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Burgwedel Kultureller Frühling: Boldoczki und Fejes begeistern im Amtshof
Umland Burgwedel

Burgwedel: Kultureller Frühling: Boldoczki und Fejes begeistern im Amtshof

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00:17 14.05.2019
Gábor Boldoczki und Krisztina Fejes spielen ein wunderbares Konzert im Amtshof. Quelle: Jürgen Zimmer
Großburgwedel

In einem Orchester spricht man von Blechbläsern und Tastenspielern. Am Freitagabend hatten die Besucher im Amtshof im Rahmen der Reihe „Kultureller Frühling“ Gelegenheit, einen Blechbläser der Extraklasse kennen zu lernen. Der Ungar Gábor Boldoczki gehört zu den besten seines Genres in Europa und wird von nicht wenigen als würdiger Nachfolger des französischen Jahrhundert-Trompeters Maurice André gehandelt. Der zweifache Echo-Klassik-Preisträger stand aber nicht allein auf der Bühne. Pianistin Krisztina Fejes entpuppte sich als die eigentliche Überraschung des Konzertabends.

Von der Begleiterin zur Solistin

Das sachkundige Publikum hatte vom Trompetenstar Boldoczki nichts anderes als Genialität erwartet – und bekam sie auch geliefert. Die ihn begleitende Pianistin wurde beim Eröffnungsstück –„Arie und Variationen für Trompete“ von Georg Friedrich Händel – zunächst nur als Beigabe für die leichte, erhebende Melodie wahrgenommen. Der Meister brillierte. Bis sich schnell herausstellte, dass eigentlich zwei Konzerte gegeben wurden: ein Trompetenkonzert mit Klavierbegleitung und ein Klavierkonzert. Denn die Hälfte des Konzerts gestaltete die mit dem Bela-Bartók-Preis ausgezeichnete Ungarin allein.

Enthusiastischer Applaus und Bravo-Rufe

Ihr erstes Solo-Stück, die „Nocturne op. 55 Nr. 2“ von Frédéric Chopin, sorgte für eine hochkonzentrierte Aufmerksamkeit des Publikums. Gleich mit dem nächsten Stück von Gabriel Fauré konnte sie mit kühnen Modulationen, kuriosen Klängen und unkonventionellen Rhythmen glänzen. Der Applaus fiel entsprechend enthusiastisch aus. Die Paraphrase auf Verdis „Rigoletto“ von Franz Liszt verlangte der Pianistin alles ab. Boldoczki konterte mit der Fanfare aus Stanley Friedmanns Komposition „Solus“. Seine Interpretation des modernen Werkes wurde mit Bravo-Rufen honoriert.

Zum Schluss wurde es nochmal heiß, mit den surrealistisch anmutenden „Scenes de la Csarda op. 32, Nr. 4“ und „Hejre Kati“ vom Ungar Jenö Hubays. Nach einem nicht enden wollenden Applaus gab es als Zugabe die einfache Melodie des Liedes „Share my Yoke“. Weitere Zugaben verweigerten die beiden sympatischen Musiker höflich, aber konsequent. Schade.

Von Jürgen Zimmer

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