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Burgwedel Erlös aus Suppenfest hilft armen Familien in Polen
Umland Burgwedel

Burgwedel: Suppenfest in St. Petri zugunsten der Ostpreußenhilfe

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06:56 30.01.2020
Schlemmen und spenden: Im dekorierten Gemeindehaus von St. Petri gibt es wieder leckere Suppen und die Möglichkeit, einen guten Zweck zu unterstützen. Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier (Archiv)
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Großburgwedel

Polnische Soljanka und Porreesuppe, fein pürierte Erbsen mit Krabben, rote Linsen und Staudensellerie mit Kartoffeln – dies und allerlei andere leckere Gerichte erwarten die Besucher des traditionellen Suppenfestes für die Ostpreußenhilfe. Erstmalig gibt es den einmal im Jahr angebotenen karitativen Mittagstisch unter neuer Leitung: Magnus von Knigge und Christian Behrendt organisieren das Suppenfest für Sonntag, 16. Februar, und übernehmen damit den Staffelstab von Christian Meyl, der das Fest 22 Jahre lang auf die Beine gestellt hatte.

Das Konzept indes bleibt gleich: Im Anschluss an den Gottesdienst werden im Gemeindehaus von St. Petri ab 11.30 Uhr Suppen und Eintöpfe ausgegeben – gegen eine Spende für die Ostpreußenhilfe des Fördervereins für Johanniter-Sozialstationen in Polen. Während des Essens informiert Christian Meyl, Gründer und Kopf der Ostpreußenhilfe, über den aktuellen Stand der Hilfsprojekte.

Geholfen wird mit Medikamenten und Kleidung

Seit mehr als 20 Jahren liefern Meyl und seine Frau Sigrid Medikamente und andere Materialien an Sozialstationen in Nordpolen. Ob Kleidung, Bettwäsche, Rollstühle, Verbandsmaterial oder gar Prothesen – der Verein unterstützt mit dem, was gebraucht wird, und hilft damit mehr als 80 Familien. „Das kann auch mal ein neues Fenster sein“, sagt der Arzt Meyl. Dazu fahren er und seine Frau mitunter achtmal im Jahr für jeweils eine Woche nach Polen. Die 3000 Kilometer lange Strecke legen sie in einem Ford Transit zurück, der vollgepackt ist mit den Hilfsgütern, die sie immer persönlich übergeben.

Ferienfreizeiten und Stipendien für Kinder aus armen Familien

Weitere Spenden fließen unter anderem in Ferienfreizeiten. „Damit ermöglichen wir es Kindern aus bedürftigen Familien, einmal im Jahr vier Wochen lang zu verreisen“, betont Meyl, der Ritter des Johanniter-Ordens ist. Seit dem Jahr 2015 vergibt der Förderverein Stipendien für begabte Schüler und Studenten aus Familien mit geringem Einkommen. „Damit sorgen wir dafür, dass talentierte junge Leute ihre Schullaufbahn oder ihr Studium fortsetzen, anstatt Jobs anzunehmen, weil sie ihre Familien unterstützen müssen.“ Auch Hospize hat die Ostpreußenhilfe aufgebaut. Häufig sind Sigrid und Christian Meyl schon nach Ostpreußen gefahren, um den Erfolg der Projekte zu überprüfen und zu ermitteln, was gebraucht wird.

Das Engagement der Eheleute Meyl ist dabei sogar schon schon Papst Franziskus aufgefallen – im Jahr 2016 erhielten die sozial engagierten Burgwedeler eine Privataudienz beim Oberhaupt der katholischen Kirche.

Das Suppenfest beginnt am Sonntag, 16. Februar, um 11.30 Uhr im Gemeindehaus St. Petri am Küstergang in Großburgwedel. Serviert wird gegen eine Spende für die Ostpreußenhilfe. Suppen- und Nachspeisen-Spenden werden noch gern entgegengenommen.

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Von Gabriele Gerner

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