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Burgwedel Stadt setzt Osterfeuern Grenzen
Umland Burgwedel Stadt setzt Osterfeuern Grenzen
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11:53 02.04.2019
Am Ostersonnabend werden wieder in allen Burgwedeler Ortsteilen Osterfeuer entzündet.
Am Ostersonnabend werden wieder in allen Burgwedeler Ortsteilen Osterfeuer entzündet. Quelle: LKNZ
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Burgwedel

In allen sieben Burgwedler Ortsteilen wird zu Ostern wieder gezündelt. Allerdings unterschiedlich stark – die Feuer sind beileibe nicht alle gleichgroß. Je nach Ort der Veranstaltungen gelten unterschiedliche Vorgaben. Ausgerichtet werden die Traditionsfeuer alle am Ostersonnabend, zumeist von den örtlichen Feuerwehren.

Holz bereits im Herbst geschlagen

Am kleinsten fällt das Feuer in diesem Jahr in Wettmar aus. Insgesamt 27 Kubikmeter Holz dürfen Auf der Horst, nahe der Bockwindmühle, abgebrannt werden. Die Nähe zu den Häusern lässt nichts Größeres zu. „Das Holz dafür haben wir bereits im Herbst geschlagen“, sagt Ortsbrandmeister Karsten Weigt. Es stammt von Bäumen, die beispielsweise vom Borkenkäfer befallen waren. „Wir verbrennen ausschließlich Stammholz. Nichts anderes“, erklärt er. „Zusätzlichen Grünschnitt können wir nicht mehr annehmen.“ Das war vor einigen Jahren durchaus noch üblich.

Stadt begrenzt Brenngut fürs Osterfeuer

Ähnliches gilt auch für Engensen. Auch dort wird weder Strauchgut noch Baumschnitt für das Osterfeuer angenommen. „Der Abstand zwischen Osterfeuerplatz und dem TSV-Heim ist zu gering, um eine unkontrollierbare Menge an Strauchgut aufzuhäufen“, sagt Ortsbürgermeister Friedhelm Stein. Den zu geringen Abstand sieht auch die Burgwedeler Stadtverwaltung als Problem. Sie hat das Brenngut für Engensen auf 80 Kubikmeter beschränkt.

Richtlinie des Landesfeuerwehrverbandes

Für die anderen fünf Ortschaften gibt es keine zusätzlichen Beschränkungen. Für sie gelten die allgemeinen Empfehlungen des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen. Die sehen einen Mindestabstand von 100 Metern zu Gebäuden vor. Außerdem sollten maximal 150 Kubikmeter brennbares Material für die Osterfeuer aufgeschichtet werden,ist in den Richtlinien festgehalten. Dass diese Empfehlungen auch eingehalten werden, dass will die Stadt kontrollieren. „In den vergangenen Jahren hat sich ein städtischer Mitarbeiter durchaus einmal das aufgeschichtete Material für die Osterfeuer angeschaut“, sagt Ordnungsamtsleiterin Andrea Stroker. Ob das allerdings in diesem Jahr auch wieder geplant ist, will sie nicht verraten. „Die Beschränkungen sind notwendig, da Funkenflug durchaus gefährlich werden kann. Und eine übermäßige Rauchentwicklung kann zu Belästigungen führen“, erklärt Stroker die Vorgaben.

Eine Auflistung der Burgwedeler Osterfeuer finden Sie hier.

Von Thomas Oberdorfer