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Burgwedel Ab Februar: Regiobus bringt Grundschüler nach Kleinburgwedel
Umland Burgwedel

Burgwedel: Region übernimmt Schülertransport

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11:44 23.12.2019
Ab dem 5. Februar wird Regiobus Großburgwedeler Schulkinder nach Kleinburgwedel fahren.
Ab dem 5. Februar wird Regiobus Großburgwedeler Schulkinder nach Kleinburgwedel fahren. Quelle: Symbolbild
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Burgwedel/Hannover

Diese Nachricht dürfte Stadtkämmerer Christian Möhring freuen: Ab dem 5. Februar muss die Stadt nicht mehr den Transport von Großburgwedeler Kindern zur Kleinburgwedeler Grundschule organisieren. Das übernimmt dann Regiobus mit dem Einsatz eines zusätzlichen Busses am Morgen. Die Rechnung für diese Fahrten über jährlich 83.000 Euro werden aus der Regionskasse beglichen. Die Regionsversammlung stimmte jetzt einem entsprechenden Antrag der Verwaltung zu. Die Entscheidung der Politiker fiel einstimmig.

Disput mit langer Vorgeschichte

Die Schülerbeförderung nach Kleinburgwedel sorgte lange Zeit für Differenzen zwischen der Stadt Burgwedel und der Region: Aufgekommen war das Problem bereits 2016. Damals wurden die Einzugsgrenzen der Burgwedeler Schulbezirke verändert. Großburgwedeler Kinder, die nordöstlich von Fuhrberger beziehungsweise Thönser Straße wohnen, werden seitdem an der Grundschule in Kleinburgwedel unterrichtet. So sollte eine bessere Auslastung der Grundschulen erreicht werden. Mittlerweile kommt fast jedes zweite Kind an der Kleinburgwedeler Schule aus Großburgwedel.

Ein Problem ließ sich jedoch nicht so leicht lösen: Wie kommen die Schüler rechtzeitig zur Schule? Eine passende Verbindung mit Bussen des öffentlichen Personennahverkehrs gab es nicht und ließ sich auch nicht einrichten. Die Region – eigentlich für die Schülerbeförderung zuständig – scheute die Kosten und lehnte den Einsatz eines zusätzlichen Busses bis dato ab.

Eltern laufen Sturm

Die Idee der Behörde: Die Schule sollte früher oder später anfangen, sodass die Kinder mit dem Linienbus nach Kleinburgwedel fahren könnten. Schulbeginn sollte entweder um 7.30 Uhr oder um 8.25 Uhr sein. Die Eltern machten bei der Idee allerdings nicht mit und liefen Sturm gegen den Vorschlag.

Aber auch die Schule sprach sich gegen eine Änderung des Unterrichtsbeginns aus. „So etwas ist in der Praxis überhaupt nicht umzusetzen“, erklärte Anna-Marie von Badewitz, Leiterin der Kleinburgwedeler Grundschule auf Nachfrage. „Der Tagesablauf vieler Eltern ist auf einen Schulbeginn um 8 Uhr abgestellt“, so die Rektorin. „Oftmals müssen Geschwisterkinder zu anderen Schulen gebracht werden, oder Mutter oder Vater müssen einen Zug am Bahnhof erreichen. Mit solch einer Änderung des Schulbeginns stürzt bei manchem ein Zeitgerüst komplett zusammen.“

Stadt setzt Kleinbusse ein

Um die Kinder dennoch pünktlich zum Unterricht zu bringen, organisierte die Stadt Fahrten mit Kleinbussen. Eine recht teure Lösung, die erst einmal aus der Stadtkasse bezahlt wurde. Rund 90.000 Euro zahlte die Stadt bislang für die Fahrten der Schüler von Groß- nach Kleinburgwedel. Doch auch die Kommune wollte nicht auf den Kosten sitzen bleiben. Die Stadt forderte die Region 2018 auf, die Rechnung für den Transport zu übernehmen – und scheiterte damit.

Die Region hielt an ihrem Plan fest und deren Team Schülerbeförderung stellte im vergangenen Jahr bei der Landesschulbehörde einen Antrag, die Unterrichtszeiten an der Grundschule Kleinburgwedel zu verändern. Allerdings ohne Erfolg. Die übergeordnete Behörde lehnte dies im Sommer ab. Nun muss die Region für die Beförderung der Kinder sorgen. Das soll mit Beginn des kommenden Schulhalbjahres ab dem 5. Februar geschehen. Regiobus wird dann die Schüler aus Groß- nach Kleinburgwedel fahren. Die Kosten werden aus der Regionskasse bezahlt. Dafür holte sich die Verwaltung in dieser Woche die Zustimmung von der Regionsversammlung.

Und auch die Stadt Burgwedel hätte jetzt gerne noch etwas Geld von der Region für die bislang von ihr bezahlten Schülertransporte. „Wir werden einen Teil der Kosten für die Schülerbeförderung bei der Region Hannover in Rechnung stellen“, kündigte Antonia Lauenstein, zuständige Mitarbeiterin im Rathaus, an.

„Der Bus sollte um 7.50 Uhr an der Schule sein“

Wichtig für die Schule ist, dass der Bus pünktlich in Kleinburgwedel ankommt. „Der Unterricht beginnt bei uns um 8 Uhr, ich gehe davon aus, dass der Bus um 7.50 Uhr vor unserer Schule hält. Und das wird klappen“, sagt von Badewitz.

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Von Thomas Oberdorfer