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Burgwedel Bockwindmühle Wettmar ist fit für den Mühlentag
Umland Burgwedel

Burgwedel: Mahlstein der Bochwindmühle Wettmar ist inspiziert

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00:21 25.05.2019
Mit einem Kran heben Christian Trump vom Heimatverein (links) und Mühlenexperte Rüdiger Hagen den Mahlstein an. Quelle: privat
Wettmar

Das ist echte Schwerstarbeit: Mit vereinten Kräften und einem kleinen Holzkran wuchten Müllereitechniker Rüdiger Hagen und seine Mitstreiter den Mahlstein der Wettmarer Bockwindmühle in die Höhe. Es ist Zeit für die große Frühjahrsinspektion, denn in gut zwei Wochen steht der erste Saisonhöhepunkt auf dem Terminplan. Dann lädt der Heimatverein für das Kirchspiel Engensen, Thönse, Wettmar als Betreiber der Mühle für Pfingstmontag zum alljährlichen Mühlentag ein. Und bis dahin muss alles funktionieren.

Die Bockwindmühle steht zwischen Wettmar und Engensen. Quelle: privat

Rillen des Mahlwerks werden nachgeschärft

Für die Inspektion hat der Verein wieder den Spezialisten Rüdiger Hagen aus der Wedemark verpflichtet. Er kennt die Mühle bestens, half auch schon beim Wiederaufbau vor neun Jahren mit. Aus zwei Gründen ist die Inspektion notwendig: „Zum einen muss der Bereich zwischen den Mahlsteinen regelmäßig gereinigt, zum anderen die Rillen im Stein inspiziert und gegebenenfalls nachgeschärft werden“, erläutert Wilfried Künstler. Er ist Vorstandsmitglied im Heimatverein und selbst großer Mühlenfan. Schon vor Jahren hat er mit viel Eigenleistung die alte Mühle in Engensen zu seinem Wohnhaus umgebaut. Getreide kann dort allerdings nicht mehr gemahlen werden. Neben den Flügeln fehlt unter anderem auch das Mahlwerk.

Mahlstein wiegt 1,4 Tonnen

Nach der Inspektion der Wettmarer Mühle zieht Hagen ein positives Fazit: „Alles in Ordnung“, sagt Hagen, nachdem er den 1,4 Tonnen schweren Stein unter die Lupe genommen hat. Mit einem Durchmesser von 154 Zentimetern ist dieser alles andere als handlich. Größe und Gewicht sind auch der Grund dafür, dass ausschließlich Dinkel gemahlen wird. „Würden wir verschiedene Getreidesorten verwenden, müssten wir bei jedem Wechsel den Mühlstein für eine Grundreinigung anheben. Das wäre einfach zu viel Aufwand“, sagt Künstler und verrät noch ein paar Details zur Mühle: Rund zwei Doppelzentner Getreide kann sie in der Stunde mahlen, und zu viel Wind ist auch nicht gut für sie. „Ab Windstärke sieben ist Schluss.“

Alles in Ordnung? Welf-Thure von Lueder vom Heimatverein (links) und Mühlenexperte Rüdiger Hagen inspizieren den Mahlstein. Quelle: privat

Pfingstmontag lädt der Heimatverein zum Mühlenfest ein

Das Fest an der Bockwindmühle – sie liegt an der Hauptstraße zwischen Wettmar und Engensen – beginnt am Pfingstmontag, 10. Juni, um 10 Uhr mit einem Gottesdienst. Ab 11 Uhr gibt es dann Führungen und auch Aktionen für Kinder. Unter anderem baut der Thönser Ortsbürgermeister Theo Rockahr wieder sein Kinderkarussell auf, und Ponys werden da sein.

Übrigens: In diesem Jahr steht neben dem Mühlenfest noch ein weiterer ganz besonderer Termin im Kalender. Ende August findet in Berlin ein Mühlensymposium mit Gästen aus aller Welt statt. „Im Anschluss daran wird sich eine Gruppe von Mühlenenthusiasten auf den Weg machen und einige Mühlen besichtigen, darunter auch die in Wettmar“, sagt Künstler und freut sich schon auf die Experten.

Verein bietet Müllerkurse an

Wer jetzt Lust bekommen hat, selbst mal als Müller am Mahlstein zu stehen, für den hat Künstler einen Tipp parat. „Von Zeit zu Zeit bieten wir Müllerkurse an. Wenn sich genug Interessenten finden, kann es ganz fix losgehen“, sagt er. Weitere Informationen hat Heimatvereinsvorsitzender Achim Rispenpart unter Telefon (05139) 4404. Er nimmt auch Anmeldungen entgegen.

Weitere Informationen zum Heimatverein finden Sie hier

Von Thomas Oberdorfer

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