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Burgwedel Nur eine Übung: Feuerwehren rücken zu Brand in Kleinburgwedel aus
Umland Burgwedel Nur eine Übung: Feuerwehren rücken zu Brand in Kleinburgwedel aus
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00:18 12.04.2019
Nur eine Übung: Feuerwehrleute bereiten den Einsatz an dem ehemaligen Böcker-Hof an der Neuen Straße in Kleinburgwedel vor. Quelle: Thomas Oberdorfer
Kleinburgwedel

Lautes Sirenengeheul schreckte am Dienstagabend die Bewohner von Kleinburgwedel und Thönse auf. Über die Einsatzleitstelle Hannover wurden die Feuerwehren der beiden Orte zu einem Brand nach Kleinburgwedel gerufen. Dieser entpuppte sich am Ende als eine Übung. Ein wirklichen Brand gab es nicht.

40 Feuerwehrleuten eilen zum Einsatzort

Doch davon ahnten die Feuerwehrleute anfangs nichts. Mit 40 Mann eilten die Mitglieder der beiden Wehren zur Neuen Straße in Kleinburgwedel. Als sie dort ankamen quoll dichter Qualm aus Türen, Fenstern und unter den Dachziegeln des ehemaligen Böcker-Hofs hervor. Soweit wirkte das Szenario echt – was fehlte war der Brandgeruch, denn den konnten die Nebelmaschinen der Kleinburgwedeler Feuerwehr nicht verbreiten. Schnell war den Feuerwehrleuten klar, dass es sich dann wohl doch um eine Übung handelte.

Zweite Übung innerhalb weniger Tage

Das war bereits das zweite Training für die Kleinburgwedeler Wehr binnen weniger Tage. Eine Woche zuvor übten sie zusammen mit ihren Kollegen aus Großburgwedel in den Hallen des Metallbaubetriebs Rosenhagen im Ort. Eine solche Häufung von Übungen ist die Ausnahme. „Eigentlich setzen wir alle drei Monate so etwas an“, sagt Ortsbrandmeister Walter Sonnefeld. „Aber hier hatte sich eine sehr seltene Gelegenheit geboten. Das Haus an der Neuen Straße ist leergeräumt und wird demnächst abgerissen“, erklärt er weiter. „Wenn sich einem eine solche Gelegenheit für eine Übung bietet, dann kann man die nicht ungenutzt verstreichen lassen. In solch einem Gebäude kann man wirklich realistisch trainieren.“

Ebenfalls eine Ausnahme war die Art der Alarmierung. Während die Feuerwehrleute beim Rosenhageneinsatz von vorneherein wussten, dass es sich um eine Übung handelte, alarmierte am Dienstagabend die Leitstelle in Hannover die Feuerwehrleute der beiden Wehren mit Sirenen und Piepern.

Drei Trupps mit Atemschutz im Gebäude

Zurück zum Brand: Mit Atemschutz ausgerüstet drangen drei Teams der Feuerwehr in das Haus vor. Gut eine halbe Stunde dauerte es, bis sie den Brand als gelöscht meldeten. „Richtig gut ist die Rettung der im Haus vermissten Personen gelaufen“, freut sich Sonnefeld. Bereits nach kurzer Zeit bargen die Feuerwehrleute einen Erwachsenen. Wenig später trugen sie dann auch noch ein verletztes Kind aus dem Gebäude. „Die beiden Menschen zu finden, war für die Kollegen keine leichte Aufgabe“, sagt der Ortsbrandmeister. Mit rund 180 Quadratmetern Wohnfläche auf zwei Stockwerken war der Übungsbereich recht groß und die beiden eingesetzten Nebelmaschinen ließen keine Sicht zu. Zudem ist das alte Gemäuer sehr verwinkelt gebaut. „In solchen Fällen erkunden die Feuerwehrleute tastend das gesamte Haus“, erklärt Sonnefeld die Vorgehensweise seiner Leute.

Realistische Übung: Mit viele Wasser wird der Brand auf dem Hof Böcker bekämpft. Quelle: Thomas Oberdorfer

Das Haus wird demnächst abgerissen

Nach gut einer Stunde rückten die beiden Feuerwehren wieder vom Einsatzort ab. Damit ist jetzt wohl das vorletzte Kapitel über das Haus geschrieben. Das letzte folgt in wenigen Wochen. Dann kommen die Bagger und reißen die Gebäude auf dem Grundstück ab und machen Platz für einen Neubau. Den will die Familie dort für sich errichten. „Es lohnt sich einfach nicht das alte Haus zu sanieren. Da müsste einfach zu viel getan werden“, sagt der jetzige Eigentümer Hans Otto Neutsch, der übrigens selber Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Kleinburgwedel ist.

Von Thomas Oberdorfer

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