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Burgwedel Region bleibt dabei: Spielstraße in Fuhrberg kommt
Umland Burgwedel Region bleibt dabei: Spielstraße in Fuhrberg kommt
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07:37 12.04.2019
Die Region will neben dem Sachsenring noch drei weitere Straßen in Fuhrberg als Spielstraßen ausweisen. Bürgerbedenken werden dabei ignoriert. Quelle: Sandra Köhler
Fuhrberg

Die Fronten sind massiv verhärtet. Trotz massiver Proteste der Anwohner und des Ortsrates hält die Region Hannover an ihrem Vorhaben fest, die Straßen Sachsenring, Mecklenburger Straße und Brandenburger Straße zu einem verkehrsberuhigten Bereich umzuwidmen. Nicht einmal die gesammelten Unterschriften gegen dieses Vorhaben konnten Nicole Zeising und Tina Platz übergeben. Denn die Regionsvertreter ignorierten sämtliche Anfragen schlicht. Nun sind die Sprecherinnen des Bürgerprotestes richtig verärgert. „Wir haben die Sache einer Anwältin übergeben.“

Kommunalpolitiker bei Ortsratstermin „abgewatscht“

„Wir laufen gegen eine Wand“, konstatierte Ortsbürgermeister Heinrich Neddermeyer, als er in der letzten Ortratssitzung den Sachstand zum Besten gab. Bei einem zweistündigen Ortstermin seien die vier anwesenden Lokalpolitiker richtiggehend „abgewatscht“ worden, als sie den Vertretern von Polizei und Region die Argumente gegen eine Ausweisung der drei Straßen zu verkehrsberuhigten Bereichen vortrugen. Die bisherige Praxis unterscheide sich nicht von der in einer Spielstraße, wenn diese offiziell eingerichtet werde, hätten die Anwohner nur Nachteile wie Parkplatzprobleme. Die Kinder auf dem Weg zur Grundschule seien durch die in Zuge der Maßnahme erfolgende Aufhebung der Rechts-vor-links-Regelung auf der Schlesischen Straße nicht sicherer, sondern im Gegenteil mehr gefährdet. „Wir stehen 100 Prozent hinter euch, können aber leider nichts machen“, sagte Neddermeyer geradezu resigniert.

Region will Unterschriften nicht annehmen

Die streitbaren Damen hatten sich inzwischen den Rat des Burgwedeler Bürgermeisters Axel Düker zu Herzen genommen und versucht, mit der Region Kontakt aufzunehmen, um dort einen Termin zur Übergabe der Unterschriften gegen den verkehrsberuhigten Bereich zu vereinbaren. Doch auch sie liefen auf. „Ich habe direkt an den Regionspräsidenten Herrn Jagau geschrieben“, sagt Tina Platz: „Die Mail wurde auch gelesen. Nur geantwortet hat er nicht.“ Auch ein Schreiben an den Leiter der Verkehrsbehörde der Region sei unbeantwortet geblieben, bedauert Zeising. Die einzige Reaktion, die es gab, sei von der Beschwerdestelle der Region gekommen. „Das ist alles, aber keine Bürgernähe“, ärgern sich die beiden über die anhaltende Ignoranz. Mittlerweile haben sie eine Anwältin mit der Angelegenheit betraut. „Wir reden jetzt auch nicht mehr mit der Region. Vielleicht tut sich etwas, wenn sie den Briefkopf eines Juristen sehen.“

Von Sandra Köhler

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