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Burgwedel St.-Petri-Gemeinde veröffentlicht einen Kirchenführer nur für Kinder
Umland Burgwedel

Burgwedel: St.-Petri-Gemeinde veröffentlicht Kinderkirchenführer

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17:11 27.05.2020
Pastorin Bodil Reller zeigt den Kindern vor dem Altar eine Bibel. Das Foto entstand in Zeit vor der Corona-Pandemie.
Pastorin Bodil Reller zeigt den Kindern vor dem Altar eine Bibel. Das Foto entstand in Zeit vor der Corona-Pandemie. Quelle: Ines Schiebler
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Großburgwedel

Wie hoch ist der Glockenturm? Wo an der Decke versteckt sich der Namenspatron der Kirche? Wie viele Pfeifen hat die Orgel? Antworten auf diese Fragen und Anstöße, noch viel mehr wissen zu wollen, gibt ein Kinderkirchenführer, den die St.-Petri-Gemeinde in Burgwedel gerade herausgegeben hat. Er ist zum Preis von 6 Euro im Kirchenbüro, bei der Buchhandlung Böhnert und bei edelKreis Burgwedel erhältlich. 50 Cent des Kaufpreises kommen der religionspädagogischen Arbeit in der Kindertagesstätte von St. Petri zugute.

Die St. Petri-Kirche in Großburgwedel anhand des neuen Kinderkirchenführers entdecken: Dazu sind nicht nur Kindergarten- und Grundschulkinder eingeladen, sondern auch ihre Eltern und Großeltern, Freunde, Paten und Verwandte.

„Eigentlich wollten wir den Kinderkirchenführer im März beim Tauferinnerungsgottesdienst präsentieren – aber dann kam die Corona-Krise“, sagt Pastorin Bodil Reller. Bis das Büchlein endlich fertig war, hat es eine Weile gedauert. „Die Idee dazu hatte ich schon lange“, sagt Reller. Ein Kirchenführer für Erwachsene war bereits in den Neunzigerjahren aufgelegt worden. Warum also nicht auch einen für Kinder erstellen, dachte sich die Pastorin. Die Idee verfestigte sich in einer Elternbeiratssitzung des St.-Petri-Kindergartens. Schnell waren dort auch die fünf Kinder gefunden, die – wie auf den Fotos von Ines Schiebler und Matthias Bode zu sehen sind – die Kirche und ihre Besonderheiten gemeinsam mit Reller entdeckten.

Kinder gehen in der Kirche auf Schatzsuche

Doch dann wurde Reller schwanger. „Ich habe in der Zeit die Texte geschrieben, war aber 14 Monate aus der Gemeindearbeit raus“, sagt die Pastorin und schmunzelt: „Eine Journalistin, die über meine Texte schaute, sagte: ,Man merkt, dass du ein Rede-Mensch bist.’“ Kurze Sätze, klare Sprache: Das macht es Kindern einfach, die Texte zu verstehen. Und so lesen sich die Texte im Kinderkirchenführer nun: „Das Taufbecken ist schon sehr alt, fast 900 Jahre, schätzt man. Doch es stand nicht immer in der Kirche. Es wurde auch als Tränkebecken für Kühe benutzt, und ein Schmied nutzte es als Becken, um seine im Feuer geschmiedeten Hufeisen oder Wagenbeschläge darin abzukühlen.“

Ziel des Büchleins ist es, die Besonderheiten von Kirchen und insbesondere der St. Petri kindgerecht lebendig darzustellen. Und lebendig ging es auch beim Fotoshooting für das Büchlein zu. „Die Kinder waren total aufgeregt“, erinnert sich Reller. Sie hatte „Schatzkisten“ an jeder einzelnen Station versteckt, mit denen sie diese den Kindern erklärte.

So sieht der Titel des Kinderkirchenführers aus. Quelle: St.-Petri-Kirche

„Es war nicht einfach, die Kinder zu bremsen“

Am Taufbecken stand etwa eine Truhe, in der sich ein Krug mit Wasser befand. „Das haben wir dann eingegossen und uns über die Taufe unterhalten“, sagt die Pastorin. Auch Oblaten durften geknuspert werden. „Es war nicht einfach, die Kinder zu bremsen, wenn sie schon die nächste Kiste entdeckt hatten, die noch gar nicht dran war.“

Am Kinderkirchenführer sind etliche Ehrenamtliche beteiligt. Neben den Fotografen Ines Schiebler und Matthias Bode sind dies unter anderem auch Bianca Fitzthum, die das Layout erstellt hat, Teilnehmer eines Mal- und eines Fotografiewettbewerbes, der Öffentlichkeitsausschuss der Gemeinde und die Kinder, die auf den Fotos zu sehen sind.

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Von Sandra Köhler