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Burgwedel Rohrbruch soll Mittwoch repariert sein
Umland Burgwedel Rohrbruch soll Mittwoch repariert sein
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16:26 31.08.2018
Ortsbürgermeister Friedhelm Stein schaut sich die Grube in der neu aspaltierten K 119/Thönser Straße näher an. Quelle: Martin Lauber
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Engensen

42 Meter Wasserleitung aus Polyethylen sollen es richten: Sie werden kommende Woche in die alte Trinkwasser-Transportleitung eingezogen, deren Bruch am Donnerstagnachmittag die Fertigstellung der Engensener Ortsdurchfahrt quasi auf der Zielgeraden gestoppt hat. Diese Inliner-Lösung unter der Thönser Straße soll dafür sorgen, dass die Fahrbahn nicht großräumig aufgegraben werden muss. „Ich hoffe, wir sind damit am nächsten Mittwoch durch“, sagte Nils Nitschke, Verbandsingenieur des Wasserverbands Nordhannover (WVN), am Freitag.

Von den Schadstellen in der Transportleitung ist oberflächlich kaum etwas zu sehen. Quelle: Martin Lauber

Wie berichtet, befindet sich die Sanierung der K 119 in Engensen nach zehn Baustellenmonaten auf der Zielgeraden. Am kommenden Montag sollte die Ortsdurchfahrt freigegeben werden, doch seit Freitag klafft erst einmal eine frisch ausgehobene Grube in der Fahrbahn, die erst tags zuvor neu asphaltiert worden war – und Engensens Ortsbürgermeister Friedhelm Stein war nicht der einzige, der einen Blick auf die Ursache dieses Ärgers warf.

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Zu sehen gibt es nicht viel: Die geborstene Muffe der gut 60 Jahre alten Trinkwasser-Transportleitung des Wasserverbandes Nordhannover (WVN), die nach dem Rohrbruch abgeschiebert wurde, liegt unter Sand. Daneben steckt als Dichtung ein Rundholz in einem Loch, das kaum größer ist als ein Zwei-Euro-Stück. Aus diesen Schadstellen war einige Stunden nach dem Einsatz von Großtechnik auf der K 119 Wasser mit hohem Druck ausgetreten und hatte im Bereich der Einmündung der Silberkuhlenstraße von unten gegen die frische Teerdecke gedrückt. Weil dabei eine Blase aufgeworfen wurde, wird die Straße dem Vernehmen nach doch nicht so ganz punktuell repariert werden. Auf einer Fläche von 8 mal 15 Metern müsse der Teer runter und der Boden neu verdichtet werden, wusste Nitschke.

Wer verantwortlich ist für den Rohrbruch, das ist aus Sicht des Verbandsingenieurs aktuell nebensächlich. Er hat den Leitungsschaden der Versicherung des WVN gemeldet. War es Materialermüdung der Rohre in Kombination mit den schweren Vibrationswalzen bei der Herstellung der neuen Teerdecke? Nitschke sagt: „Dasselbe hätte auch bei jeder anderen Straßenbaufirma passieren können.“ Firma Matthäi verzichtete auf eine Stellungnahme.

Von Martin Lauber