranschlagt die Stadt Kosten in Höhe von jährlich 23.200 Euro. Finanzielle Unterstützung könne über das Gute-Kita-Gesetz kommen, mit dem der Bund die Länder bis 2022 mit insgesamt 5,5 Milliarden Euro bei Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Qualität in der Kindertagesbetreuung und zur Gebührenentlastung der Eltern unterstützt. Facherzieher können sowohl Kinder mit Beeinträchtigungen als Integrationsfachkraft begleiten als auch Eltern beraten, neue pädagogische Ansätze einbringen und so die Gruppenkräfte entlasten.

Aufgaben der Kita-Leitungen sind vielfältig

Für die Kita-Leitungen sind die Anforderungen mittlerweile so hoch, dass aus Sicht der Stadt eine stundenweise Unterstützung sinnvoll ist. Sie müssen sich unter anderem um die Bereiche Personalplanung, konzeptionelle Weiterentwicklung, Qualitätssicherung, Beschwerdemanagement, das Überprüfen von Bedarfsstrukturen, Elternarbeit, Arbeits- und Datenschutz samt Erstellung entsprechender Schutzkonzepte und die Vernetzung mit Schulen und Therapeuten kümmern, aber auch Verwaltungstätigkeiten und Dokumentationen ausführen. Andere Kommunen leisten sich zur Unterstützung deshalb stellvertretende Leitungen.

Bericht zu Projekterfahrungen im Herbst 2020

Sowohl finanziell als auch von den Kompetenzen her solle, so Concilio, die neue Koordinatorin zwischen den Erzieherinnen und der Leitung angesiedelt sein. Es handle sich also um eine Möglichkeit der beruflichen Weiterentwicklung. Die Stelle werde immer direkt an den Einrichtungen angedockt sein. „Mit Springerstellen haben wir keine so guten Erfahrungen gemacht, da sich die Aufgaben in der Leitung von Einrichtung zu Einrichtung doch stark unterscheiden können“, sagt Concilio. Im Herbst 2020 soll die Politik über die Ergebnisse des Modellprojektes informiert werden.

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