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Burgwedel Notdienst: Mehr als 1000 Patienten nutzen Praxis am Krankenhaus
Umland Burgwedel Notdienst: Mehr als 1000 Patienten nutzen Praxis am Krankenhaus
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15:37 09.04.2019
Bei Fieber, Grippe und anderen Erkrankungen ist die Bereitschaftsdienstpraxis am Krankenhaus Großburgwedel die richtige Anlaufstelle Quelle: Timm Schamberger/dapd/Symbolbild
Großburgwedel

Wer kennt das nicht? Gefühlt kommen Fieber, Grippe oder Harnwegsentzündungen immer dann auf, wenn die Hausarztpraxis geschlossen hat. Und doch: Meist sind die Symptome so unangenehm, dass das Warten bis zum nächsten Morgen oder gar bis zum nächsten Montag keine Option ist. Für all diese Fälle gibt es seit vergangenem Sommer die Bereitschaftsdienstpraxis am Krankenhaus Großburgwedel. Die erste Bilanz fällt jetzt positiv aus: „Die Patienten nehmen die Bereitschaftspraxis gut an“, betont Detlef Haffke, Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN), die federführend die Dienste dort organisiert.

1031 Patienten allein an den Wochenenden

1031 Patienten haben die Bereitschaftsdienstpraxis bis Ende des Jahres allein an den Wochenenden besucht – für das erste Quartal 2019 liegen noch keine Zahlen vor. Fast genauso viele Patienten haben einen Hausbesuch in Anspruch genommen. Sonnabends und sonntags öffnet die Praxis stets von 10 bis 14 Uhr von 17 bis 20 Uhr. Die Ärzte, die Patienten dann im ersten Obergeschoss des Krankenhauses im Aufnahme- und Untersuchungszentrum (AUZ) antreffen, sind Mediziner, die in Burgwedel, Langenhagen, Isernhagen oder der Wedemark eine Praxis betreiben. Insgesamt teilen sich 149 Ärzte im Norden Hannovers die Notdienste.

So funktioniert die 116 117

Der hausärztliche Bereitschaftsdienst unter der 116 117 ist immer außerhalb der regulären Öffnungszeiten der niedergelassenen Ärzte zu erreichen. Das heißt: montags, dienstags und donnerstags ab 19 Uhr, mittwochs und freitags ab 15 Uhr sowie sonnabends, sonntags und feiertags ab 8 Uhr bis zum Folgetag um 7 Uhr. Wer die kostenlose Nummer wählt, wird nach Eingabe seiner Postleitzahl mit einer der regionalen Leitstellen verbunden. Die Mitarbeiter stellen Fragen über die Erkrankung und weisen einem den Weg zur nächsten Bereitschaftsdienstpraxis –beispielsweise am Krankenhaus in Großburgwedel – oder informieren bei Bedarf einen fahrenden Bereitschaftsarzt, der dann zum Hausbesuch vorbeikommt. Das Angebot richtet sich nicht nur an Erwachsene, sondern kann auch für Kinder in Anspruch genommen werden. Alle weiteren Informationen gibt es im Internet auf www.116117info.de. Wichtig: In Notfällen, die einer schnellen Behandlung bedürfen, gilt weiterhin der Notruf 112. car

Neben den Diensten in der Bereitschaftspraxis gibt es weiterhin „fahrende“ Ärzte, die bei Bedarf einen Hausbesuch abstatten. Mit der Eröffnung des Praxis sollten die niedergelassenen Ärzte entlastet werden. Aus den ehemals drei Notdienstbezirken (Burgwedel/Isernhagen, Langenhagen, Wedemark) wurde ein gemeinsamer und sehr viel größerer Bezirk für alle vier Nordkommunen geschaffen. „Die Dienstfrequenz pro Arzt liegt jetzt bei zwei bis drei Diensten pro Halbjahr“, erläutert Haffke. „Es ist eine sichtbare Entlastung eingetreten.“ Denn: Vor allem in der Wedemark, wo nicht so viele Ärzte ihre Praxen haben, hatten Mediziner zuvor teils sieben Notdienste pro Halbjahr stemmen müssen.

Alle(s) unter einem Dach: Kooperation funktioniert

Einen weiteren Vorteil, den KVN und Krankenhaus sich von der gemeinsamen Praxis in Großburgwedel erhofft hatten, war es, das Team der Notaufnahme zu entlasten. Zu oft fanden sich dort im Warteraum nur leicht erkrankte Patienten, die eigentlich kein Fall für die Notaufnahme waren. Diese können nun an die Bereitschaftsdienstpraxis nebenan verwiesen werden. „Wir sind sehr zufrieden, die Kooperation klappt gut“, sag Antje Hoffmann, Ärztliche Direktorin des Krankenhauses Großburgwedel. Patienten mit leichten Erkrankungen, die typischerweise ambulant versorgt werden, als auch Patienten, die einer stationären Unterbringung in der Klinik benötigen, könnten jetzt unter einem Dach behandelt werden.

Mittwochs und freitags gibt es das Angebot in der Notaufnahme

Und doch: An manchen Stellen hapert es dann doch noch. So gibt es den Bereitschaftsdienst am Krankenhaus zwar auch mittwochs und freitags von 17 bis 21 Uhr. Öfters wurden Patienten in den vergangenen Monaten aber zu dieser Zeit von Mitarbeitern wieder nach Hause geschickt mit dem Hinweis, dass es das Angebot nur am Wochenende gebe. „Da kann es sich nur um Missverständnisse handeln“, sagt Hoffmann. Zu diesen Zeiten finde der Bereitschaftsdienst definitiv statt – jedoch in den Räumen der Notaufnahme und mit Ärzten des Krankenhauses. So hatten es KVN und Krankenhaus im vergangenen Jahr vereinbart. „Wir werden die interne Kommunikation bezüglich dieses Organisationswechsels noch etwas nachschärfen“, verspricht Haffke.

Von Carina Bahl

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