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Burgwedel Weihnachtsmärkte punkten mit Gemütlichkeit
Umland Burgwedel Weihnachtsmärkte punkten mit Gemütlichkeit
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17:22 09.12.2018
Marcus Heydemann und seine Tochter Claire treffen in Großburgwedel den Weihnachtsmann. Die Zweijährige freut sich über einen Schokoladen-Lutscher. Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier
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Großburgwedel/Thönse

Drei Tage lang hatte die Interessengemeinschaft Großburgwedeler Kaufleute (IGK) für die Gäste ihres Weihnachtsmarktes zahlreiche Aktivitäten auf die Beine gestellt. In Thönse strömten die Besucher am Sonntag scharenweise auf den Hof Müller, um die gemütliche und familiäre Atmosphäre zu genießen.

Schlendern und Schlemmen: Wer Weihnachtsmärkte mag, ist am Wochenende gleich doppelt auf seine Kosten gekommen - auf dem Alten Markt in Großburgwedel und auch auf dem Hof Müller in Thönse.

„Die Premiere des Zeltcafés läuft noch schleppend an“, sagte der Großburgwedeler Weihnachtsmarkt-Organisator Karl-Heinz Schridde. Er sieht noch Potenzial nach oben. „Was die Leute wollen, ist das Burgwedeler Bier.“ Das Café im beheizten Kunsthandwerkerzelt müsse sich erst noch herumsprechen und so bekannter werden. „Eine gewisse Anlaufzeit braucht man für solche Erneuerungen immer“, meinte Schridde aus Erfahrung.

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Christine Kowalski stellte im Kunsthandwerkerzelt das erste Mal ihre Arbeiten aus. Die Frau aus Hagen bot Holzarbeiten wie etwa Schwibbögen und Lichterbäume und zusätzlich noch Körnerkissen an. Die 58-Jährige hatte bislang in Langenhagen ausgestellt – und war zufrieden mit dem Geschäft sowie der Besucherfrequenz in Großburgwedel. „Ich komme nächstes Jahr wieder“, sagte sie.

Bereits seit fünf Jahren verkauft Margarethe Krause Wollmützen, Strümpfe, Kinderschals und Kleidung für Puppen. Trotz des Regens und Sturmes seien viele Besucher im Zelt gewesen, freute sie sich. Das beheizte Zelt fand sie gut. „Eine Jacke brauche ich trotzdem, weil ich direkt an der Tür meinen Stand habe“, berichtete die 76-jährige Uetzerin.

Nicht nur Kunsthandwerker fanden den Weihnachtsmarkt in Großburgwedel attraktiv. Auch Marcus Heydemann aus Bissendorf beeindruckte die Gemütlichkeit und familiäre Stimmung. Mit seiner Tochter Claire auf dem Arm traf er gleich den Weihnachtsmann. Der Mann mit dem roten Mantel und grauen Rauschebart schenkte der Zweijährigen einen Schokoladen-Lutscher aus seinem Jutesack.

Thönse punktet mit familiärem Charakter

Am Sonntag war auch in Thönse mächtig was los. „Gleich nach der Öffnung um 11 Uhr kamen die ersten Leute, um Geschenke zu kaufen“, sagte Ortsbürgermeister Heinz-Theo Rockahr. Das bestätigte wenig später auch Jürgen Helm. Der 77-jährige Kirchhorster baut seit zehn Jahren leuchtende Faltsterne. „Ich haben schon zehn Sterne verkauft“, freute er sich am frühen Nachmittag.

Ärgerlich fand Ortsbürgermeister Rockahr nur, dass von den 35 Kunsthandwerkern neun einfach nicht gekommen waren und sich nicht einmal abgemeldet hatten. „Gut, dass meine Frau immer mit mehr Kunsthandwerkern kalkuliert“, sagte Rockahr. Er vermutete, dass es an den unbeständigen Wetter lag. Viele hätten angesichts des Regens am Morgen wohl nicht ausstellen wollen.

Katrin Stoppira kam trotz des Regens. Die Frau aus Empelde kauft immer wieder gern auf dem Weihnachtsmarkt in Thönse ein, etwa Honig. „Ich bin gern hier, weil es schnuckelig und familiär ist“, schwärmte Stoppira – und freut sich schon auf den Markt in Thönse im nächsten Jahr.

Von Katerina Jarolim-Vormeier

09.12.2018
09.12.2018
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