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Burgwedel Kultureller Herbst: Folkband Flook begeistert Zuhörer im Amtshof
Umland Burgwedel

Burgwedel: Kultureller Herbst: Folkband Flook begeistert Zuhörer im Amtshof

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17:10 10.10.2019
Sarah Allen (von links), Ed Boyd, John Joe Kelly und Brian Finnegan bilden die irisch-britische Band Flook. Quelle: Jürgen Zimmer
Großburgwedel

Die Besucher der zweiten Veranstaltung in der Reihe Kultureller Herbst im voll besetzten Amtshof waren vorgewarnt: Keiner könne sich ihrer Spielfreude und Energie entziehen, verkündete die Programminformation zur Band Flook. Obgleich man ja nicht allen Jubeltiraden unbedingt folgen sollte – diese Ankündigung bewahrheitete sich bereits nach den ersten Takten von Sarah Allen und Brian Finnegan mit ihren Flöten, Ed Boyd an der Gitarre und John Joe Kelly an der Bodhrán, einer irischen Rahmentrommel.

Flook klingt nicht wie die Band soundso – Flook klingt einmalig und transparent und hat einen hohen Wiedererkennungswert. Die vier Musiker aus England und Irland schaffen eine eigene instrumentale Musikwelt, eine intuitive Kunst des Gemeinsamen, basierend auf der individuellen Klasse des Einzelnen. Die meisten ihrer Reels und Jiggs wurden von Finnegan und Allen selbst geschrieben.

Yogameister oder Jägermeister?

„Die singen ja gar nicht“, war in der Pause vereinzelt zu hören. Nein, Flook präsentierte keine gefühlvollen Balladen, in denen gesoffen, gemeuchelt und geliebt wird – dafür aber reinen Hörgenuss durch den Einsatz verschiedener Flöten, mit Pfeifen und dem Akkordeon. Abgesehen von der technischen Brillanz zeichneten sich die Stücke durch fantasievolle Arrangements und mutige, unerwartete Rhythmenwechsel aus. Zwischendurch führten die Musiker abwechselnd durch das Programm – auf Englisch mit wenigen eingeschobenen deutschen Wörtern. So verwechselte Gitarrist Boyd gekonnt zufällig Yogameister mit Jägermeister. Die Besucher im Amtshof wurden von dem Auftritt mitgerissen, wie glänzende Augen und stürmischer Applaus belegten.

Band Flook legt bemerkenswerte Karriere hin

Vor mehr als 20 Jahren von vier Freunden gegründet, stieg Flook mit dem Debüt-Studioalbum „Flatfish“ (Flook ist eine alte Bezeichnung für Plattfische) in die internationale Musikszene ein. Eine bemerkenswert erfolgreiche Karriere folgte. Nachdem die Band bei den BBC Folk Awards 2006 als beste Gruppe ausgezeichnet worden war, legte Flook 2008 eine kreative Pause ein. Jedes der Mitglieder ging seiner Wege, aber gelegentlich traten sie weiter in Live- und Festivalshows auf. 2013 formierte sich die Band neu und gehört seitdem zur Crème de la Crème der keltischen Musikszene. Im Oktober touren die Musiker noch durch Deutschland. Im November können sich dann die Prager, Moskauer und St. Petersburger Fans auf Flook freuen.

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