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Burgwedel Region stellt überarbeitete Pläne für Thönser Ortsdurchfahrt vor
Umland Burgwedel Region stellt überarbeitete Pläne für Thönser Ortsdurchfahrt vor
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00:17 13.04.2019
Gut besuchte Ortsratsitzung: Viele wollten sich über die Pläne über die Bauarbeiten an der Ortsdurchfahrt informieren. Quelle: Thomas Oberdorfer
Thönse

Die Region hat die Pläne für Umbau und Sanierung der Thönser Ortsdurchfahrt geändert. Ein geplanter Kreisel an der Abzweigung in Richtung Wettmar wird nicht gebaut. Und auch für die umstrittene Bushaltestelle Lange Reihe/Bruchstraße zeichnet sich inzwischen eine Kompromisslösung ab. Damit reagierte die Region auf den teils heftigen Widerstand im Dorf. Die neuen Pläne stellte die Behörde am Dienstagabend im Dorfgemeinschaftshaus in Thönse vor.

Und so sehen sie im Detail aus: Die Ortsdurchfahrt wird auf der kompletten Länge vom Ortseingang auf Großburgwedeler Seite bis hin zum Ortseingang auf der Engenser Seite überarbeitet. Dabei soll die Fahrbahndecke erneuert werden und dort, wo Bedarf ist, werden auch die Bürgersteige neu hergerichtet. „Das ist nicht an allen Stellen notwendig“, erklärte der von der Region mit der Planung beauftragte Bauingenieur Stefan Weinkopf.

Fahrradschutzstreifen gibt es nur auf der südlichen Seite

Die größten Änderungen wird es nach dem Umbau der Ortsdurchfahrt für die Fahrradfahrer geben. Sie sollen künftig die Straße benutzen, und nicht mehr auf den Bürgersteigen fahren dürfen. „Das ist die sicherste Lösung“, sagte der Planer. Seine Kollegin Wiebke Schepelmann kündigte eine weitere Neuerung gegenüber den bisherigen Plänen an. Der auf der südlichen Seite von Großburgwedeler Straße und Langer Reihe geplante Fahrradschutzstreifen wird mit einem roten Belag versehen. „Das wird die Region künftig bei allen derartigen Maßnahmen so machen“, erklärte die Regionsmitarbeiterin und kündigte entsprechende Nachbesserungen für die bereits sanierte Ortsdurchfahrt in Engensen an. Auch in Fahrtrichtung Großburgwedel müssen die Radfahrer künftig die Straße benutzen. Allerdings wird es auf der nördlichen Seite keinen Fahrradschutzstreifen auf der Fahrbahn geben. „Dafür reicht der Platz einfach nicht aus“, sagte Weinkopf zur Begründung.

Bushaltestelle Bruchstraße wird verlegt

Nicht erweichen lassen wollten sich die Planer bei der Busbucht an der Haltestelle Bruchstraße. Sie wird es künftig nicht mehr geben. Der Bus wird dann am Fahrbahnrand auf der Straße halten. Aber die Planer kommen den Thönsern ein Stück weit entgegen. Genauer gesagt zwischen 50 und 100 Metern. Um soviel soll die Haltestelle in Richtung Großburgwedel verlegt werden. Mit diesem Vorschlag konnten sich die anwesenden Thönser arrangieren. Denn: So erhalten Autofahrer, die aus der Bruchstraße in die Lange Reihe einbiegen wollen, wieder freie Sicht. Ein gleich hinter der Kreuzung auf der Straße parkender Bus, hätte aus Richtung Großburgwedel kommende Fahrzeuge verdeckt. Um die Übersichtlichkeit in diesem Bereich noch weiter zu verbessern, wollen Schepelmann und Weinkopf eine weitere Idee aus der Ortsratssitzung aufgreifen und einen Spiegel im Kreuzungsbereich installieren lassen.

Erneute Abfuhr für den Bau eines Kreisels

Nicht erwärmen konnten sich hingegen weder Ortsratsmitglieder noch Besucher für die Idee, an der Kreuzung vielleicht doch noch einen Kreisel zu bauen, wie Planer Weinkopf es noch einmal vorsichtig vorschlug. „Das würde mit Abstand am besten für Sicherheit sorgen“, sagte Weinkopf und warb noch einmal für seinen Vorschlag. Vergebens. Auch seine Beteuerungen, dass sowohl Lastkraftwagen als auch landwirtschaftliche Maschinen solch einen Kreisel problemlos überfahren könnten und für diese Fahrzeuge keinerlei Hindernis darstellen würde, mochte die Anwesenden nicht überzeugen. Der Rest hingegen schon: „Das Ergebnis, wie es jetzt auf ddem Tisch liegt, ist für alle Beteiligten eine gute Sache“, sagte Ortsratsmitglied Klemens Koss.

Arbeiten sollen noch im Sommer beginnen

Noch im Sommer sollen nun die Arbeiten beginnen. Der genaue Termin steht allerdings noch nicht fest. Zuvor will die Region noch letzte Änderungen in ihre Planungen einarbeiten. Darin enthalten sind dann auch Vorschläge aus der Ortsratssitzung von Dienstagabend. Eine Vorstellung der endgültigen Pläne wird es im Ortsrat durch die Behörde wohl nicht mehr geben. „Wir senden sie den Mitgliedern des Gremium per E-Mail zu“, kündigte Schepelmann an.

Die Befürchtung vieler Thönser, dass demnächst zwei Baustellen den Ort lahmlegen werden, räumte Regionssprecher Klaus Abelmann gegenüber dieser Zeitung aus. „Die Arbeiten an der Ortsdurchfahrt werden erst begonnen, wenn der in Bau befindliche Radweg zwischen dem Ort und Neuwarmbüchen fertiggestellt ist“, sagte er auf Nachfrage. Und es gab noch ein weiteres Versprechen an diesem Abend im Dorfgemeinschaftshaus. Zwar werde die Ortsdurchfahrt während der Arbeiten für den Durchgangsverkehr gesperrt werden, aber „die Thönser können auch dann ihre Grundstücke an den beiden Straßen mit dem Auto anfahren“, erklärte Weinkopf.

Von Thomas Oberdorfer

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