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Burgwedel Böe wirft 50 Jahre alte Douglasie auf Schullandheim
Umland Burgwedel Böe wirft 50 Jahre alte Douglasie auf Schullandheim
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15:28 04.03.2019
Abgeräumt: Mitarbeiter der Gartenbaufirma Fortmüller entfernen die Fichte vom Dach des Schullandheims.
Abgeräumt: Mitarbeiter der Gartenbaufirma Fortmüller entfernen die Fichte vom Dach des Schullandheims. Quelle: Thomas Oberdorfer
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Burgwedel

Kurz, aber dafür umso heftiger stürmte ein Böenfeld am Montagmorgen über Burgwedel hinweg und hinterließ dabei Spuren. Besonders heftig traf es das Heideheim in der Kleinburgwedeler Wietzesiedlung. Eine Böe entwurzelte eine große alte Douglasie und ließ sie auf den Haupteingang des Schullandheims stürzen. Verletzt wurde niemand. Außerdem richtete der Wind Schäden in Thönse an.

Abgeräumt: Mitarbeiter der Gartenbaufirma Fortmüller entfernen die Douglasie vom Dach des Schullandheims. Quelle: Thomas Oberdorfer

Alte Douglasie stürzt auf Haupteingang

Gegen halb zehn verdunkelte sich der Himmel über der Kleinburgwedeler Wietzesiedlung. Es dauerte nicht lange und schwere Sturmböen fegten um das Haus nördlich von Bissendorf. Eine packte die große alte Fichte vor dem Haupteingang des Heideheims und ließ sie auf den Giebel des Hauses stürzen. „Wir haben das erst gar nicht mitbekommen“, sagte Heimleiterin Petra Baumgarte. Zur Sicherheit machte sich ihr Mann Harald dann aber doch noch zu einem Inspektionsgang rund um das Gebäude auf. Gleich am Eingang entdeckte er den umgestürzten Nadelbaum. Gut 50 Jahre stand die Douglasie vor dem Schullandheim.

Die alte Douglasie krachte auf den Giebel des Heideheims und beschädigte diesen. Quelle: Thomas Oberdorfer

„Letztlich haben wir auch ein wenig Glück gehabt“, sagte die Heimleiterin. „Am Sonnatg war die letzte Gruppe abgereist, am Mittwoch kommen die nächsten Kinder. So wurde niemand verletzt“, erklärte die Frau, die sich seit nunmehr 21 Jahren um das Schullandheim kümmert. Bis zu 50 Personen können im Heideheim untergebracht werden. Und: Im Inneren des Gebäudes konnten bislang keine Beschädigungen festgestellt werden.

Autokran hebt Baum vom Dach

Für den schnellen Abtransport des alten Baumes sorgte der Großburgwedeler Gartenbauer Marcus Fortmüller. Bereits zwei Stunden nach dem Sturm waren seine Mitarbeiter damit beschäftigt, das Landheim von dem schweren Baum zu befreien. Da die Douglasie recht schwer war, konnte der herbeigerufene Autokran sie nicht in einem Stück vom Gebäudes hieven. Mitarbeiter des Gartenbaubetriebes mussten sie mit Kettensägen noch auf dem Dach in mehrere Teile zerlegen, damit der Kran diese hochheben konnte.

In Thönse fliegen Ziegel von Dächern

In Thönse wehten die Böen gleich bei mehreren Häusern die Ziegel von den Dächern. Quelle: privat

Verhältnismäßig heftig trafen die Böen auch noch Thönse. Gleich zwei kleinere Bäume knickten an der Großburgwedeler Straße um und stürzten auf die Fahrbahn. Einer an der Einmündung Kleinburgwedeler Weg, der andere vor der Thönser Grundschule. Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr aus Kleinburgwedel rückten an, zerteilten mit Kettensägen die beiden Bäume und räumten sie an die Seite. Kurze Zeit später konnte der Verkehr schon wieder fließen. Außerdem gab es in Thönse noch Schäden an gleich mehreren Häusern am nördlichen Ortsrand. Von einigen Dächern wehte der Wind Ziegel auf Straßen und in die Vorgärten. Getroffen wurde niemand, auch Schäden an parkenden Autos wurden der Polizei nicht gemeldet.

Die Beamten des Polizeikommissariates Großburgwedel wurden zudem noch zu einem Einsatz ins Heisterholz gerufen. Dort sollte ein Ast auf die Straße geweht worden sein. Als die Polizisten am angegebenen Ort eintrafen, war dieser aber bereits zur Seite geräumt worden.

Böen erreichen Windgeschwindigkeiten von 51 Knoten

In Böen erreichte der Wind aus West-Süd-West Geschwindigkeiten von bis zu 51 Knoten. Das sind rund 95 Stundenkilometer oder auch zehn Windstärken auf der Beaufortskala. Derartige Windgeschwindigkeiten werden auch als schwerer Sturm bezeichnet.

Weitere Polizei- und Feuerwehrmeldungen lesen Sie hier.

Von Thomas Oberdorfer